Als Außenstehender einen Rat zu geben ist kaum möglich. Letztendlich musst Du Deinem Gefühl folgen, auch wenn das eine Binsenweisheit ist.
Fest steht jedenfalls: Alles auf einmal geht nicht. Der Tag hat nur 24 h.
Ich sehe es so: Bürojobs wird es morgen auch noch geben. Die Chance bei der Waldorf-Schule wahrscheinlich nicht nochmal und mit der Veröffentlichung Deiner Schriften beginnst Du gerade erst.
Das Dumme ist halt nur, dass Du irgendwann in Hartz IV rutschtst und es dann finanziell eng wird trotz Nebenjob, denn Du darfst ja nicht viel dazuverdienen…
Wie dumm, dass man die Tarot-Karten auch nicht mehr fragen kann, so viel Mist, wie die in letzter Zeit verzapft haben… :roll:
Es ist ein Jammer, dass man heutzutage schon froh und dankbar sein muss, wenn man überhaupt einen Job hat, mit dem man seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Nach Erfüllung und Spass fragt kaum jemand. Ich will nicht wissen, wieviele Leute krank und unzufrieden ihr Leben mit einer Tätigkeit fristen, die sie hassen und sie anödet…
Ich kann mir übrigens auch nicht vorstellen, in meinem Leben nichts anderes mehr zu tun als was ich jetzt täglich tue. Es ist schon ein Thema, was mir liegt und Spass macht – nicht immer, auch nicht meistens, aber oft – aber von Erfüllung kann keine Rede sein.
Ich weiss nicht, ob ich froh über meinen nunmehr lebenslänglichen Beamtenstatus sein soll oder nicht. Eine existentielle Angstquelle weniger, aber auch ein gewaltiger Anreiz weniger, etwas zu wagen, insbesondere, wenn die Kollegen und der Chef super sind, das Gehalt gut und die Gesundheit schlecht.
Ich mag es auch nicht, wenn man mir einen Stempel aufdrückt. “Programmierer” ist nur meine Berufsbezeichnung und natürlich habe ich die Eigenschaften, die man dafür braucht, aber dieser Begriff kann niemals ausdrücken, wer und was ich bin, denn ich bin mehr als das – z.B. Schöpfer von fantastischen Kreaturen, Opernsängerin, Kommentator täglichen Wahnsinns…
PS: Wo in Seths Namen liegt Garbsen-Berenbostel?!
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