Persephone kann sich derzeit leider nicht selbst um ihr Blog kümmern.
Ihr geht es auf Grund ihrer Krebserkrankung sehr schlecht.
Nach einer weiteren schweren Operation im November wegen Komplikationen mit dem Darm und Aufenthalt auf einer Palliativstation über den Jahreswechsel wegen starker Schmerzen ist sie nun wieder zu hause und wird dort von einem ambulanten Pflegedienst betreut.
Leider muss sie inzwischen künstlich per Infusion ernährt werden, da sie nach der Legung des künstlichen Darmausgangs einen erneuten Darmverschluss hat, und auch eine Magensonde wegen ständigen Erbrechens blieb ihr nicht erspart. Dank einer Schmerzmittelpumpe mit Morphium hat sie zumindest keine Schmerzen, ist aber meist sehr müde.
Seit wenigen Wochen macht sie wieder eine Chemotherapie. Wir hoffen, dass diese anschlägt und sich ihr Zustand noch einmal bessert.
- Raven
(im Auftrag von Persephone, wo ich gerade zu Besuch bin)
Wer hätte das gedacht? Das allerwichtigste Kriterium ist natürlich das Krankheitsstadium bei der Erstdiagnose, gefolgt von dem nach der Primär-Operation verbleibenden Tumorrest.
So, jetzt aber alles von vorne bis hinten.
Es ist logisch, dass Eierstockkrebs im Frühstadium ein ungleich bessere Prognose hat als der Krebs im Spätstadium.
Dies läßt sich an den berühmten Fünf-Jahres-Überlebensraten zeigen.
entnommen: www.ago-manual.at
Die Zahlen unterscheiden sich allerdings gerade in den Spätstadien III und IV je nach Quelle erheblich. Früher hatte ich für Stadium IV nur Überlebensraten von 0-5% gefunden. Durch wirksamere Chemotherapien haben sich die Raten in den letzten Jahren erheblich verbessert. Wer seinen Krebs fünf Jahre überlebt hatte, galt früher als geheilt. Ist das heute noch sinnvoll? Die Überlebenszeit hat sich verlängert, so dass frau vielleicht fünf Jahre überlebt, aber am Ende nach sechs, sieben oder mehr Jahren doch vom Krebs aufgefressen wird.
Je kleiner der Tumorrest nach der Erstoperation ist, desto besser ist die Prognose, denn die folgende adjuvante Chemotherapie kann bei kleinen Tumorresten leichter zu einer Totalremission führen.
Wie in der Schulmedizin üblich wird der verbliebene Rest je nach Größe eingeteilt.
Wobei man zu R1 sagen muss, dass ein Tumorrest unter 1cm nochmal viel günstiger ist, als ein Rest zwischen ein und zwei cm.
In den FIGO-Stadien I und II wird fast immer R0 erzielt. In den Stadien III und IV ist das nicht immer möglich, da sich Metastasen wie kleine Parasiteneier zahlreich über die ganze Bauchhöle ausgebreitet haben.
Wichtig ist hier, unter dem Skalpell eines erfahrenen Chirurgen zu bluten.
Patientinnen, die bei der Erstdiagnose unter 50 Jahre alt waren, zeigen eine bessere Überlebenszeit als ältere Patientinnen. Bei hohem Alter über 80 Jahre sinkt die Überlebenszeit naturgemäß noch weiter.
Auch der Allgemeinzustand gewährt einen prognostischen Blick auf die Überlebenszeit. Er wird in der Medizin als Karnofsky-Index gemessen, der beschreibt welche Aktivitäten noch möglich sind bzw. welche Einschränkungen vorliegen.
Der Karnofsky-Index reicht von 100% (keine Beschwerden, alle Verrichtungen möglich) in zehn Prozent-Schritten hinab bis sich bei 0% die Pforten des Hades hinter dem Patienten geschlossen haben.
Bei einem Index unter 70% zeigt sich eine signifikant reduzierte Überlebensrate. (Thigpen, 1993).
Eine nicht unwesentliche Bedeutung kommt der Aszitesmenge vor der Primär- oder einer Rezidiv-Operation zu.
Aszites bildet sich, wenn durch die Peritonealkarzinose die Abflüsse für Körperwasser in der Bauchhöle verstopft werden.
Korreliert eine große Aszitesmenge mit einer besonders ausgeprägten Peritonealkarzinose? Darüber geben die Quellen keine Auskunft, obwohl man es sich denken könnte.
Fakt ist, dass Patientinnen mit einer Aszitesmenge von größer 500ml eine schlechtere Prognose haben als solche mit Aszites unter 500ml. Am besten sieht es bei jenen Frauen aus, die gar keine Aszites haben.
Es gilt wohl, je mehr Wasser im Bauch herum schwappt, desto schlechter sieht es aus.
Der hier beschriebene Eierstockkrebs geht von den Epithell-Zellen aus. In seltenen Fällen geht der Krebs von den Keimzellen oder vom Keimstrang-Stroma aus.
Beim epithelialen Eierstockkrebs unterscheidet man histologische Subtypen:
Am häufigsten findet man serös-papilläre Tumoren, gefolgt von den musinösen Tumoren.
Muzinöse Tumoren gehen von schleimbildenden Zellen aus, serös-papilläre Tumorzellen gewanden sich in flüssigkeitsgefüllte Hohlräume.
Es ist umstritten ob der histologische Typ überhaupt einen Einfluss auf die Prognose hat. Doch finden sich im Internet einige Arbeiten, die das zu belegen scheinen. Allerdings habe ich widersprüchliche Aussagen dazu gefunde.
So schreibt Ionela Cristina Privulescu in ihrer Dissertation an der Charité Berlin:
Klarzellige und muzinöse Tumoren weisen eine signifikant ungünstigere Prognose auf als die serös-papillären [...]
Beata Magdalena Morys hat in ihrer Dissertation am Krankenhaus Friedrichshain genau das Gegenteil heraus gefunde. In ihrer retrospektiven Arbeit haben Betroffene mit muzinösen Tumoren eine Fünf-Jahres-Überlebensrate von 66% gegen 46% bei serösen Zellen.
Dies bestätigt sich in der Dissertation von Petia Stoykova Lazarova an der Uni-Klinik Ulm. Laut ihren Daten aus dem Krebsregister München zeigen Patientinnen mit muzinösen Subtyp ein Zehn-Jahres-Überleben von 51% auf, während bei serös-papillärer Histologie der Wert nur 27% beträgt.
Deshalb schließe ich mich den beiden letzteren Damen an.
Mehr Einigkeit herrscht über die Bedeutung des Grading für die Prognose. Wobei das Grading in den Frühstadien eine bedeutendere Rolle spielt als in den Spätstadien.
Gesunde Körperzellen haben sich ihren Aufgaben entsprechend hochdifferenziert. Epithellzellen bilden eine schützende Grenze um die Ovarien oder andere Organe herum. Es gibt Zellen, die Hormone sezernieren, es gibt Muskelzellen, Osteoklasten und Osteoblasten in unseren Knochen und sehr vieles mehr.
Allen gemein ist es, dass sie sich in das große Ganze des Organismus einfügen und kontrollieren lassen und dafür die potentielle Unsterblichkeit der Ur-Zelle aufgegeben haben.
Bösartige Tumorzellen zeichnen sich nun dadurch aus, dass sie sich zu einer undifferenzierten Zelle zurück entwickeln, sich nicht mehr kontrollieren lassen, hemmungslos wachsen und ihren ursprünglichen Aufgaben nicht mehr nachkommen. Durch ihre Verbreitung im ganzen Körper zerstören sie gesundes Gewebe, bis das ein oder andere lebenswichtige Organ seinen Aufgaben nicht mehr nachkommen kann und der Leib stirbt.
Es gilt also die Regel: Je undifferenzierter eine Krebszelle ist, desto bösartiger ist sie.
Natürlich haben die Pathologen auch hierfür eine Einteilung entwickelt.
G3 und G4 werden meist zusammengefasst, da es ein vierstufiges und ein dreistufiges Grading gibt. Die Pathologen konnten sich hier nicht so ganz einigen.
Bei vielen, wenn auch nicht bei allen Patientinnen zeigt sich eine präoperative Tumormarker-Erhöhung, der dann zur Verlaufskontrolle der Chemotherapie und später zur Nachsorge gute Dienste leistet.
Über die Grenze, die gesund von krank scheidet, gibt es mal wieder verschiedene Ansichten.
2007 kennzeichneten meine Laborblätter einen erhöhten Wert erst ab 65U/ml. Ein Jahr später hatte man die Grenze auf 45U/ml gesenkt, am weitesten verbreitet ist jedoch ein Grenzwert von nur 35U/ml.
Wie dem auch sei, stark erhöhte CA-125-Werte korrelieren mit einer schlechteren Prognose. Gerne wird die Latte, die gut und schlecht von einander trennt, bei 100U/ml gesetzt.
Eine weitere prognostische Rolle könnte der Abfall des Tumormarkers während der Chemotherapie spielen. So findet sich bei ago-manual.at der Hinweis, eine Reduktion von CA-125 auf einen Wert unter 10U/ml nach den ersten drei Zyklen Chemotherapie sei günstiger als ein geringeres Absinken auf 10 bis 35U/ml.
Weitere molekularbiologischen Faktoren werden zur Zeit erforscht, da bei mir aber keiner dieser Werte bestimmt wurde und sie daher nicht in meine Prognose einfließen können, werde ich nicht näher darauf eingehen.
Hier folgt die Auflistung meiner Prognose-Faktoren, unterteilt nach guten und schlechten Faktoren. Je nach Schwere oder Bedeutung eines Faktors für das Gesamtbild vergebe ich entweder ein minus oder plus – oder zwei minus oder plus.
Wie das ganze dann in eine wahrscheinliche Überlebenszeit umgerechnet werden kann, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob es so eine Formel überhaupt gibt. Ich habe lediglich die statistische Kaplan-Meier-Methode gefunden, bei der es jedoch um die Überlebenskurve eines Patienten-Kollektivs geht. Vielleicht wägen Ärzte einfach nur ihre Erfahrungswerte gegeneinander ab, wenn sie einem Patienten eine Prognose sagen, was sie meistens sowieso nicht gerne tun.
Man lebt eben so lange wie man lebt und freut sich darüber, der Statistik ein Schnippchen zu schlagen.
| Faktor | positiv | + | negativ | - |
| Krankheitsstadium | FIGO IV | – | ||
| Tumorrest nach OP | R1 < 1cm | + | ||
| Alter | 39 | ++ | ||
| Allgemeinzustand | 70-90% | ++ | ||
| Aszitesmenge | mehrere Liter | – | ||
| Histologie | serös-papillär | - | ||
| Grading | G3 | - | ||
| CA-125 präoperativ | 2868 U/ml | - | ||
| CA-125 Absinken unter 10 nach 3x Chemo |
nein | - | ||
| Ergebnis | 5 + | 8- |
Acht zu Fünf für die schlechten Faktoren, was wohl auf einen Mittelweg hinweist. So ist es kein Wunder, dass schon nach zwölf Monaten das erste Rezidiv kam, obwohl die primäre Chemotherapie doch so gut angeschlagen hat und sich der Tumormarker CA-125 bereits nach einem Zyklus bei 30U/ml normalisiert hatte. Aber unter 10U/ml lag der Wert erst nach fünf Zyklen und bei der diesjährigen Rezidiv-Chemotherapie pendelte sich der Wert nach fünf Zyklen bei 11,6U/ml ein.
Dissertation von Beata Magdalena Morys, 2004, Charité Berlin
Dissertation von Ionela Cristina Pirvulescu, 2007, Charité Berlin
Dissertation von Petia Stoykova Lazarove, 2008, Uni-Klinik Ulm
Ago Austria
Karnofsky-Index
Endlich, am 17.März, bekam ich die fünfte und letzte Infusion. Normalerweise werden sechs Zyklen gegeben, aber noch eine Infusion mehr, hätte ich nicht ausgehalten und wie schon beim erstenmal 2007 hatte die Chemotherapie bei mir sehr gut angeschlagen. Wie um mich in meiner Entscheidung zu bestätigen, verlief die letzte Chemo mit Komplikationen.
Der 2007 für die Infusionen unterhalb meiner Clavicula eingesetzte Port funktionierte nie richtig und ist schon seit dem Ende der ersten Chemotherapie unbrauchbar verstopft. Deshalb musste alle Infusionen der zweiten Chemo direkt in meine Armvenen gegeben werden. Man kennt das ja von den Junkies, ziemlich schnell sind die Venen kaputt gestochen, vernarbt und weigern sich, weiter malträtiert zu werden.
So stocherte die Arzthelferin in drei verschiedenen Armvenen herum, bis sie ihre Kanüle endlich untergebracht hatte. Früher war ich beim Venenanstechen nicht so empfindlich, aber mittlerweile ist es mir zum Graus geworden.
Wie sich dann zeigte, tröpfelte die Infusion im Schneckentempo in meine Ader hinein. Als ich deshalb die Klammer am Schlauch, die die Geschwindigkeit reguliert, auf Maximum aufdrehte, wurde ich von der Seite angemacht. Ein alter Patient warnte mich, ich solle es nicht so schnell laufen lasse. Als ich erwiderte, dies sei wohl meine Sache, antwortete er: „Finden sie?“. Hä, wessen Sache soll es denn sonst sein! Der Gipfel war, dass meine Infusion voll aufgedreht immer noch viel langsamer tropfte als seine.
Die Schwester rüttelte ein paar mal als Beschleunigungshilfe an meinen Schläuchen. Ich will einfach so schnell wie möglich diese Giftdusche hinter mir haben und habe nicht die geringste Geduld dabei.
However, schließlich war der Spuk vorbei und ich schaute noch bei meinem Doc vorbei. Mittlerweile kennt er mich mit Namen, was bei der Patientenfülle nicht selbstverständlich ist. Nach nur drei Zyklen war der Tumormarker CA-125 auf 25 geschrumpft (Ausgangswert 2150). Neuere Werte lagen noch nicht vor.
Schulmedizin assoziiere ich mittlerweile mit zerstochenen Venen und vor allem Übelkeit. Ich hatte eine psychogene Übelkeit entwickelt. Wenn ich durch einen Gegenstand an den Chemo-Tag erinnert wurde, stach mir eine latentes Übelgefühl in den Magen.
Noch war nicht alles vorbei. Am 01.April musste ich zur Computer-Tomographie. Würg, das bedeutete wieder einen Liter Kontrastmittel trinken, wovon mir immer schlecht und schummerig wird. Eine Stunde habe ich Zeit, um die Salzbrühe in mich hinein zu würgen. Diesmal musste ich noch beinahe eine weitere Stunde warten, bis ich endlich zur Untersuchung gebeten wurde. Wieder wurde in meinen Venen herum gepiekst, um mir ein weiteres Kontrastmittel zu spritzen, es war furchtbar.
Zu Beginn der zweiten Chemotherapie hatte ich noch herrliche Venen, welche die Arzthelferin als Kabel bezeichnete, weil sie schön dick und treffsicher waren. Diese Zeiten sind vorbei.
Die Radiologin, welche die CT durchführt, ist sehr freundlich. Ich fühlte mich geschmeichelt, als sie mir sagte, sie könne sich an mich erinnern. Ich sei ihr durch meine Kleidung und mein Gesicht aufgefallen. Ja, ja, ich hinterlasse oft einen bleibenden Eindruck. Das ist mir wichtig, denn wenn man nicht gesehen wird, ist es, als ob man nicht existiere.
Wenn der Kampf mit dem Kontrastmittel nicht wäre, der übrigens nur bei der Aufnahme des Abdomens gefochten werden muss, wäre eine CT eine lustige Sache. Man liegt mit dem Kopf auf einem weichen Kissen auf einer Art Bahre, die dann unter das kreisförmige Gerät geschoben wird. Während der Untersuchung muss man mehrmals die Luft anhalten und schon ist es vorbei.
Die Besprechung des Ergebnisses bei meinem Onkologen war am 03.April.
Schon wieder wurden meine Venen gequält. Wenigstens wird beim Blutabzapfen nicht so tief gestochen. Noch immer habe ich ein Hämatom in der Armbeuge davon.
Mein Doc freute sich darüber, mir die gute Nachricht überbringen zu dürfen, dass die Metastasen (makroskopisch) verschwunden sind. Sowohl die Tumoren in der Leber als auch im Becken und selbst der 4cm Knollen an meinem aufsteigenden Dickdarm waren nicht mehr nachweisbar.
Der Tumormarker betrug nach dem vierten Zyklus nur noch 13.
Dies sei ein ungewöhnlich guter Verlauf, meinte der Doc. Ich bemerkte: „Offenbar will das Universum, dass ich noch eine Weile lebe“. Er fragte mich, ob ich nach sechs oder acht Wochen wiederkommen möchte? Nach acht Wochen bitte, da hat er gelacht. Nach der ersten Chemotherapie waren die Untersuchungsabstände noch vierteljährlich, offenbar wird das Kontrollnetz nach einem Rezidiv engmaschiger, weil das Risiko eines weiteren Rezidivs höher ist und die Rezidive schneller aufeinander folgen.
Zum Schluss verabschiedete er sich mit den Worten: „Ich wünsche Ihnen noch viel Spaß im Universum“.
In der Tat habe ich gerade keine Zeit für Gevatter Tod und muss noch einiges Erledigen. Wie schnell der Krebstod kommen kann, zeigt das Beispiel des englischen Medienstars Jade Goody, die bereits ein halbes Jahr nach ihrer Diagnose an Gebärmutterhalskrebs starb.
Während der Chemo-Zeit war an Roman schreiben nicht zu denken. Ich war völlig blockiert. Ich bin froh, dass ich es in mühsamer Kleinarbeit fertig gebracht habe, mein Kostüm für die FedCon zu schneidern.
Dank meines Kontaktes zu Ulrike gibt es zwei Projekte, in die ich mein Herzblut fließen lassen kann. Das motiviert mich sehr und ein Kreativitätsschub bringt meinen dicken Hintern endlich wieder in die Gänge, nicht zu vergessen, ihr Knoblauch-Zitronen-Wundertrunk, der mir das Gift aus den Leibhöhlen putzt und mich wieder munter macht. Endlich wird mein planetenreiches zehntes Haus gebauchpinselt, welches danach lechzt, sich in der Öffentlichkeit zu profilieren.
Ich möchte mit Ulrike eine Gruppe für kreatives Schreiben gründen. Es ist auch schon alles in die Wege geleitet. Als Plattform dient uns der Mörfelder Frauentreff. Wir haben gemeinsam ein Plakat entworfen, das nebst Pressemitteilung in den nächsten Tagen in der Öffentlichkeit auftauchen wird. Bereits am 20.April veranstalten wir einen Infoabend. Meine größte Angst ist, dass keine Interessentinnen kommen, auch wenn jeder meint, diese Angst ist unbegründet.
Ich werde natürlich noch genauer darüber in einem eigenen Blogeintrag berichten.
Bei dem zweiten Projekt handelt es sich um eine Feier an Walpurgisnacht. Es ist doch mal wieder so: ich will Walpurgisnacht feiern, aber es gibt in der Gegend kein Hexenfest. Da hilft nur selber machen. Mein Vorschlag ist beim Frauentreff auf fruchtbaren Boden gefallen. Ich werde einen kurzen Vortrag halten, Räuchern, ein Ritual durchführen und mit den Frauen tanzen. Alles natürlich im Gala-Hexenoutfit nebst Hut und Besen. ![]()
Auch dazu mehr in einem extra Eintrag.
Direkt an Walpurgisnacht schließt sich vom 01.bis 03.Mai die FedCon an, für die ich die Choreographie für einen höfischen Tanz, den Raven und ich beim Kostümwettbewerb aufführen werden, gestalten will.
Also, mein Rendezvous mit Gevatter Tod muss ich um etliche Zeit verschieben, ich bin gerade mit Leben beschäfftigt.
]]>Chemotherapie
Der dritte Chemo-Zyklus am 20.Januar ging schnell und problemlos über die Bühne. Die Infusionen dauerten nur knapp über zwei Stunden. Danach hatte ich noch einen Termin beim Onkologen, um endlich meinen Tumormarker zu erfahren.
Nach zwei Chemo-Zyklen war der Maker CA-125 von 2150 auf ca. 120 gefallen. Das ist ein ungewöhnlich tiefer Fall, den Dr. G. als sensationell bezeichnete. 120 ist zwar immer noch ein erhöhter Wert, aber ich gehe davon aus, das die weiteren Zyklen den Wert gegen Null tendieren lassen.
In diesem Zusammenhang ärgere ich mich um so mehr, dass ich mich während der ersten Chemotherapie 2007 mit Paclitaxel quälen ließ. Ich hatte hier im Blog schon mal erwähnt, dass ich im Internet einen Artikel gefunden habe, der die Überlegenheit des Goldstandards Paclitaxel und Carboplatin gegenüber Carboplatin mono bei der Primärbehandlung des Ovarialcarzinoms anzweifelt. Ich bin davon überzeugt, dass damals eine Monotherapie mit Carboplatin ein genauso gutes Ergebnis erbracht hätte, wie die Kombination. Dann hätte ich mir schreckliche Wochen und den Haarverlust ersparen können.
Damals konnte ich es nicht besser wissen. Aber man sieht an diesem Beispiel, dass vor allem die Pharmaindustrie von der schulmedizinischen Krebstherapie profitiert, denn gerade Paclitaxel ist ein besonders teures Zytostatikum.
Ich sagte Dr.G, ich wolle ab sofort eine vierwöchige Pause zwischen den Infusionen, offiziell
damit ich nicht wieder umsonst komme, weil die Blutwerte zu schlecht, in Wirklichkeit, weil ich mehr Zeit haben will, in der es mir gut geht, bis mich das Gift wieder aufs Krankenlager wirft.
Endlich bekam ich Medikamente gegen Übelkeit verschrieben. Bisher hatte ich noch von den MCP-Tropfen aus 2007 gezehrt. Diese Tropfen gab es jetzt auch wieder, aber als ich mich über die schwache Wirkung beklagte, zückte der Doc noch ein paar andere Medikamente aus dem Giftschrank: Vomex Retardkapseln und Enemd.
Vomex ist nicht verschreibungspflichtig, daher musste ich es in der Apotheke selbst bezahlen. Für die MCP-Tropfen ist eine Zuzahlung von fünf Euro fällig und nur drei Kapseln Emned kosten über 90€, so dass ich 9€ dazu zahlen musste, ein teurer Medikamentenspaß, den ich mir kaum leisten kann.
Emned wird bei der kommenden Chemo am 17.Februar zum Einsatz kommen. Eine Stunde vor der Chemo muss ich die erste Kapsel schlucken und jeweils eine an den darauf folgenden Tagen.
Wahrscheinlich werde ich wie beim letztenmal fünf Zyklen über mich ergehen lassen.
Nach den vier üblen Tagen ging es mir in den vergangenen Wochen ganz gut – inklusive einiger seelischen Krisenmomente und schlaffen Tagen.
Immerhin habe ich fleißig an meinem Centauri-Kleid gearbeitet, vor allem Perlen und Roccailes gestickt.
Und dann wurde ich meinem Prinzip untreu und habe ich vom Feind verführen lassen. Oh mon dieu ist das peinlich.
Nordic Walking
Ja tatsächlich, seit drei Wochen betreibe ich Nordic-Walking und das allerschlimmste ist, es macht mir auch noch Spaß.
In meinem Roman „Lipofilia“ gibt es noch eine gnadenlose Persiflage auf diese Waffe der Fitness-Zuchtmeister und stakse ich höchstselbst mit den Langlaufstöcken durch die Gegend.
Nein, eine Gehirnwäsche war nicht schuld, ich beuge mich auch nicht vor der penetranten Sport ist geil Indoktrination der Medien.
Das ganze kam so: Ich traf auf der Straße die sehr sympathische Frau M., eine entfernte Nachbarin, ehemalige Grundschullehrerin, ökologisch, Mama von drei entzückenden Hunden. Bei einer ähnlichen Begegnung früher hatte ich ihr schon von meinem Krebs erzählt und brachte sie nun auf den neusten Stand. Da sie selber den Büchern sehr zugetan ist, fragte sie mich, ob ich Lesefutter bräuchte. Aber immer doch!
Kurz darauf lag ein kleiner Roman in meinem Briefkasten – Volltreffer. Der Roman „Supergute Tage“ von Mark Haddon wird aus der Sicht eines Jungen mit Asperger Syndrom erzählt. Mit dem Asperger Syndrom hatte ich mich 2003/2004 intensiv beschäfftigt und auch meine Abschlussarbeit zur Psychologischen Beraterin zu diesem Thema geschrieben. Daher liebe ich diesen Roman, der auch die Verstocktheit der neurologischen Normalos entlarvt.
Als ich das Buch zurück brachte, klingelte ich bei Frau M. Sie bat mich herein und wir unterhielten uns. Wie sich herausstellte ist sie auch eine Schreiberin, die intensiv in einer Gruppe für Kreatives Schreiben tätig ist, wobei das auch viel Leid und Nörgelei bedeutet und nicht unbedingt etwas für mich Einzelgängerin ist.
Anyway, sie fragte mich, ob sie mal bei mir Klingeln dürfe, wenn sie zum Nordic Walking bei mir vorbei käme und ob ich sie begleiten wolle. Zunächst brachte ich mein Anti-Walking-Sprüchlein an die Frau, von wegen Gehen als natürliche Fortbewegung des Menschen und das abartige Basteln einer Trendsportart daraus … bla bla.
Trotzdem entschloss ich mich, sie zu begleiten. Sie kann ja walken und ich ganz normal spazierengehen.
Allerdings ist meine Mutter im Besitz von Nordic Walking Stöcken und so reizte es mich doch, diese Art der Fortbewegung auszuprobieren. Auf Stöcke steh ich ja sowieso.
Und siehe da, das Hantieren mit den Stöcken gefiel mir und ich wollte immer weiter und öfter gehen, bekam sogar einen leichten Anflug von Runners High, dessen Existenz ich immer angezweifelt hatte.
Und so kam es, dass ich den letzten drei Wochen drei- bis viermal 45 bis 70 Minuten walken war, was für Anfänger eigentlich zu viel ist, aber ich wollte mich in meiner Energie nicht bremsen lassen. Seither leide ich an einem permanenten Muskelkater, der meinen Bewegungsdrang wieder schmälerte. Kommende Woche fällt Nordic Walking wegen der Chemotherapie aus, da haben meine Muskeln Muse, sich zu erholen. Und dann geht es wieder frisch, fromm, fröhlich, frei auf die Piste.
Meinem morschen Bewegungsapparat tut das Walken gut und früher oder später hätte ich sowieso mit einem Training für die Antarktisreise anfangen müssen. Seelisch fühle ich mich seither wieder besser.
Entgegen aller Propaganda geht mir kostbarer Speck natürlich nicht verloren, nur weil ich eine Stunde am Tag die Stöcke schwinge.
Mittlerweile sind wir beim Du, und ich finde den Austausch mit Ulrike sehr bereichernd.
Neulich sind wie sogar an den Rhein bei Trebur gefahren und waren auf dem Deich Walken. Ich habe mich so gefreut den geliebten Vater Rhein zu sehen.
Da Ulrike immerhin 70 Jahre alt ist, wirkt aber viel jünger, hat sie die IT-Welt nicht mit der Muttermilch eingesogen. Ich half ihr daher, sich einen Account bei Amazon anzulegen. Bei der Gelegenheit wurde ich zum Mittagessen eingeladen und ihr Mann kredenzte einen köstliche, frische Tomaten-Gemüsesoße zu Spaghetti.
Als nächstes wollen wir zusammen eine Weste mit unkonventionellen Schnitt nähen.
Gevatter Tod schleicht herum und entschwindet wieder
Es begann am Mittwoch, 28.Januar, mein alter Kater Q- de Lancie verschmähte sein geliebtes Schinken-Leckerli. Auch sonst aß er den ganzen Tag nichts und lag nur apathisch herum. Ich bekam Angst. Wollte sich Qutie exkarnieren, vor Kummer sterben, weil er sich gegen Jungspunt Albus Dumbledore ausgetauscht fühlte? Donnerstag ging es ihm nicht besser und so machte ich mich auf zur erst neulich wegen Qs Halsbeschwerden konsultierten Tierärztin. Sie hatte an diesem Tag erst nachmittags Sprechstunde und saß den ganzen Tag auf glühenden Kohlen.
Q war völlig dehydriert und wurde mit Wasserspritzen, Antibiotikum, Aufbaupräperate wieder aufgepäppelt. Ursache seiner Beschwerden müsse eine Erkrankung der inneren Organe sein. Genauen Aufschluss könne nur eine Blutuntersuchung bringen und so wurden Qutie einige ml dunkelrotes Blut aus seiner Vorderpfote abgezapft.
Nach dem Tierarztbesuch fühlte ich mich erleichtert. Offenbar starb Q nicht einfach an Kummer, sondern es gab eine somatische Ursache und die konnte man behandeln.
Der appetitsteigernden Spritze zum Trotz verweigerte Q nach wie vor jede Nahrung.
Wie vereinbart rief mich die Tierärztin am Freitag, 30.Januar, gegen 12:00 an, um mir das Ergebnis der Blutuntersuchung mitzuteilen. SCHOCK!
Besonders Qs Harnstoff und Kreatinin Wert ist exorbitant hoch. Er leidet unter einer chronischen Niereninsuffiziens im Endstadium, Prognose infaust, nun müsse man von Tag zu Tag entscheiden, ob es nicht besser sei, ihn einzuschläfern.
Auf Grund der Niereninsuffiziens litt Q an einer Gastritis, die ihm den Appetit verdorben hatte. Sein seltsames Schnicken mit der Zunge erklärte sich durch Kreatininablagerungen an der Mundschleimhaut. Es kommt vor, dass sich Katzen von dieser Krise erholen und noch ein paar Wochen oder Monate weiterleben. Dazu müsste Q unbedingt wieder essen und trinken.
Ich ließ ihm Freitagnachmittag von der Tierärztin nochmal Aufbauspritzen geben.
In stiller Trauer versuchte ich mich auf Qs Exkarnation vorzubereiten. Vor diesem Augenblick hatte ich mich viele Jahre so sehr gefürchtet, sah mich im Strom der Verzweiflung untergehen. Doch nun empfand ich Gevatter Tods Anschleichen gar nicht so schlimm. Traurig und trauernd zwar, aber ohne Verbitterung und Sturz in den Abgrund.

Q schwer krank in der typischen Kauerstellung mit meinen Versuchen, ihm zum essen zu animieren.
Nur eines noch musste ich vor Qs Tod unbedingt erledigen: Gespräch mit einer Tierkommunikatorin. Diese Personen nehmen auf telepathischen Weg Kontakt zu einem Tier auf und unterhalten sich mit ihm. Ich als Tiermama kann auf diese Weise Fragen an meinen Kater stellen oder ihm etwas mitteilen lassen.
Frank hatte mir eine Tierkommunikatorin namens Irene empfohlen, die noch Freitagabend Kontakt mit ihm und dem kleinen Albus aufnahm. Wenig später schickte sie mir das Gesprächsprotokoll via e-mail. Es war verblüffend, was Q alles gesagt hatte. Es traf genau ins Schwarze. Demnach ist er für mich ein Lehrer, der sich um meine Basisprobleme gekümmert hat. Näher möchte ich hier nicht darauf eingehen.
Q habe einen Nachfolger bestellt, doch viele Kandidaten haben gekniffen und sich flux wieder von dieser Welt verabschiedet. Tatsächlich sind immer gerade die Fiepsies gestorben, die für mich bestimmt waren. Albus hat überlebt, ich hatte ihn insgeheim zwar ausgesucht, aber offiziell sollte seine Schwester Lucy zu mir kommen. Als es dann ausgeprochen wurde, ich wolle Albus haben, war er offenbar schon alt genug, um sich für das Leben bei dem schweren Fall Persephone zu entscheiden.
Am Samstagabend kuschelte sich Qutie im Bett eng an mein Bein und übermittelte mir über die spirituelle Ebene eine sehr wichtige Botschaft, sozusagen, das Vermächtnis, welches er mir hinterlässt. Kurz gesagt geht es dabei darum, nicht länger den Fokus auf meine Mondseite zu legen (im Radix Mond in Fischen, Plutopposition) sondern mich meiner Sonnenseite zu zuwenden (Sonne im Zwilling, 10.Haus).
Ich bereitete mich schon auf Qs Beerdigung vor, machte den Altar zu recht und bestellte schon den Totengräber. Andererseits ließ ich nichts unversucht, um Q zum Essen zu animieren. Zum erstenmal in meinem Leben kochte ich Fisch, Hühnerbrühe und Hühnerbrust, Grusel. Ich stellte ihm einen Teller mit Joghurt, bot ihm seinen geliebten Schinken an. Doch er fiel immer mehr zusammen, verkroch sich teilnahmslos unter die Eckbank und konnte sich nur noch torkelnd fortbewegen. Aber am Sonntagnachmittag geschah es tatsächlich: Q futterte ein paar Häppchen Schinken, abends noch einmal. Am Montag aß er fast wieder normal und wurde munterer. Er war über den Berg.
Dienstag ließ ich ihm noch einmal Unterstützung durch die Tierärztin zukommen.
Seither hat er sich wieder gut berappelt und ist fast wieder der Alte.
Sicher, Quties Tage sind gezählt, aber ich freue mich, dass mir noch gemeinsame Zeit mit ihm bleibt und bin dankbar für jeden Tag mit Q. Einen Großteil seiner Aufgaben hat er an Albus abgegeben, Q ist jetzt in Rente und genießt seinen Ruhestand.
Paracelsusmesse in Wiesbaden
Samstag, 14. Februar
Diese Messe zum Thema Naturheilkunde findet schon seit vielen Jahren in Wiesbaden statt. Ich hatte sie vor etlichen Jahren schon einmal besucht und sie sehr gut in Erinnerung.
Mit etwas Geduld lässt sich Wiesbaden von M. aus ganz gut mit einmal Umsteigen per S-Bahn erreichen.
Die Messe in der Rhein-Main-Halle (die ich in meiner Phantasie zur Rheingold-Halle umgedichtet hatte) ist Wiesbadener Hauptbahnhof bequem zu Fuß erreichbar.
Meine ermäßigte Eintrittskarte (Schwerbehinderung) kostete 9€, normale Besucher mussten 11€ hinblättern.
Die Angebote an den Ständen reichten von Bio-Nahrung über Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetikcremes, Klangtherapie, Aura-Photographie, Aura Soma, Geistheilung, Massagekissen und vielem mehr bis hin zu alternativen Krebstherapien.
Zu den privaten Krebskliniken bin ich gar nicht erst hingegangen, weil ich mir die sowieso nicht leisten kann. Aber ich unterhielt mich mit einer Frau von der biologischen Krebsabwehr. Dieser Verein hat auch in Wiesbaden eine unabhängige Beratungsstelle für komplementäre Krebstherapien. Ich gab der Dame meine Adresse, damit sie mir ein Infobroschüre zu Eierstockkrebs zuschicken kann.
Das Konzept, das man auf der Homepage nachlesen kann, entspricht weitgehend der alten, allgemeinen Gesundheitsleier: Ernährung, böses Übergewicht, Sport ganz toll. Ich kann es nicht mehr hören. Ich glaube auch nicht, dass dieses Standardprogramm den Krebs besiegen kann, das dient eher einer allgemeinen Befindlichkeitskontrolle.
Dazu kommen noch Nahrungsergänzungsmittel, die ich mir sowieso nicht leisten kann und so etwas wie Darm- und Zahnsanierung.
Für mich ist Krebs vor allem eine Angelegenheit der Seele und der Selbstverwirklichung, das sagen diese Krebsberater zwar auch, aber sie legen den Fokus eher auf ihre biologischen Methoden während für mich immer noch Lawrence LeShans Erfahrungen zur Krebsentstehung maßgebend sind.
Desweiteren unterhielt ich mich noch mit einer netten Dame von der Biomed-Klinik in Bad Bergzabern. Ich hatte mir diese Klinik schon einmal im Internet angesehen. Sie kombiniert konventionelle Chemotherapie mit Hyperthermie, psychologischer Betreuung und Kunsttherapie. Es klang alles sehr sympathisch. Im Prospekt stand jedoch schon wieder etwas von Ernährungsumstellung, nerv. Ein Obst-, Salat-, Gemüse- und Vollkornjunkie bin ich sowieso und wenn ich es mir leisten könnte, würde ich nur im Bio-Laden einkaufen gehen. Aber für eine gute Lebensqualität sind Schokolade, Kekse, Kuchen, Eis, Salzbrezeln, Kartoffelchips, Pommes rotweiß etc. ebenso unabdingbar wie die hoch gejubelten Gemüseportionen.
Ich fragte die Klinikmitarbeiterin, ob einem von der Hyperthermie denn tatsächlich heiß werde. Ich vertrage keine Hitze. Es wäre für mich unterträglich stundenlang bei 40 Grad herum zu liegen.
Bei der Fiebertherapie spüre man die Hitze aber bei der intraperitonealen Infusions-Hyperthermie, wie sie bei Eierstockkrebs angewendet wird, fühle man die Hitze nicht.
Generell finde ich die Klinik gut und könnte mir vorstellen, mich dort behandeln zu lassen. Sollte jedoch nach meiner Chemotherapie kein Tumor mehr nachweisbar sein, sehe ich im Moment keine Notwendigkeit, mich in eine Klinik zu begeben. Aber die nächste Gelegenheit kommt bestimmt, und dann werde ich darüber nachdenken.
Das beste an so einer Messe sind die Vorträge, die ständig auf zwei verschiedenen Bühnen gehalten werden.
Ich hörte einen sehr guten Vortrag über vegetarische Ernährung. Die Referentin räumte mit den immer noch vorhanden Vorurteilen auf, Vegetarier erhielten nicht genug Vitamine und Nährstoffe. Man denke hier an den blöden Werbespruch Fleisch ist ein Stück Lebenskraft.
Dann stellte sie die ethischen und logischen Argumente vor. Eine vegetarische Ernährung ist deshalb logisch, weil für die Fleischproduktion viel zu viel Anbaufläche benötigt wird und Unmengen von Wasser verschwendet werden. Das sind Zusammenhänge über die sich die Leute viel zu wenig Gedanken machen.
Der nächste Vortrag handelte von der Klangtherapie mit Silicium-Klangschalen und Stimme. Die Referentin entlocke ihrer Kehle zauberhafte Klänge, die durch Mark und Bein schwangen.
Sie forderte das Auditorium auf, ebenfalls Klänge zu erzeugen und sie in der Haltung der Wertschätzung an eine Freiwillige Zuhörerin zu senden. Eine dieser Freiwilligen war ich. Es ist wirklich eine Wohltat Klänge zu empfangen.
Der Vortrag, der mich am meisten interessierte war zugleich der schlechteste von allen: Seelische Ursachen von Krebs.
Die Vortragende war im fortgeschritten Alter. Anders als ihre Vorgängerinnen las sie vom Blatt ab und verhaspelte sich ständig dabei. Auch ihr Arbeitsgerät, ein Laptop mit Powerpoint-Präsentation bereitete ihr Schwierigkeiten. Am schlimmsten war jedoch, dass sie ihre Redezeit maßlos überschätzte und am ersten Punkt ihrer Gliederung hängen blieb. Sie erzählte von Mitochondrien und aerobe Energiegewinnung der normalen Körperzelle im Unterschied zum Ausfall der Mitochondrien und Rückkehr zur evolutionär älteren anaeroben Energiegewinnung (Gärung). Gähn, Biostudium erstes Semester.
Erst als die Organisation ihr mitteilte, ihre Redezeit sei um, klickte sie ungelenk ihre Powerpointseiten durch, bis sie zu den seelischen Ursachen gelangte. Stichwort: Autonomieverlust. Ich glaube zwar auch an eine seelische Ursache von Krebs, aber dennoch glaube ich nicht an die altruistische Krebspersönlichkeit, die sich nur für andere aufopfert.
Für wen hätte ich mich denn auch aufopfern sollen?
Ich glaube, nicht wesensgemäße Tätigkeiten, ungelebte Bestimmung ist der Auslöser von Krebs. Das deckt sich teilweise mit der Meinung der Rednerin, aber ist nicht völlig deckungsgleich.
Zum Schluß gab es noch einen Vortrag über Galvanotherapie bei Krebs, ein sehr interessanter und vielversprechender Ansatz, der u.a. in Marburg durchgeführt wird. Das könnte ich mir für mich vorstellen, aber es ist wieder die alte Leier, ich kann es mir nicht leisten.
Zumindest konnte alle alternativen Krebstherapeuten ihre Konzepte auf der Messe vorstellen, ohne fürchten zu müssen, in der nächsten dunklen Ecke von einem Handlanger der Pharmaindustrie erdolcht zu werden.
Heute, 16. Februar, habe ich noch wild getanzt. Ab Morgen, Chemotag, wird es mir wieder schlechter gehen, das nervt.
]]>Um Albus abzuholen, fuhr ich am 30. Dezember 2008 nach Ottenstein zu Frank, der ein Katzenparadies in seinem Hexenhäuschen beherbergt. Hier begegnete ich Albus zum erstenmal. Er schien sich nicht für Menschen zu interessieren und spielte lieber mit seinem Bruder Nemo und sein Halbschwester Vandana. Beim Anblick eines riesigen Zweibeiners nahm er lieber Reißaus. Aber diese Fremdelphase ist normal, mittlerweile hat sich Albus zu einem Schmusekater entwickelt.
Ich verbrachte ein paar schöne Tage bei Frank zum Jahreswechsel. Wir planschten in den Ith-Thermen von Bad Salzhemmendorf und spazierten am Silvesternachmittag bei herrlichem, trockenen Frost durch den Saupark bei Springe. Ich hatte ein Schichtsystem entwickelt, dass mich warm hält und trug eine samtene Kopfbedeckung, die ich 2000 aus der Türkei mitgebracht hatte und auch Ohren, Nacken und das halbe Gesicht bedeckt. Ich kuschelte mir einer Przwalsky-Stute und erfreute mich an Eulen, Wölfen, Elchen, Adlern und vielen anderen Tieren.
Die Silversterparty in Franks Nachbarschaft begann erst um 22:00. So blieb genug Zeit, die obligatorischen Silvester-Sendungen Dinner for One und Ein Herz und eine Seele (Ekel Alfred mit seinem Silvester-Punsch) zu schauen und nebenher Frank noch beim Pellkartoffelschälen für seinen Kartoffelsalat mit hausgemachter Mayonnaise zu helfen. So ein deftiger Kartoffelsalat ist genau das richtige Winteressen, um genug Energie für die Wärmeproduktion aufzunehmen. Die kleine Feier fand nämlich draußen auf der Straße statt. Eine reizvolle Idee. Damit wir von der fast -10 Grad Kälte nicht lahm gelegt wurden, gab es ein Feuer in der Tonne.
Es hätte so schön sein können, wären da nicht die Kinder gewesen, die in einem fort ihre Knaller auf die Straße warfen. Das war zuviel für meine HSP-Ohren, ich zuckte jedesmal erschrocken zusammen und flüchtete in Franks Haus. Erst zum Sektumtrunk um Mitternacht holte Frank mich wieder nach draußen.
Am nächsten Tag so um die Mittagszeit machten wir uns mit Albus auf den Weg nach M. Albus lag mit Sedativa versorgt in seinem geräumigen Katzenkorb, den ich neben mich auf die Rückbank stellte. Ein paar mal fiepste er während der Fahrt, aber alles in allem überstand er den Transport gut.
Es hat mir sehr leid getan, den kleinen Kater aus seiner Katzenfamilie heraus zu reißen. Wie niedlich sah es aus, wenn er an seinen Bruder gekuschelt schlief oder mit seiner Mama balgte. Und nun sollte er von mir in ein fremdes Haus zu einer fremden Frau gebracht werden, der Ärmste.
Meine Besorgnis erwieß sich als unbegründet.
Albus hat sich gut eingelebt. Quierlig springt er durch sein neues zu Hause, hat sich seine Ruheplätze gesucht, schläft bei Frauchen im Bett und sitzt auf meinen Schoß, wenn ich am PC arbeite. Es ist so schön, ein kleines Kätzchen um sich zu haben und seinen Spieltrieb zu beobachten. Albus wurde am 05.Oktober 2008 geboren, ist jetzt also etwas mehr als drei Monate alt.
Es gibt nur einen seegroßen Wehmutstropfen: Master Q – de Lancie is not amused!
Mein alter Kater, bald 17 Jahre alt ist beleidigt und sauer über den jungen Eindringling in seinem Revier. Q begrüßte Albus mit Knurren und Fauchen. Es kann lange dauern, bis sich die eigensinnigen Katzen aneinander gewöhnen.
Die ersten Tage war Qutie total unglücklich. Er peitschte mit dem Schweif und verbrachte den ganzen Tag in einer angespannten Körperhaltung, putzte sich nicht mehr, pinkelte mir zweimal meine Sachen voll und bekam eine Halsinfektion.
Die konsultierte Tierärztin gab mir neben den Medikamenten für den Hals das sogenannte Feliwell mit. Das ist eine Flüssigkeit, die Wohlfühl-Katzenpheromone enthält, nämlich jene, die Katzen verreiben, wenn sie sich an Mensch und Gegenstände mit dem Mund reiben, um ihre Gegend als bekannt und behaglich zu markieren. Der Flakon wird an eine Steckdose gesteckt und über einen leichten Stromfluss verdampft.
Q hegt zwar nach wie vor keine Zuneigung zu Albus und faucht schonmal, wenn der Kleine ihm zu nahe kommt, aber er ist etwas entspannter als zuvor. Ich möchte jedoch, dass es meinem alten Veteran noch besser geht. Deshalb werde ich ihm Bachblüten geben, die Tierärztin hatte mir die Blüten Star of Bethlehem, Walnut und Honeysuckle rausgesucht.
Desweiteren möchte ich eine Tierkommunikatorin bitten, mit Q Kontakt aufzunehmen und den Familienzuwachs zu besprechen. Frank hat mir da eine Dame empfohlen.
Immerhin schlafen beide Kater bei mir im Bett – besonders in diesen frostigen Nächten eine Wohltat.
Da fällt mir ein, Glaciologin, das wäre doch auch ein Beruf für mich …
]]>
Es ist schon wieder geschehen. Das Kätzchensterben schreitet fort.
Nachdem Katerchen Aslan aus dem Frühlingswurf von Katzenkaiserin Phoebe von Tilan-Dru mit nur drei Wochen verstarb und ihm sein Bruder Balu kurze Zeit später folgte, hatte ich meine Hoffnung auf ein neues Familienmitglied in Phoebes Herbstwurf gesetzt.
An einem glücklichen Tag auf der Ring-Con erhielt ich von Frank die Nachricht über die Niederkunft der Kaiserin, die vier Kindern das Leben geschenkt hatte.
Zunächst entwickelte sich alles gut. Alle Viere schienen gut beisammen zu sein und nach einigen auf uns abs gediehen alle prächtig.
Diesmal hatte ich mir vorgenommen, kein Fiepsie vorab auszusuchen. Ich wolle das nehmen, was am Ende noch am Leben ist. Aber die kleinen Fellbündel waren beliebt und Frank begann schon, sie zu verteilen. Für mich hatte er die dreifarbige Glückskatze ausgesucht, weil sie in ihrer Fellzeichnung ihrer Mutter Phoebe glich, die ja ursprünglich bei mir einziehen sollte, wäre Sommer 2007 der Krebs nicht dazwischen gekommen.
Für Kater hatte ich viele Namen parat: Gandalf, Merlin, Severus, Albus …, aber wie nenne ich ein Weibchen? Es dauerte nicht lange, da standen Luna und Lucy zur Auswahl. Beide Namen sind schön und haben eine schöne Bedeutung: Luna, die Mondin und Luna Lovegood, meine Lieblingsschülerin aus Harry Potter. Am Ende entschied ich mich doch für Lucy, nach Lucy Pensieve aus Narnia und nach Lucius de Savery, einer Schlüsselfigur meines Romans.
Um die Weihnachtszeit wären die Kätzchen alt genug geworden, um in ihr neues zu Hause einzuziehen.
Doch dann bekamen Lucy und ihre Schwester Nele Katzenschnupfen und erholten sich davon nicht mehr. Innerhalb von zwei Stunden starben zuerst Nele und dann Lucy am 15.November 2008.
Was für ein böser Fluch, ein sinnloser Tod. Wozu überhaupt geboren werden, wenn man bereits nach wenigen Wochen wieder entleibt wird?
Heute abend werde ich eine Kerze für die beiden Schwestern anzünden und ihrer gedenken. Ich hoffe inständig, dass die beiden Katerchen überleben.
Albus noch ganz klein, ca. drei Wochen alt
ein neueres Bild: Albus ganz links mit Bruder Nemo und Halbschwester Vandana
]]>
I BELIEVE IN ASLAN
Nun aber ganz von Vorne.
Fast drei Jahrzehnte ist es her, da sah ich einen Zeichentrickfilm im Fernsehen, in dem vier Kinder durch einen Schrank in eine phantastische Welt mit sprechenden Tieren und einem Löwen als weisen, gütigen Herrscher eintraten. Sie waren die prophezeiten Retter, brachten Frieden über Narnia und lebten dort viele Jahre, wurden erwachsen, bis sie eines Tages in die irdische Oberwelt zurückkehrten und wieder Kinder waren, da in der Oberwelt kaum ein paar Sekunden vergangen waren. Was für ein herlicher Gedanke. Die Leser können sicher sein, dass ich ausprobierte, ob mein Kleiderschrank, der doch so viele alte Gewänder zu Tage förderte (alte Bettlaken, die ich mir umwickelte), nicht auch ein Portal nach Narnia enthielte. Wer will schon wissen, ob ich damals fündig wurde oder nicht? Man hätte mich nicht mal vermisst, da ich nach Jahren in Narnia wenige Sekunden später auf die Erde zurück gekehrt sein könnte.
Mit den Jahren geriet Narnia in Vergessenheit. Andere Fantasy-Welten wir Herr der Ringe und Harry Potter gewannen die Oberhand. Doch dann drang 2005 die Kunde an mein Ohr, ein Fantasy-Spektakel namens “Die Chroniken von Narnia” käme in die Kinos und ich erinnerte mich wieder an die nette Geschichte mit dem Kleiderschrank.
Ich glaube Raven, wir waren damals zusammen in dem ersten Teil. Nach dem scheußlich-depremierenden Film “Sincity” hatten wir das dringende Bedürfnis nach so etwas Heimeligen wie Narina.
Die Bücher des Schöpfers von Narnia, Clive Staples Lewis, habe ich noch nicht gelesen, aber das wird sich bald ändern. Jetzt, nach dem zweiten Film, bin ich mehr denn je
im Narnia -Fieber.
Deutscher Titel: Der König von Narnia
Narnia steht unter der Willkür-Herrschaft der Weißen Hexe, eine Art Schneekönigin, die das ganze Land in einen ewigen Winter-(Alb)Traum verzaubert hat. Nie ist Narnia schöner als in diesem Winterzauber.
Jadis, so heit die schneeliebende Dame, hat Identifikationspotential. Ich wollte schon immer mal die Schneekönigin sein und eine Hexe bin ich sowieso. Es ist bedauerlich zu sehen, wie der Schnee im Laufe der Geschiche schmilzt als Jadis Macht immer mehr abnimmt.
Die Bevölkerung Narnias ist zwigespalten. Die einen haben sich Jadis korrumpieren lassen und sind ihr zu Diensten. Die anderen, die guten Narnianer, rebellieren gegen sie.
Auf der anderen Seite des Kleiderschrankes werden die vier Pevensie-Geschwister während des zweiten Weltkriegs aufs Land auf das Anwesen eines schrulligen Professors geschickt, wo sie während eines Versteckspiels den Wandschrank finden. Es ist die jüngste der Geschwister, Lucy, die als erstes durch das Portal in Narnia hinein purzelt und die ihre skeptischen Geschwister, allen voran die spröde Susan von der Wahrheit ihrer Erlebnisse überzeugen muss.
Mit ihrem Eintritt in Narnia erfüllen die Pevensie-Geschwister eine Prophezeiung, die besagt, dass es Adamskinder sein werden, die Narnia retten werden. Die schöne Welt ist bevölkert von sprechenden, intelligenten Tieren und Fabelwesen wie Zwerge, Zentauren, Greife etc. aber nicht von Menschen.
Der jüngere der beiden Brüder, Edmund, erliegt der Verführungskunst der Weißen Hexe, läßt sich von ihr mit Lockenden Süßigkeiten (Turkish Delights) verführen und verrät seine Geschwister und die guten Narnianer.
Nach einigen Abenteuern werden die Adamskinder dem Schöpfer und König von Narnia, einem weisen, gütigen Löwen namens Aslan, vorgestellt. Aslan vergibt Edmund seinen Verrat und opfert sich seiner statt. Er stirbt durch Jadis Hand auf einem Altar und unter dem Gegrölle des Mobs ihrer Gefolgschaft.
Derweil beginnt die Schlacht zwischen dem Heer der Weißen Hexe und dem Heer der guten Narnianer, das von Peter, dem ältesten der Geschwister angeführt wird. Im letzten Moment erscheint der wieder auferstandende Aslan und wendet den Ausgang der Schlacht zu Gunsten der Guten.
Aslan verschwindet, die Geschwister jedoch werden als Könige eingesetzt und regieren viele glückliche Jahre über Narnia, bis sie wieder zurück in die irdische Welt fallen. Das Portal nach Narnia schließt sich.
Soweit eine Kurzfassung des Inhalts des Films.
Aslan, der Gottkönig, ist meine absolute Lieblingsfigur in der Geschichte. Er verkörpert das Ideal eines Königs, weise, milde, gütig und gerecht mit einem tiefen Wissen um die Welt und dazu noch in Tiergestalt, wundervoll!
Seit einem Jahr leben die Pevensie-Geschwister wieder in der öden Oberwelt und versuchen, sich mit ihrem Dasein zu arrangieren.
In Narnia sind hingegen 1300 Jahre vergangen. Das Land wird nun von den kriegssüchtigen, machtgierigen und intriganten Telmanern regiert. Menschen, welche von Piraten abstammen, die einst zufällig durch ein Portal nach Narnia gelangt sind. Wie Menschen in ihrer Arroganz so sind, leugnen sie die Existenz der Narinianer, die dezimiert und zurückgezogen in den finsteren Wäldern leben.
Prinz Caspian, der rechtmäßige Erbe der Telmaner, fürchtet um sein Leben, als seinem Onkel und Regenten ein Sohn geboren wird. Mit Hilfe seines Mentors flieht er in den Wald und trifft dort auf zwei Zwerge. Verfolgt von den Schergen seines Onkels, dem selbst Bruder- und Neffenmord recht ist, um auf den Thron zu gelangen, bläst er in das Horn, das ihm sein Mentor mitgegeben hat. Das Horn gehörte eins Susan und durch seinen Ruf öffnet sich für die Geschwister mitten in der Londoner U-Bahn ein Portal nach Narnia.
Nach einigen Eifersüchteleien verbünden sich die Geschwister mit Prinz Kaspian, um gegen den bösen Onkel Miraz zu kämpfen.
Aslan bleibt verschwunden, doch für einen Moment erscheint er Lucy. Die anderen glauben ihr jedoch nicht. Erst kurz vor der Schlacht wird Lucy für alle Fälle ausgeschickt, um nach Aslan zu suchen. Natürlich findet sie ihn und er wendet abermals als rettende Kavallerie den Ausgang der Schlacht zu gunsten der Narnia.
Neuer Sympathieträger ist die wehrhafte Maus Riepischiep, niedlich.
Von allen Figuren hat Lucy die innigste Beziehung zu Aslan. Der Löwenkönig lässt an dieser Verbundenheit keinen Zweifel als es sagt, er sei gewachsen, weil auch Lucy gewachsen sein.
Lucy, die kleinste und jüngste, besitzt noch die Unvoreingenommenheit, Aufgeschlossenheit, Glaube und Vertrauen des Kindes, Eigenschaften, die im Laufe des Erwachsenwerdens häufig verloren gehen. Darum ist es so wichtig, sich eine große Portion Inneres Kind zu erhalten.
