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Für die Auswanderung kommen also vermutlich nur die Kanaren in Frage.
Man könnte meinen, man gewöhnt sich daran, immerhin leben wir ja schon Jahrzehnte in diesem Klima und es ist jedes Jahr das Gleiche, aber seltsamerweise ist das nicht der Fall. Jedes Jahr geht mir das erneut auf die Nerven. Das frühe bis mittlere Frühjahr oder der frühe Herbst mit Temperaturen um die 20°C sind mir am sympathischsten.
Wie Du schon sagst, gegen Kälte kann man etwas tun, gegen Hitze kaum etwas. Trotz Ventilator, ständigem Besprenkeln mit Wasser und luftiger Kleidung ist oft kein erholsamer Schlaf möglich, und mir bricht in meiner Dachzimmerwohnung bei jeder kleinsten Bewegung der Schweiss aus. Es ist einfach nur widerlich und macht mich zudem ziemlich aggressiv. 
Die Krönung ist dann, wenn man in der Gluthitze und meist noch praller Sonne seine Einkäufe nach hause schleppen oder im Zug eine scheinbare Ewigkeit ohne Klimaanlage dicht gedrängt mit anderen schwitzenden Menschen aufhalten muss.
Mir ist auch rätselhaft, was die alle daran finden – vermutlich hat die Hitze das Hirn schon weichgekocht. Als 2003 die große Hitzewelle das Land plagte, gab es immer noch viele Leute, die über das “Karibik-Feeling” jubelten. Das mag mal ganz nett sein, wenn man Urlaub hat, für alles gesorgt wird und man bei Lust und Laune seinen Leib im kühlen Pool baden kann, aber im Alltag? Horror.
Ich finde das sogar im Urlaub ätzend. Mein Vater fährt zum demnächst nach Kroatien – im Hochsommer, d.h. bis zu 40°C und sogar darüber. Das wäre die Hölle für mich.
Laue Sommernächte haben aber manchmal durchaus ihren Reiz. Eines meiner schönsten Sommererlebnisse ist deshalb zugleich eines der wenigen, wofür ich Mister B. dankbar bin – das nächtliche Baden im Düsseldorfer Rheinbad. Die Vorteile des Sommers (Schwimmen gehen im Freien) ohne seine Nachteile (Sonne, Eincremen, lärmende Massen). :cool:
Als ich letzte Woche abends wie üblich im Kerzenschein baden gehen wollte, musste ich bis 23 Uhr warten, bis es endlich dunkel war. Die ständige Helligkeit ist wirklich nervig. Das ist wohl das einzig Positive an südlicheren Gefilden, es wird früher und schneller dunkel.
Aber immerhin: Die Tage werden nun wieder kürzer. :razz:
Die sporadische Sonnenallergie sowie die Überempfindlichkeit meiner Augen zeigen mir, was ich natürlich schon lange weiss: Sonne ist nichts für mich.
Wobei mir so ein nettes Gruftie-Shirt einfällt: “Sonne macht albern.” :grin: