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Blog

Drama der Hochbegabten

18. Februar 2007

ARGH * TOB * WÜT * KOTZ

Aus aktuellem Anlass unter Einbeziehung des aktuellen Themas Hochbegabung muss ich mir spontan etwas von der Seele schreiben.

Schon seit Sommer schreibt mir in größeren Abständen ein auf Frauensuche befindlicher Bauingenieur namens Henry. Er hatte mir damals auf meine Anzeige bei rubensfan.de geantwortet.
Ich kann mittlerweile ziemlich schnell beurteilen, ob ich mich mit einer Person einen fruchtbaren Austausch führen kann oder nicht, an den Formulierungen in einer e-mail merke ich sogleich, ob es sich um ein N-Menschen im Sinne der Myer-Briggs-Typologie oder um einen S-Menschen handelt. Mit S-Menschen bleibt die Kommunikation bald im belanglosen small talk stecken, wirklicher Austausch ist mir als INFJ nur mit anderen N-Menschen möglich, weil mich S-Menschen einfach nicht verstehen.
Bei Henry war schnell klar, dass es sich um einen S-Menschen handelt und wir somit auf unterschiedlichen Ebenen operierten. Dennoch schrieben wir eine Weile sporadisch hin- und her, bis er schließlich in seiner e-mail vom 17.12.2006 meinte:

“auf der anderen seite frage ich mich auch,ob du nicht eher der typ bist,die gern mails schreibt und genauso gern empfängt,als eher interesse am “mann” zu zeigen?ich gebe zu dass ich mich hierbei schwertue”

Leider habe ich meinen Antworttext nicht mehr, da ich diesen über die web.de-Seite geschrieben hatte und dort alle gesendeten Objekte nach 30 Tagen gelöscht werden. Aber ich schrieb so viel wie, das e-mail Schreiben diene doch dem Kennenlernprozess, dem Erarbeiten einer gemeinsamen Basis, dem Erkunden des authentischen Seins etc.

Am 21.01.2007 erhielt ich wieder eine Nachricht von Henry. Meine letzte e-mail war durch PC-Probleme verloren gegangen, doch schrieb er mir seine Einschätzung über mein Schriftwerk:

“ich weiss aber dass sie länger u. teils mit vielen fremdwörtern gespikt war.weil für eine umganssprache recht ungewöhnlich,für eine autorin sicherlich üblich”

Man merkt schon an den Zitaten, dass es sich bei Henry um einen sekundären Analphabeten handelt, so schrieb er in seiner vorletzten mail das Wort Dilemma so: Delämmer.
Ich muss jetzt in meinem Zorn gerade mal den Klugscheißer spielen, auch wenn ich dieses altkluge Getue sonst vermeide, weil ich das selber nicht leiden kann, es sei denn ich schreibe Blogeinträge über die Welt der Internet-Kontakbörsen ;-)

Zurück zum Wesentlichen: oben beschriebene e-mail war für meine Verhältnise sicher nicht super lang und ich habe sie auch ohne Verwendung eines Fremdwörterlexikons geschrieben, doch offenbar war der arme Henry restlos überfordert. Es soll ja Leute geben, die nicht mehr als vier Zeilen am Stück lesen können.
Ich dachte mir, hat alles keinen Sinn mit Henry. Die Beantwortung seiner e-mail stand ganz unten auf meiner Prioritätenliste, deshalb habe ich ihm erst am 16.02.2007 wieder geschrieben und mich höflich verabschiedet, unter anderem mit Sätzen wie:

“[...]denn es hat ja keinen Sinn, wenn die Bauteile nicht miteinander kompatibel sind.[...]
Bei uns beiden habe ich das Gefühl, dass die Bauteile nicht zusammen passen. Ich bin eine Schreiberin, Du tust Dir mit dem Schreiben schwer, wie Du selbst gesagt hast, nur wenn wir uns nichtmal auf das Kommunikationsmedium einigen können, wie sollen wir dann in Austausch treten? Es ist doch so, dass wir nicht die gleiche Sprache sprechen.”

Heute erhielt ich nun seine Antwort. Es sei OK, dass ich mich verabschiedet habe, und dann kam der Satz, der mich so wütend macht:

“ich hatte den eindruck bei dir,dass du’s dir selbst zu kompliziert machst.
das gilt sowohl für deine schreibweise als auch in deiner denkweise.manchmal war’s wie vom anderen stern.ein bischen mehr normalität bei der kommunikation brächte vielleicht auch für dich mehr erfolg!”

Aha, nun habe ich es von einem Normalo schriftlich bestätigt: Ich denke und schreibe zu kompliziert für manche Leute wie Henry, der doch immerhin Bauingenieur und nicht blos Hilfsarbeiter ist.
Diese Erkenntnis ist nicht neu und damit kann ich leben, was ich aber unverschämt finde ist zu einem die Bemerkung, ich mache es mir selbst zu kompliziert, zum anderen die Aufforderung, mich doch dem normalen Kommunikationsstil anzupassen..

Zweifellos denke ich viel, komplex, existenziell, mit wechselnden Perspektiven und die Reibunsghitze meiner Denkserpentinen läßt mir manchmal den Kopf rauchen, aber die Komplexität einer Gedankenwelt ist ja gerade das Spannende am Menschsein. Komischerweise wird in Kontaktanzeigen das Attribut “unkompliziert” als Positivum gebraucht, Kastration des durch die Raum-Zeit kullernden 3-D Seelenclusters auf eindimensionale Strecken *schüttel*.
Nun auf jeden Fall bin ich mir selbst keinesfalls zu kompliziert sondern einfach nur Reich an Geist.

Es ist ja schön, dass mein Gefühl, ich sei von einem anderen Stern, nun von der Gegenseite bestätigt wird: ich wirke auf den Normalbürger tatsächlich wie vom anderen Stern. Die Schlussfolgerung, ich hätte mehr Erfolg, wenn ich mich der normalen Kommunikation anpassen würde, macht mich deshalb so wütend, weil sie ja impliziert, dass ich so wie ich bin, nicht in Ordnung sei, dass ich meine Fähigkeiten, ja mein Allerheiligstes, mein schriftliches Ausdrucksvermögen verstümmeln müsse, um mit meinen Mitmenschen erfolgreich kommunizieren zu können. Das schlägt in meine alte Wunde, meine intellektuellen Fähigkeiten, meine Gaben besäßen keinen Wert im Oberwelt-Leben und ich solle so sein wie alle anderen: lieb, nett, normal, nicht zu klug.
Was soll ich tun? Soll ich mich lobotämieren lassen?
Das ist also, wie es ein Buchtitel des Autors Jürgen vom Scheidt treffend beschreibet: Das Drama der Hochbegabten.
Niemals werde ich meine authentisches Sein verleugnen und mich selbst vergewaltigen, nur damit sekundäre Analphabeten wie Henry mich verstehen.

Na gut, vielleicht hat Henrys e-mail doch etwas positives. Sie trägt dazu bei, in mir die Überzeugung wachsen zu lassen, HB könne tatsächlich der Nährboden sein, auf dem all meine Lebensprobleme gewachsen sind. Das macht die Probleme nicht einfacher, aber es ist für mein Selbstwertgefühl besser, mich als underachiever HB zu betrachten, als als Psychokrüppel.

Ist es denn zu fassen. Gerade kommt schon wieder eine e-mail von Henry, obwohl ich ihn gebeten hatte, mir nicht mehr zu schreiben.
Natürlich findet er meine Reaktion überzeugen, das mag aus seiner Sicht auch so sein, aber nicht aus meiner, denn es geht hier gerade um den Kern des Bedingungsgefüges meiner Lebensprobleme.

“man muss deswegen nicht dümmer sein,wenn man sich der muttersprache o. der umgangssprache mehr bedient!”

Aha, ich bediene mich also nicht meiner Muttersprache. Steckt irgendwo ein verborgenes Tool auf meinem PC, welches meine e-mail heimlich nach klingonisch übersetzt hat? Ist es nicht paradox, dass jemand, der so schlampig mit seiner Muttersprache umgeht, sich eben auf jene beruft und mir vorwirft, ich würde mich selbiger nicht bedienen, weil ich, in seinen Augen, zu viele Fremdworte benutze. Dabei habe ich in den smalltalk e-mails an Henry wirklich keine geisteigen Ergüsse geschrieben. Was würde er erst sagen, wenn er diesen Blogeintrag lesen würde?

Zur Ehrenrettung der Menschheit muss ich dazu sagen, dass mir so ein Gequatsche wie von Henry zuvor noch nicht unterkommen ist.

Genug davon, ich werde mich jetzt wieder unter Nutzung meiner fürchterlichen, nicht-muttersprachlichen Ausdrucksweise dem Schreiben meines Romans widmen.

Postscriptum:

Na toll, nun habe ich versucht, mir im Forum Luft zu machen und auf ein paar verständnisvolle Antworten gehofft, das Gegenteil ist der Fall. Mir wird jedes Wort im Mund rumgedreht. Ich bin an allem Schuld, hätte dem armen Kerl keine Chance gegeben und was soll er denn machen, wenn ICH den mail-Kontakt auf smalltalk Niveau halte. Argh, habe ich mich denn so mißverständlich ausgedrückt???
Und natürlich darf ich auch nicht so arrogant sein und Menschen als sekundäre Analphabeten bezeichnen, aber wenn sie es doch sind !!!! HHHHIIIIILLLLLFFFFFE versteht mich denn keiner?

PPS: Die Sache im HB-Forum hat sich geklärt, wobei ich immer noch den Eindruck habe, dass keine verstanden hat, um was es mir ging. Deshalb hier nochmal eine Metapher:

Da fühlte ich mich wie ein Vogel, der in einen Käfig gesperrt werden soll und dem die Flügel gestuzt werden, ein Vogel, der dafür gescholten wird, dass er fliegen kann und sich den flugunfähigen Wesen anpassen soll, damit er von ihnen akzeptiert wird.

Das ist doch schrecklich!

Diese Problematik wird übrigens auch im Roman “Children of the Atom” thematisiert. Hier stellt sich eine Gruppe hochintelligenter Kinder weit dümmer als sie in Wirklichkeit ist, weil sie mit der Offenbarung ihrer Talente schlechte Erfahrungen machen.

Der Beitrag wurde am Sonntag 18. Februar 2007 um 15:33 veröffentlicht und wurde unter Seelenleben abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare sind derzeit geschlossen, aber Du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

16 Kommentare

  • ToulexisToulexis sagt:

    Die Problematik wird in dem Film “Vitus” am Besispiel eines extrem (!) hochbegabten Kindes in hervorragender Weise aufgegriffen und filmisch umgesetzt. Näheres siehe http://www.vitus-film.com/de/index.php

  • NanikaNanika sagt:

    Liebe Persephone,

    wenn Menschen nicht dieselbe Sprache sprechen, ist das kein Beinbruch. Wenn jemand Dir einen (vielleicht gut gemeinten) Rat geben möchte, ist das in Ordnung. Du kannst diesen ignorieren und vergessen, steht Dir immer offen. Man kann sich über jemanden ärgern, vor allem dann, wenn er oder sie einen wunden Punkt in einem selbst getroffen hat. Auch das ist noch im grünen Bereich. Allerdings sollte an dieser Stelle irgendwann (Du redest über Hochbegabung) ein Denkprozess einsetzen, der da lautet “eigentlich kann er nichts dafür, er hat nur aus Versehen eine Stellschraube in mir erwischt, die mich direkt explodieren ließ.”

    Dieser Denkprozess hätte es verboten, so heftig auf ihn zu reagieren, denn meines Erachtens reagierst Du heftig vor allem auf Dein eigenes Inneres. Wäre es Henry, Du könntest seinen Namen und die Mailadresse vergessen und der Mensch wäre Geschichte. Ketzerische Frage: Ist vielleicht das “Drama des Hochbegabten” dasjenige, das Dich grade beschäftigt? In die eigene Emotionenfalle zu tappen, wild um sich zu schlagen und ein bisschen zu spät zu bemerken, dass es gar nicht um Henry geht, sondern um Dich selbst und das, was Deine Erfahrungen lange vor Henry in Dir hinterlassen haben?

    Und noch eins zu Deiner Metapher: Wer Dir Flügel stutzen kann, entscheidest alleine Du. Wenn Du Dich so über Henry aufregst, gibst Du ihm verdammt viel Macht über Dich. Du hättest auch über seinen Versuch des versöhnlichen Abgangs lächeln und ihm ein schönes Leben wünschen können, das dann doch leider ohne Dich stattfinden muss. Statt dessen gehst Du hoch wie eine Rakete und hast das Gefühl, er will Dich beschneiden. Nein, ich würde sagen, das will er nicht, er will Dich verstehen, in sein Koordinatensystem einsortieren. Dass er daneben getippt und Dich vielleicht ungerecht behandelt hat, ist eine andere Geschichte, dem Medium und/oder der Unvereinbarkeit der Lebensentwürfe geschuldet, aber kedenfalls ein Grund, sich dermaßen aufzuregen.

    Deine restliche Reaktion, was ich in diesem Beitrag gelesen habe, müsste ich, wenn ich meinen Eindruck schildern sollte, als Revanchefoul bezeichnen – alleine schon deshalb, weil Du seinen Namen nennst (mitsamt seinen Schreibfehlern) und Deinen fein hinter den Linien lässt. Ich bin selbst hochbegabt und kenne diese Reaktion, an der ich wirklich jahrelang heftig arbeiten musste, bis ich konstruktiver mit sowas umgehen konnte: Aus Angst, jemand könnte mich verletzen, schlage ich lieber als erste und dann gleich richtig hart, so dass es richtig weh tut. Dein Revanchefoul ist das Abqualifizieren des gesamten Menschen, von dem Du wohl nie erfahren wirst, ob er es nicht einfach gut gemeint hat. Schade drum.

    Er hat Dich nicht absichtlich verletzt, sondern das entstand aus einem unvereinbaren Weltbild und den Schmerzzonen in Deinem Inneren. Und Du?

    Es grüßt hier und nicht dort
    Nanika

  • PersephonePersephone sagt:

    Nachdem ich nachgedacht habe, editiere ich diesen Kommentar an Nanika, denn die ursprüngliche Fassung erscheint mir viel zu nett und diplomatisch, und ich bin es leid, nett und diplomatisch zu sein.

    Liebe Nanika,

    vielen Dank für Deinen sehr durchdachten und weisen Kommentar, leider strotzt er auch von moralinsaurer Arroganz, doch eben diese Arroganz habe ich häufiger im Forum vorgefunden, nicht nur von Dir.

    Natürlich ist es kein Beinbruch, wenn zwei Personen nicht die gleiche Sprache sprechen, hier gebe ich Dir Recht, darüber habe ich mich aber auch NIE beschwert.
    Ich finde es jedoch nicht in Ordnung, wenn mir jemand einen ungefragten Rat geben möchte, egal wie gut er es auch meinen mag. Ein Rat schlägt, pflegte mein Psychologielehrer zu sagen, denn wer ungebetene Ratschläge gibt, erhöt sich damit gegenüber dem, den er einen Rat gibt.
    Wie ich im Forum gelesen habe, bist Du auch gut im Erteilen solcher Ratschläge, kein Wunder also, wenn Du Dich mit dem guten Henry solidarisierst. So hast einem Benutzer, der sich über seine Einsamkeit in Göttingen beklagte, geraten, er solle hier nicht selbstmitleidig herum jammern, sondern die Initiative ergreifen und doch in einen Verein oder zum Lauftreff gehen. LACH. Dieser tolle Rat zeigt, dass Du keine Ahnung von der Einsamkeit hast und in Bezug auf einsame Menschen unempathisch bist. Dieser Rat gehört zu den blödesten, die es überhaupt gibt. Ich würde jedem ins Gesicht springen, der mir einen solchen Rat erteilen würde.

    Stell Dir vor, ich bin eine Meisterin der Introspektion und Selbstsezierung, also erzähle mir nichts von den internen Prozessen, die dazu geführt haben, dass mich Henrys “guter” Rat explodieren ließ, weil er einen wunden Punkt getroffen hat. Dies habe ich auch so im Blogeintrag geschrieben.
    Es ist ja sehr schön für Dich, wenn Du stets mit buddhistischem Gleichmut durch die Gegend laufen kannst, stets obercool, gefühllos und obervernünftig reagieren kannst. Es ist im übrigen auch leicht als Außenstehende das irrationale Verhalten eines anderen zu bemängeln, wenn es einen selbst nicht betrifft. Empathie bedeutet die Fähigkeit, die Welt einmal durch die Augen eines anderen sehen zu können, diese Fähigkeit scheint Dir völlig abzugehen, ist ja auch nicht schlimm, man kann ja nicht alles können. Nur höre auf, andere Menschen mit Deinen ach so gut gemeinten Ratschlägen zu malträtieren.