Als kleine Persephone kann ich mich vollauf mit Lucy identifizieren
Das Beste am zweiten Teil ist die Inszenierung des Kampfes zwischen Natur (Narnianer, Tiere, Bäume, Fluss) und den ignoranten Menschen mit ihren Waffen und Rüstungen aus Stahl, für die Bäume nichts weiter sind als Bauholz für Kriegsschiffe.
Wer die Vorgänge auf der Erde beobachtet, wird zu dem Schluss kommen, dass die Menschen eindeutig die Schurken sind. Deshalb freue ich mich, dass dieser Erkenntnis in Narnia gehudilgt wird.
Nebenbei hörte ich immer wieder, Narnia beinhalte christliche Elemente. Ich wunderte mich immer, was an dieser phantastischen Geschichte denn christlich sein sollte?
Schließlich erfuhr ich, dass Aslan eine Personifikation von Christus sei. Wie Christus stirbt er einen Opfertod und erhebt sich von den Toten, vollbringt Wunderdinge und einen Verräter gibt es mit Edmund auch.
Dennoch würde ich sagen, das ist weit hergeholt, wüßte ich nicht, dass die christlichen Züge vom Autor Clive Staples Lewis absichtlich eingefügt wurden. Er war ein frommer Mann.
Die Chroniken von Narnia sind daher bei kirchlichen Vertretern sehr beliebt und es gibt sogar Narnia-Unterrichtsmaterialien für die christliche Erziehung der Kleinen. Wo die Kirchen sich doch sonst mit Fantasy so schwer tun und die meisten Geschichten vorsorglich ablehnen, man denke hier an Harry Potter. Offenbar hat sich der infame Hexenhammer als eine Art Erbsünde in den Köpfen der Kirchenmänner weiter vererbt. Böse Hexen bringen die Kinder ab vom wahren Glauben. Wie gut, dass Narnia christlich korrekt daher kommt.
Zum Glück ist für eine Heidentochter wie mich, nicht viel vom Christentum zu spüren und dem kuscheligen Gottkönig Aslan bin ich gerne ergeben. So können sich Heiden und Christen glücklich vereint an dem Meisterwek des Herrn Lewis erfreuen.
Nehmen wir an, ich hätte die Möglichkeit, mir eine Fantasy-Welt auszusuchen, in der ich den Rest meines Lebens verbringen könnte. Ich würde nicht zögern, dieses Angebot anzunehmen, aber natürlich nicht ohne meine Katze. Kopfzerbrechen bereitete mir nur die Wahl der Welt.
Nehmen wir weiter an, es stünden folgende vier Welten zur Verfügung:
zu 1 – Herr der Ringe
Das gewaltige Fantasy-Epos schlecht hin. Kein anderer Parakosmos ist so komplex und so gut durchdacht mit eigenen, entwickelten Sprachen, Historie, Kultur, Mythos.
Eine riesige Welt, in der für jeden ein Plätzchen zu finden ist, sollte man meinen.
So schön Herr der Ringe auch ist, ich finde darin keinen Kristallationspunkt für eine Identifikation. Frauen haben dort sowieso nichts zu melden. Am liebsten wäre ich dort eine naturverbundene Zauberin a la Radogast der Braune. Aber wie gesagt, es zieht mich nicht wirklich nach Mittelerde.
Interessanterweise waren J.R.R. Tolkien und Clive Staples Lewis beide Oxford-Professoren und miteinander befreundet. Laut Wikipedia kühlte die Freundschaft allerdings ab, als Tolkien die Narnia-Geschichten zu kritisieren begann. Keine Ahnung, was Herr Tolkien daran auszusetzten hatte. Vielleicht war es ihm nicht akademisch genug.
zu 2 – Der Goldene Kompass
Philip Pullman zündet in seiner Triologie “His Dark Materials” die beste Idee überhaupt: Alle Menschen sind untrennbar mit einer Tiergestalt verbunden, die einen Teil ihrer Seele enthält und mit dem sie sich besprechen können, dem Daemon.
Ach wie gerne hätte ich einen Daemon. Das spricht eindeutige für einen Sparziergang durch diese Welt. Doch dann kommen schon die Bedenken. Diese Welt steht jedoch unter der Herrschaft des intoleranten Magisteriums, das vom Autor de autoritären Kirchen nachempfunden ist. Das Magisterium experimentiert an Trennungen der Daemons von ihren Menschen. Einen ernst zu nehmenden Widerstandskampf der Bevölkerung gibt es nicht. Jeder verfolgt seine eigenen, egoistischen Interessen.
Unter dem Diktat einer Gedankenpolizei möchte ich bestimmt nicht leben. Der zweite Teil der Trilogie soll gar in der hießigen Oberwelt spielen, so käme ich vom Regen zurück in die Traufe.
Dass Teile der katholischen Kirche gegen die Triologie wetterten, weil sie sich im Magisterium wiederfanden, womit sie ja zugeben ein diktatorischer Verein zu sein, spircht für His Dark Materials.
Verglichen mit Narnia kann man sagen: Narnia is christianity at it´s best and His Dark Materials is christinatiy at it´s worst.
zu 3 – Harry Potter
In dieser Welt habe ich mich auf Anhieb wohl gefühlt. Mittelerde ist eine ferne, nicht lokalisierbare Welt, die Welt des Goldenen Kompass kommt uns da schon näher. Sie ist eine Parallelwelt der unsrigen und es gibt die Möglichkeit zwischen den Welten zu reisen. Harry Potter geht noch einen Schritt weiter und spielt in unserer Welt. Auch Abkömmlinge aus Muggle-Familien können Hexen werden, so dass eine enorme Identifikationsmöglichkeit gegeben ist.
Meine Persönlichkeit im Hatty Potter Universum besteht schon seit Jahren und ich fühle mich wohl als Lehrerin für Runenmagie in Hogwarts.
Ob ich lieber nach Narnia oder in die versteckte Hexenwelt im Dieseits gehe, hängt wohl von der Tagesform ab.
Harry Potter hat zumindest die Ehre von christlich-fundamentalistischen Freikirchen ins Visier genommen worden zu sein. Das ist jedoch kein Kunststück, denn für Freikirchen ist alles böse, was nicht ihrem strikten Reglement entspricht und eine Hexenwelt kann nur böse sein.
Eben habe ich noch eine anti-Potter website aus katholischen Kreisen gefunden, da ist mir die Klappe runter gefallen. Harry Potter verbreitet das Böse, Hexen und Zauberer sind sowieso Abschaum und über die armen Muggle wird sich auch noch lustig gemacht, ach Gottchen.
Hier ist der link, eine Lektüre wert: http://www.gabriele-kuby.de/harry_potter.html
Ich weiß nur nicht, ob ich lachen oder mich gruseln soll. Unglaublich wie beschränkt solche Köpfe sind, tock, tock, Vogel zeig.
zu 4 – Chroniken von Narnia
Narnia hat im Gegensatz zu Harry Potter gar nichts mit unserer öden Oberwelt zu tun, und dennoch ist es neben His Dark Materiels die einzige Welt, die jeder von uns erreichen könnte, fände er nur ein Portal.
Nur ein Daemon ist besser als C.S. Lewis Idee, die Tiere sprechen zu lassen. Mit so viele pelzigen und gefiederten Gefährten von putziger Maus bis respekteinflössenden Minotaur läßt es sich doch leben.
Harry Potter hat Albus Dumbledore, Herr der Ringe hat Gandals aber Narnia hat Aslan, einer meiner allerliebsten Figuren. Fragt sich nur, wer ich dort sein soll? Die Weiße Hexe hat was, aber ich möchte sie nicht verkörpern. Eine weniger machhungrige Hexenstelle sollte sich für mich schon finden lassen. Ein Häuschen am Waldrand mit tierischen Gefährten und regelmäßigen Besuchen Aslans. Wie schön.
Also läuft es auf eine Wanderung zwischen Hogwarts und Narnia hinaus.
Heute werde ich nach NARNIA gehen.
„We shall go on to the end, we shall fight on the seas and oceans, we shall fight with growing confidence and growing strength in the air, we shall defend our Island, whatever the cost may be, we shall fight on the beaches, we shall fight on the landing grounds, we shall fight in the fields and in the streets, we shall fight in the hills; we shall never surrender.“
Ich liebe dieses Zitat. Aber nein, es stammt nicht von Aslan sondern von Winston Churchill.
Auf youtube gibt es jede Menge schöner Video-Clips über Narnia.
Bevor ich hier die links zu einer Auswahl setze, möchte ich allen Lesern ein anderes Video besonders ans Herz legen. Es handelt von der Freundschaft zwischen Mensch und Tier, zwischen einem Menschenpaar und einem Löwen namens Christian. Es hat mich zu Tränen gerührt, ein guter Funke in einer bösen Welt. Bitte schaut euch wenigstens das Video über Christian an.
Hier folgen die Narnia-Videos:
Mein Lieblingstrailer zum zweiten Teil, fanmade, mit ergreifender, pathetischer Musik
For Narnia and For Aslan
Die Schlacht aus dem ersten Teil mit ebenfalls pathetischer Musik aus Armageddon

Aslan – Hero, eine wunderschöne Hommage an Aslan

A Tribute to Aslan, noch eine wunderschöne Hommage an Aslan
Und noch ein Goodie, ein Cross over zwischen Narnia und 300 – SPARTA
]]>Es war der user anthony aus Massachusetts, dessen Profil ich vor Genehmigung seines friend-request checkte, der mich mit einem Erlebnis der besonderen Art versorgte.
