:(Und BTW, nachdem ich gerade stundenlang das Internet nach Beihilfe-Informationen abgeklappert habe, habe ich mich wieder etwas beruhigt. Vielleicht muss ich mich finanziell vielleicht doch nicht völlig ruinieren.)
]]>Ich gehöre zu der Abart dieser Spezies Mensch, die sogar manchmal die so oft angeratenen Bewerbungstrainings erteilt.
Es gibt Techniken, es gibt Hinweise, es gibt Beispiele, Ratschläge und all dergleichen. Unterm Strich muss ich ganz ehrlich bekennen: All das hilft auch nur dem Typus Mensch, der lediglich eine Initialzündung brauchte, um sein Repertoire an Bewerbungsfähigkeiten nach außen zu bringen.
90% aller Trainierten wären schlichtweg besser damit aufgehoben, bescheuerten Job-Interviews, die stressen und verunsichern sollen, einfach die kalte Schulter und den MIttelfinger zu zeigen und sich einigermaßen ruhig so zu geben, wie sie sind.
Deswegen: Zwei Daumen hoch für dich, liebe Persephone.
Ich wäre ja gerne dabeigewesen ^^ besonders Teampakete solcher Interviewstresser sind herrlich durch eine gewisse Eigenautorität (Ausstrahlung, Auftreten, Selbstsein, whatever) aus der Ruhe zu bringen. (Pentagramm LOL LOL LOL ich sehe vor mir förmlich die nervös zuckenden Augenbrauen des Vergilbten)
Anhängsel: Gerade bei Interviewleitern, die ansonsten eine völlig andere Arbeit verrichten, tritt meistens einfach das geile Machtgefühl zu Tage, jetzt mal über das Schicksal eines anderen richten und ihm eins mit der verbalen Bratpfanne überziehen zu können. (ich denke hier an Mme Professorin.)
Gute Bewerbungsgesprächsdingensbumensleute (neudeutsch meist “social resources manager”) sind in aller Regel nett, leise und ehrlich freundlich.
Und ähnlich selten wie ein Schneemann in der Wüste.
zwei Kapitel Sinaria-Roman sind so eben durch den Äther an Herrn Lektor unterwegs. Ich danke Dir sehr für Deinen Tritt in den Hintern
Ja Du hast Recht, ich will diese Jobs gar nicht wirklich. Diese ganzen Bewerbungen haben nur Alibifunktion fürs Arbeitsamt und sind eine Beugung vor den materiellen Zwängen – doch es versetzt mich fast in Panik, wenn mir einer einen Job anbieten will.
Ja ein Promille von Mme Rowlings Einkünften wären mehr als genug, geht mir auch gar nicht um Ruhm, nur um ein bescheidenes Einkommen, damit mir die Muggleworld endlich am Arsch vorbei gehen kann :mrgreen:
ICH SCHAFFE ES :!:
I couldn“t do it without you, thank you so much :oops:
Das Hauptproblem scheint mir aber ein ganz anderes zu sein, denn es scheint, als ob Du die angebotenen Jobs eigentlich gar nicht willst. In Deinem Beitrag ERWERBSARBEIT VERSUS BERUFUNG schreibst Du ja unmissverständlich: ” Ich identifiziere mich nicht mit dem Dasein als Bürokraft und möchte nicht zu dieser Gruppe gehören, weil mein authentisches SEIN ein anderes ist und viel Leid aus dem Zwang zu einer unauthentischen Existenz erwächst.” Das bleibt Deinen Gesprächspartnern im Bewerbungsgespräch sicherlich nicht nicht verborgen. Ja verdammt nochmal, dann werde doch endlich Schriftstellerin. Da kannst Du auch Deine Kenntnisse und Fähigkeiten als Biologin, Lehrerin, Seelenführerin und Kostümschneiderin einsezen. Das Zeug dazu hast Du! Eine Passage wie diese könnte ohne weiteres einen Roman oder eine Kurzgeschichte eröffnen, in der die Heldin, nennen wir sie Siphonia, ihrem Leben eine neue Wendung gibt:
“Am 20. Dezember machte sich Siphonia auf den Weg zu einem seltenen Ereignis: einem Vorstellungsgespräch! Die Sonne war noch nicht aufgestanden, als sie sich an diesem finsteren Wintermorgen gegen 08:00 den Weg zum Hauptgebäude der Unviersität bahnte. Das sogenannte Welfenschlößchen konnte es äußerlich mit den traditionsreichen College-Bauten in Cambridge aufnehmen, doch die schöne Verpackung täuschte, innerlich erwies sich der Bau funktional, kalt und und modern. Zwei Stockwerke musste sie ihre Körpermasse hinauf wuchten, bis sie japsend den sterilen, leblosen, ästhetikfreien Trakt des Mathematischen Insititutes betrat. Um eine Stelle als Verwaltungsangestellte hatte sie sich hier beworben und war überrascht, dass sie es bis zu einem Vorstellungsgespräch geschafft hatte.”
Die vergilbten Methematiker (herrlich!) geben der Dame den Rest, so dass die Story ihren Lauf nimmt… Wann werden wir sie endlich zu lesen bekommen? Wenn Du mit der Schriftstellerei auch nur 1 Promille von dem verdienst, was eine Mrs. Rowling verdient hat, kann Dir die Muggle-Welt doch den Buckel runterrutschen.
Ja ich weiß, da ist noch ein klitzekleines Hindernis (”lebensmüde, so müde von den Einzelkämpfen, so müde…”). Deshalb wünsche ich mir und allen Leseratten der Welt ganz uneigennützig
für das neue Jahr, dass die Götter Persephone mit Energie und Lebensfreude ausstatten, auf dass ihre Fähigkeiten und Talente nicht länger unentdeckt und ungenutzt in den dunklen Verliesen des Hades verkümmern. Happy new year!
Da solche Situationen sich auch in Bewerbungsgesprächen ereignen können, wo ansonsten die Chemie stimmt, wäre vielleicht ein Bewerbungstraining für Dich sinnvoll, in dem der Umgang mit derartigen “Standardsituationen” geübt wird. Bietet die Bundesagentur bzw. das Jobcenter nicht sogar die Kostenübernahme für solche Trainings an?
Liebe Grüße
Toulexis
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