    Wut ist schlecht angesehen in dieser Gesellschaft, bei intellektuellen HBs vielleicht noch schlechter, und bei manchen Moralaposteln, wie sie im HB-Forum herumfleuchen am aller schlechtesten.
    Aber ich habe das Recht wütend zu sein, wenn mir jemand einen blöden Spruch reindrückt und ich habe das Recht diese Wut auc auszudrücken. Willst Du mir befehlen, was ich zu fühlen und wie ich mich zu verhalten habe? Du bist wohl nicht ganz bei Trost!
    Ich bin es leid, meine berechtigte Wut über die Versuche mancher Menschen, mich in eine normierte Schablone zu pressen, gegen mich selbst zu richten: Depression und SVV.
    Was glaubst Du wohl, warum Depression mittlerweile zur Volkskrankheit geworden ist? Na tickert es in Deinem intelligenten Kopf? Genau, weil den Menschen suggeriert wird, dass sie ihre Wut nicht ausdrücken dürfen und die aufgestauten Aggressionen schließlich gegen sich selbst richten. Depression ist eine Form von Autoaggression. Und Leute wie Du mit ihrem Gerede tragen dazu bei, dass Menschen ihre Gefühle unterdrücken als Folge Krankheiten produzieren.

    Ich bin es meiner Seelenhygenie schuldig, dass ich meine Wut artikuliere, unter anderem dazu gibt es diesen Blog.

    Wie bitte, ein Revanchefoul? Nein ganz bestimmt nicht:

    1. kann man von dem Vornamen Henry wohl kaum auf die Identität der Person schließen, zumal man nichtmal weiß, ob es sich um den Realnamen oder einen nickname handelt.
    2. Lasse ich meinen Namen nicht fein hinter der Linie, denn im Impressum ist er nachzulesen, mitsamt meiner Adresse:!:
    Schau also vorher besser nach, bevor Du solche Behauptungen aufstellst.

    Ich bin froh, dass ich meine Wut habe, denn sie hilft mir, mir nicht alles gefallen zu lassen, eben auch keine dämlichen Sprüchen unerwidert hinzunehmen. Ich kenne viele Hochsensitive Menschen, die ihre Wut zurückhalten und sich wie kleine Mäuschen ducken, weil man ihnen ihr Leben eingeimpft hat, sie dürfen ihre Wut und ihre Bedürfnisse nicht ausdrücken. Ich bin froh, dass da in meinen Adern mehr Walkürenblut fließt.

    Interessant finde ich, dass der ach so arme Henry so viel mehr Verständnis im Forum findet als ich, denn das Männchen hat es ja nur gut gemeint, während ich ein böse, arrogante Walküre bin, die kein Recht hat, sich über den guten Rat zu beschweren. Ihr redet daher wie viele Normalos da draußen, die Anpassung fordern. Von einem HB-Forum hatte ich etwas anderes erwartet, aber ein Forum ist ja nicht dazu da, meine Erwartungen zu erfüllen. Allerdings sollten sich Forenbetreiber, die schnell mit der Zensurschere schwingen, fragen, welchem Ungeist sie da aufgesessen sind.

    Natürlich lasse ich mir meine Flügel nicht von Personen wie Henry, Dir, diversen Forums-Moderatoren oder sonst jemanden beschneiden – und ich lasse das nicht zu, weil ich wütend genug bin, die Scherenschwinger abzuwehren. Leider gibt es Betroffene, die nicht wütend genug sind und künstlich verkümmert werden. Und für diese Menschen werde ich immer meine Lanze brechen und mein feuriges Schwert erheben.

