http://heuteblog.de/2006/05/22/
Gruss
Andi
]]>Das mit der lückenlosen Überwachung aller Parameter bei Euch finde ich auch fürchterlich. Und ich dachte schon, das wäre bei unserem Zeiterfassungs- und Kostenbuchungssystem sowie der Überwachung der Internet-Aufrufe und Mailverkehr schlimm…
Allein deswegen steht man doch schon permanent unter Anspannung. Ob das zu besserer Leistung führt, ist fraglich. – Ich jedenfalls habe immer einen Totalausfall, wenn mir z.B. im Lehrgang der Dozent beim Coden über die Schulter schaut – wenn er es nicht tut, bin ich immer als einer der ersten fertig mit der Aufgabe.
Diversen Studien zufolge gibt es ohnehin eine Obergrenze für die Anzahl der Stunden, die ein Mensch wirklich konzentriert und damit produktiv arbeiten kann, danach werden die Rüstzeiten (Pinkel- und Nachdenkpausen) immer höher. Sie lag wohl irgendwo bei 6 h. Aber nach dem Sinn oder dem, was gut für die Menschen wäre, fragt ohnehin keiner, immer schön die Zahlen hochschrauben.
Ich kann jedenfalls ganz sicher nicht 10 h konzentriert programmieren, irgendwann sehen dann alle Variablen gleich aus – sie fangen schließlich alle mit einem $ an. 
Ich erledige mit einer 41h-Woche auch nicht mehr Arbeit als früher in der 38,5h-Woche. (Für die es nebenbei erwähnt auch noch rund 10% mehr Geld gab, Inflation nicht eingerechnet. Wie war das gleich mit Absurdistan?)
Auch sonst kann ich – Überraschung
– nur zustimmen. Die Dauer ist das Schlimmste. Meinen Job finde ich eigentlich gut, Bezahlung auch entsprechend, Kollegen und Chefs nett – aber über 50 h die Woche (Arbeitszeit plus Fahrt- und Pausenzeiten) deswegen unterwegs zu sein macht mich fertig. Ich würde auch gerne weniger arbeiten, und mehr als ein Arzt hat mir das auch schon nahegelegt, aber ist finanziell nicht drin, jetzt durch die aktuellen Geschehnisse erst recht nicht. (Schön paradox.) Vielleicht nach der nächsten Beförderung… (Die ist weitaus realistischer als ein wohlhabender Ehemann – oder überhaupt einer, mit dem man Miete usw. teilen könnte.)