Es handelt sich um das Lied: The last winged Unicorn von der mir bis dato unbekannten Metal-Gruppe Rhapsody of fire aus dem Album Dawn of Victory
Ich hörte es mir ein zweitesmal auf youtube an und tanzte mich dabei in Trance mit dem Ergebnis eines jenen veränderten Bewusstseinszustandes, den man Ekstase nennt, von griech: Ekstasis = aus sich heraus getreten sein.
In solchen Zuständen bekomme ich einen schallenden Lachanfall, weil es so unglaublich komisch ist, wie alle Menschen sich in der Maya abmühen und die sogenannte Realität bierernst nehmen und für die Wirklichkeit halten.
Ein biederer Beobachter hätte mich für Übergeschnappt gehalten, man spricht ja auch vom Lachen des Wahnsinns, was bei psychotischen Zuständen vorkommen kann. Ein von außen gesehen völlig unmotiviertes, gar unangebrachtes Lachen. Das ist es wieder – die Nähe von Erleuchtung, Genie und Wahnsinn, denn psychotisches Erleben kann ein ekstatisches Erleben sein, mit dem der Betroffene nur nicht zurecht kommt oder aus dem er nicht mehr allein heraus findet.
Na ja, ich bin ja psychatrist-proofed leicht psychotisch – die Königsklasse der Psychostörungen. Was dem einen Ekstase ist dem anderen Störung, aber darüber rege ich mich nicht auf, vielmehr finde ich das unglaubliche Maya-Komik, zum Totlachen – gacker.
Nun zumindest war meinem Kater Q – de Lancie mein Lachanfall nicht geheuer und er lief vor mir weg. Als ich ihn auf den Arm nehmen wollte, knurrte er mich böse an, was er sonst nie macht.
Man vergleiche hierzu auch den Blogeintrag: Moment der Erkenntnis
Mittlerweile habe ich mir noch mehr Lieder von Rhapsody of Fire angehört, allerbester Symphonic Metal, mein Gott wie wunderschön. Und das Faszinierenste: in einigen Songs spricht Christopher Lee mit seiner erschütternden Bass-Stimme, Sarumans Zauberstimme!
Mon Dieu, diese Stimme zerschmetttert meine Seele – einfach nur geil!
Beispiel hier: http://lastfm.spiegel.de/music/Rhapsody/_/Sacred+Power+of+Raging+Winds
Man beachte die Melodie von Vivaldis “Vier Jahreszeiten” herrlichste Barock-Musik vermetalt, genial.
Ich muss mir sofort Rhapsody-CD bestellen.
Ich habe einige Themen über die ich länger als hier schreiben will, aber mein Energiepotential ist begrenzt und fließt zur Zeit in das neue Roman-Kapitel.
Zu guter letzt noch der phantastische Text des Einhorn-Liedes. Metal at it´s best. Darum liebe ich Heavy Metal so, weil sich die Texte häufig um Fantasy oder alte Mythen drehen.
The last winged Unicorn
The seven red flames of the cave
are lightning the horrible torture
constricted to see the regrets
to have had the life from his god
Airin sheds black tears supporting the terrible rape
the fury of the sons of the thunder
is breaking the mystical chain
Arwald falls so to his knees
while Akron the black king is laughing
the princess falls down on the stones
with no breath of life anymore
May your ambition lead you to the unholy name
So my soul will fight you forever
in one of the many new hells
From the holy sea of golden flames
flies the last winged unicorn
With its magic breath of innocence
rising to the crystal throne
Skies are spitting holy fire wisdom cries and deadly whispers flow
Flow down to silent mystic shores
Shores of the spirits thirst for vengeance waiting for their holy crystal gate
Gate to the sunny holy lands
“Lands of a timeless world…
an enchanted timeless world like no other…
there where magic flowers paint the cosmic landscape
and noone knows the word… pain!”
Tears of blood and sadness formed the wonderful silent lake
Swans and birds in water games will call Airin’s name… her name!
And now is the time to decide
on a way to escape from the cavern
the old silver chains on the wall
are now also trapping their souls
Airin my princess I can not endure all my pain
but I swear to you on my proud name…
you’ll open the mystical gate!
From the holy sea of golden flames
flies the last winged unicorn
With its magic breath of innocence
rising to the crystal throne
From the holy sea of golden flames
flies the last winged unicorn
With its magic breath of innocence
rising to the crystal throne
Gevatter Tod, nein so nicht! Es ist nicht fair, dass Du den kleinen Aslan nach drei-einhalb Wochen Leben schon wieder mit genommen hast, er war für ein langes Leben an meiner Seite vorgesehen. Oder willst Du mir damit sagen, dass ich doch zur baldigen Abholung markiert bin und Aslan kein Waise werden sollte. Ich bin verwirrt und traurig, weil das Universum meine Versuche, meine kleine Familie bestehend aus Q-de Lancie und mir um ein Katzen-Fiepsie zu erweitern, nun schon zum zweitenmal sabotiert hat.
[inspic=84,,,0]
Persephone: Wieso nimmst du Aslans junges Leben? Ins Totenreich gehört er noch nicht!
Gevatter Tod: Sein Schicksal allein die Nornen weben unabhängig von deiner Sicht.
Persephone: Sie schmecken dir heuer, die kleinen Wesen verloren zwischen Geburt und Tod. Es ist doch deine Idee gewesen, zu holen Säuglinge aus der Mutter Hut
Gevatter Tod: Bist du nicht der Hagedisen eine, die weiß um der Nornen furchtbares Los? Du magst um den kleinen Aslan weinen, Gesetze des Schicksals spenden keinen Trost.
Persephone: So geleite ihn auf meinen Tränen hinab in die Grotte des Totenreichs. Mein Herz wir sich grämend nach ihm sehnen, fliegt er heim und wird mit allem eins.
Gevatter Tod: So ruht Aslan unter dem Fliederbaum, geschützt von Frankens segnender Hand. Aslans Leben war ein Traum, freue dich, du hast ihn erkannt.
[inspic=88,,,0]
Vor einem Jahr wollte ich die unter der Obhut des Katzenflüsteres Frank geborene Phoebe Kaiserin von Tilan-Dru (ein Name aus meinem Parakosmos) zu mir nehmen, doch mein Krebs fraß sich dazwischen. Phoebe war damals die einzige Überlebende eines Wurfs von Franks Katze Kuschel und entwickelte sich prächtig.
Nun war es angedacht, dass ich ein Fiepsie aus dem diesjährigen Wurf von Phoebe zu mir nehmen sollte. Das ganze Frühjahr warteten wir gebannt darauf, ob Phoebe niederkommen würde. Am 25. Mai war es dann soweit. Phoebe brachte drei Kinder zur Welt: eine Glückskatze, weiß mit rot-schwarzen Flecken, ein cremeroter Kater und ein weiß-schwarzes Kätzchen, welches ich mir an Hand von Bildern aussuchte. Wie sich herausstellte, war das Kätzchen ein Kater. Frank gab ihm den Namen Percy, den ich durch den Namen Aslan ergänzte, benannt nach dem weisen Löwenkönig Aslan aus “Die Chroniken von Narnia”.
Von Anfang an war Aslan der Kleinst und Schwächste aus dem Wurf. Grund zur Sorge bestand jedoch erst, als die fiepsigen Drei an Katzenschnupfen erkrankten und tierärztlich behandelt werden mussten.
[inspic=86,,,0]
Während sich Vandana, die Glückskatze, und Balu, der rote Kater, erholten und weiter wuchsen, fing Aslan an, zu verkümmern. Bald war er nur etwa halb so groß wie seine Geschwister. In diesem Zustand fand ich ihn vor, als ich Frank vom 13. bis 15. Juni besuchte. Natürlich hofften wir, er würde sich wieder erholen, aber er war schon von Gevatter Tod gezeichnet. Da half es auch nichts, dass wir Samstagabend einen Tierarzt um seinen Feierabend brachten. Auch die von Frank aktivierten alternativen Heilmethoden (Bruno Gröning, Plocher, Aquantin) konnten Aslan nicht mehr aus den Klauen des Todes retten. Mein Geachteter Gevatter, Du bist so unerbitterlich und unbestechlich, holst die einen zu früh und die anderen zu spät, dabei bist Du nur der Diener der Nornen drei.
Und so rief Frank am Donnerstag-Vormittag (18.Juni) an, um mir mitzuteilen, dass Aslan Percy heute nacht gestorben ist.
Kleiner Aslan, fließe auf meinen Tränen in eine bessere Welt, in der es weder Leben noch Tod gibt sondern einfach nur das ewige Sein. Es tut mir leid, dass Du Dich die meiste Zeit Deines Lebens gequält hast und jämmerlich fiepsen musstest, während Dich das Gift des Todes innerlich aufgefressen hat. So kurz Dein Leben auch war, Du sollst nie vergessen sein und genauso wie Puppy (das Hundewelpen von den Seychellen) für immer in meinem Herzen sein.
Aslan – In Memoriam
Das Leben eben erst getrunken
die Weltenspiele kaum erreicht
bist Du in Todesschlaf gesunken
Atem der Schattenstille weicht
Kleiner Aslan schwarz gefleckt
auf reinem, weißen Fell
was hättest Du alles ausgeheckt
verschwändest Du nicht so schnell
Nicht Leben noch Tod sollen Dich quälen
verlase die Enge irdischen Seins
fließe hinab auf meinen Tränen
in die Geborgenheit Deines Heims
So kurz Du auch weiltest
in mir unvergessen
auch wenn Du nicht heiltest
Du hast mich besessen
Dein Lebensstern ein flüchtiger Blitz
Sinnbild der Vergänglichkeit
Sei Dir meiner Liebe gewiss
von nun an bis in Ewigkeit
[inspic=85,,,0]
P.S.
bekennende Katzenblogerin