    Th.O. in Zusammenarbeit mit Th.L. (das musst Du jetzt nicht verstehen)
    Walküre und Athena

  • Persephones Welt » Zensuranschlag auf mein BlogPersephones Welt » Zensuranschlag auf mein Blog sagt:

    [...] “jetzt muss ich mich doch nochmal kurz melden, weil ich gerade die geschichte über henrys und deinem schriftlichen mailaustausch auf deiner homepage gelesen habe und ich muss sagen, dass es mir NICHT gefällt. und noch etwas: du hast hier im Mitgliederbereich geschrieben, das bedeutet, dass dies ein (relativ) geschützter Bereich ist. Aus diesem Grund möchte ich dich bitten keine Inhalte, zudem auch noch verzerrt durch emotionale Beteiligungen auf deiner Homepage widerzugeben und zu interpretieren. du hast hier die Möglichkeit Stellung zu beziehen. Ich bitte dich jetzt dieses postscriptum von deiner Homepage zu löschen, weil es einen falschen eindruck auf die kommunikation dieses forums wirft, da du auch noch einen Link hierhin geschaltet hast. http://persephone.schattendings.de/2007/02/18/drama-der-hochbegabten/#more-78 “ [...]

  • PersephonePersephone sagt:

    @Toulexis:
    Habe mir gerade den Trailer angesehen, scheint ein sehr interessanter Film zu sein. Danke für den Tip, er läuft auch gerade im Raschplatz-Kino, vielleicht gehe ich rein.
    Ich frage mich auch, wenn ich mit meinem bißchen Grips schon Probleme habe, wie geht es dann erst den wirklich Hoch-IQ Menschen IQ > 140, die müssen doch alle wahnsinnig werden, aber vielleicht sind sie auch weiser als ich und haben kein Walkürenblut in den Adern :twisted:

  • RavenRaven sagt:

    Seltsam, ich habe sofort verstanden, worum es Dir ging. ;) Ich hätte mich auch geärgert, wenn jemand, der unzweifelhaft solche Defizite in der Kommunikation aufweist, stattdessen mir einreden will, ich würde alles zu kompliziert machen – oder schlimmer, ich sei zu kompliziert.

    Sorry Persephone, ich muss es wieder anhand meiner Person erklären:
    Wahrscheinlich kann ich es deshalb so gut verstehen, weil ich auch diese Wut in mir habe, bezüglich einer Reihe von Eigenschaften, bei denen mir die Umwelt auch immer suggeriert oder offen gesagt hat, ich solle dieses oder jenes tun, dieses oder jenes sein, eben mehr wie die Mehrheit, um von ihr akzeptiert zu werden, weil meine Art nicht die richtige sei. – Dabei ist meine Art erst einmal nur anders gewesen ohne jede Wertung, in vielerlei Hinsicht sogar Eigenschaften, die ich für wertvoll halte und nicht missen möchte, gilt jedoch in dieser Gesellschaft als uncool oder bestenfalls unnormal.

    Irgendwann erfährt man dann, dass man gar kein Psychokrüppel oder Versager ist – oder vielmehr zu anfang keiner war, denn heute würde ich mich als solchen bezeichnen, weil das an mir in den 3 Jahrzehnten nun mal nicht spurlos vorüber gegangen ist. (Sowohl meine soziale Phobie und damit auch das AB-Dasein als auch die chronische Schmerzstörung sind direkte und indirekte Folgen dieses Lebenslaufes, sagen die Fachleute.)

    Logische Denkprozesse und HB hin oder her, Menschen sind keine Roboter.
    Ich finde, Wut ist angesichts dessen eine natürliche und sogar berechtigte Reaktion. Besser sie richtet sich nicht mehr gegen uns selbst wie so viele Jahre lang, sondern gegen den Auslöser – und ehrlich gesagt, ist mir dann auch herzlich egal, ob er alle Hintergründe verstehen kann oder nicht. Genauso wenig wie auf unsere Gefühle Rücksicht genommen wurde bei Äußerungen dieser Art, bin ich jederzeit dazu verpflichtet die eingeschränkte Einsichtsfähigkeit meines Gegenübers mildernd zu werten.

  • ilonkailonka sagt:

    Hallo Persephone,
    da ich mich nicht daran erinnere dir erlaubt zu haben (du hast mich nicht einmal gefragt!), ob du meine Kommentare aus einem geschützten Forumsbereich hier wortwörtlich hineinkopieren kannst, fordere ich dich auf meinen Forumsbeitrag hier sofort wieder zu löschen!
    ilonka

  • PersephonePersephone sagt:

    @Raven:
    Du hast alles wieder treffend beschrieben. Danke, dass Du mich verstehst. Ich hatte ja gehofft, dass es im Forum mehr Personen gibt, die mich verstehen, weil sie ähnliche Erfahrungen wie wir beide gemacht haben, welche für unerkannte HBs ja nicht ungewöhnlich sind. Doch wie ich aus meiner finalem Recherche im Forum schließe, sind rebellische Gemüter dort nicht gerne gesehen, schon gar nicht Personen, die sich auch mal über die Blödheit der Normalos beschweren. Da wird schnell der morlische Zeigefinger erhoben und gemahnt, man dürfe nicht so arrogant sein und sich auf seinen IQ nichts einbilden. Nur merken die Moralisten nicht, wie arrogant sie selbst sind. Es geht nicht darum, ständig herum zu laufen und zu prahlen wie toll, begabt und intelligent wir doch sind, das tun wir sowieso nicht, zumal unser Selbstwertgefühl einen starken Knacks hat. Nur sehe ich es nicht ein, still zu halten, wenn mir die Blödheit ins Gesicht springt und mir von den Dummen auf der Nase herumtanzen zu lassen. :twisted:

    Wäre ich wirklich überheblich, dann hätte ich Henry in meiner Abschiedsmail geraten, einen Alphabetisierungskurs zu besuchen. Das habe ich natürlich nicht getan, weil ich nicht von jedem eine Schreibbegabung erwarten kann und nicht jeder Mensch Wert auf einen guten schriftlichen Ausdruck legt. Umgekehrt hat mir aber Henry geraten, meinen Ball in Zukunft flach zu halten.
    Und nun wird Henry in Schutz genommen und ich werde per Zensuranschlag aus dem Forum getrieben. Hä – da schwindelt es mir, was ist denn das für eine verdrehte Welt.:!:
    Der Planet der Bekloppten und Bescheuerten hat auch das Forum infiziert. :shock:

  • PersephonePersephone sagt:

    @Ilonka:

    Na Ilonka, bist Du mal wieder auf Zensoren-Tour, das scheinst Du ja besonders gut zu können. Allerdings hast Du den Kommentar zum falschen Blog-Eintrag geschrieben, denn ich zitiere Dich nicht hier sondern im folgenden Blog-Bericht, aber das nur am Rande.
    Komme mir nicht immer mit Deinem geschützen Bereich, als wäre dieser Bereich super geheim und nur eingeweihten Adepten zugänglich. Es kann sich doch eh jeder registrieren und den zensorischen Ungeist im Forum durchlesen. Ich tue Dir gernde den Gefallen, kürze Deinen Text, und behalte nur das Wesentliche als Zitat.

  • Anonymous sagt:

    Persephones Welt » Zensuranschlag auf mein Blog sagt:
    20. Februar 2007 um 22:02

    unter diese Überschrif hast du meine Orginal-Worte kopiert und mir ist es völlig wurscht unter welchem Blog oder sonstwas. Ich zensiere hier nichts, sondern möchte, dass du meine Grenzen respektierst, das heißt, meine Beiträge nicht ungefragt und ungewüscht irgendwo veröffentlichst. Hast du schon mal etwas vom Recht am eigenen Wort gehört?
    ilonka

  • PersephonePersephone sagt:

    Huch: Anonymous erscheint hier mit meinem Avatar-Bildchen, deshalb zur Klarstellung: Anonymous bin nicht ich, sondern Ilonka aus besagtem Forum.

    @Ilonka Anonymous
    Ja Herr/Frau Oberlehrer, ich habe schon vom Recht am eigenen Wort gehört. Um der Form genüge zu tun, auf die Du so viel Wert legst, habe ich nun alles brav mit Quellenangabe versehen und mache von meinem Zitatrecht gebrauch, wie es im Meinungsstreit zur Anwendung kommt.

  • RavenRaven sagt:

    @Persphone: Puh, da hast Du mir fast schon einen Schrecken eingejagt. Nicht, dass noch jemand aus Rache Dein Blog gehackt hat. ;) Aber nein, die Datensätze in der Datenbank sind alle einwandfrei, ich habe die Ursache für die Avatarverwirrung im Quellcode des Plugins gefunden:
    Ich nahm bisher an, das Avatar-Plugin schaut nur nach den User-IDs. Es wählt das Bild aus dem Avatar-Ordner aus, dessen Dateiname der User-ID entspricht. Wenn man nicht registriert und eingeloggt ist, ist letztere bei Kommentaren immer 0, und Bilder mit diesem Namen kann es nicht geben, weil es keinen User mit der ID 0 gibt.
    Zusätzlich aber nimmt es an, dass ein Kommentator, der als “Anonymous” postet oder gar einen leeren Namen hat, der Autor des Blogeintrages ist. (Frag mich nicht, woher es diese Schlussfolgerung nimmt. :roll:)
    In meinem Blog ist das auch so, allerdings haben bei mir bisher immer nur Leute kommentiert, die so höflich waren, ihren Namen zu hinterlassen. Wobei Du auch die Unwilligen dazu zwingen kannst unter “Einstellungen -> Diskussion -> Bevor ein Kommentar erscheint… [ ] muss der kommentierende Autor Name und E-Mail-Adresse hinterlassen”.
    Lange Rede, kurzer Sinn, ich habe das sicherheitshalber abgeändert. Wer jetzt aus welchen Gründen auch immer nicht einmal einen Nick hinterlassen möchte, bekommt dieses tolle Fragezeichen da oben als Avatar verpasst. :twisted:

    (Ich bin mal so frei, und klopfe mir selbst auf die Schulter dafür, dass ich den Fehler trotz meines seit Tagen dröhnenden Schädels, Überlebenskampf im IKEA gerade mit anschließender Schlepperei und nervenden XSLT/XPath-Lehrgang noch relativ schnell gefunden habe. :mrgreen:)

    Und verrate mir bitte mal irgendwann, wie Du die Trackbacks auf Deine eigenen Einträge setzt…:shock: Ich verlinke bei mir auch ständig quer, aber automatisch passiert das nicht.

  • PersephonePersephone sagt:

    @Raven:
    Danke für die Korrektur der Avatar-Bild Verwirrung.
    Es würde mich ehrlich gesagt nicht wundern, wenn mein Blog aus Rache gehackt würde, offenbar bin ich ein gefährliches, subversives Element :mrgreen:
    Ich werde die Kommentare jetzt so einstellen, dass man Name und e-mail Adresse hinterlassen muss, damit Kommentatoren wenigstens etwas Farbe bekennen müssen und nicht wirr herumschreiben.
    Ich habe keine Ahnung, wieso ich ständig einen Trackback bekomme, wenn ich mich selbst verlinke, eigentlich finde ich das eher lästig :roll: Offenbar war da irgendwas in meiner wordpress Version voreingestellt.

    Ach Du arme, mal wieder schlimme Schmerzen und immer noch Einzugsstress. :sad:

  • RavenRaven sagt:

    Hmm, eigentlich müsstest Du für dieTrackbacks sowohl einen Link im Eintrag A auf einen anderen Eintrag B setzen als auch in das Trackback-Feld von Eintrag A beim Verfassen die Trackback-URL von Eintrag B eintragen. Das passiert ja nicht versehentlich. ;)

    Ich schätze daher, es ist ein automatischer Pingback (Erklärung dazu und zu Trackbacks siehe hier). Den könntest Du vermeiden, indem Du Pings und Trackbacks für den jeweiligen Eintrag nicht erlaubst. Allerdings kann Dich dann auf die Art auch niemand anderes referenzieren.

    Bei mir ist das vermutlich nicht aufgetreten, weil ich in der Regel die Option “Trackback/Pings erlauben” auf der Arbeitsseite deaktiviert lasse, schon wegen der vielen geschützten Einträge.

  • PersephonePersephone sagt:

    @Raven: Ich werde einfach alles so lassen, wie es ist. Diese Pingbacks brauche ich zwar nicht unbedingt, aber ich möchte der Welt die Gelegenheit geben, mich zu referenzieren :mrgreen:

    @Ilonka: Mir ist noch etwas eingefallen. Du sagst, Du möchtest, dass man Deine Grenzen respektiert, dieser Wunsch ist verstänlich und ist genau der Punkt, um den es in unserer Auseinandersetzung ging. Indem Du mich aufgefordert hast, eine Bemerkung aus meinem Blog zu löschen, hast Du meine Grenzen massiv verletzt, deshalb bin ich auch so abgegangen, weil ich darauf aus biographischen Gründen sehr allergisch reagiere.

  • PersephonePersephone sagt:

    WAR IS OVER – THE DAY IS MINE

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