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Dumbledore died and Snape did it

15. Dezember 2005

Animus tötet Inneren Vater oder
“Dumbledore died and Snape did it”

Animus Revenge

Eine Psychologische Betrachtung

Seit einigen Monaten kann bei www.tshirthell.com ein T-Shirt erwerben, welches allen, die es bestimmt nicht wissen wollen, die Knüller-Schlagzeile aus dem Harry Potter Universum verrät:

“Dumbledore dies on page 596 (I just saved you 4 hours and $30). On the back, it reads: “At least I didn’t tell you it was Snape who killed him”.

t-shirt

Obwohl Band 6 schon seit Juli meiner Lektüre harrt, muss ich peinlicherweise gestehen, dass ich von dieser Tat erst kürzlich erfahren habe.
Ich wußte zwar, dass Dumbledore stirbt und dass Severus etwas fürchterliches tun soll, doch war ich viel zu sehr mit meiner von Dementoren bis zur verzweifelten Hoffnungslosigkeit ausgesaugten Seele beschäfftigt, als dass ich beide Ereignisse miteinander in Verbindung hätte bringen können.
Erst durch mein Rendezvous mit Severus im örtlichen Muggle-Cinemaxx zur Besichtigung des Tri-Wizard-Tourments wurde ich in die Zauberwelt zurück gehext. Severus ist einfach unwiderstehlich :oops:

love Severus

Dieses Ereignis beschäftigt natürlich die Gemüter und bietet dankbaren Diskussionsstoff für diverse Internetforen wie diesen hier , Blogeinträge wie diesen hier oder eben diesen von mir höchstselbst verfassten Eintrag.
Da ich erst heute Morgen (12.12.2005) mit dem Lesen von Band 6 begonnen habe und noch einige Hundert Seiten von Snapes tödlichem Avadra Kedavra Fluch entfernt bin, möchte ich mich bei meinen Ausführungen auch weniger auf eine Textanalyse stützen als vielmehr, wie es so meine Art ist, eine psychologische Betrachtung niederschreiben. Dabei geht es nur zum Teil um eine Charakteranalyse von Severus und Dumbledore als Protagonisten eines Bestsellers. Das ganze würde mich nur halb soviel interessieren, wenn in meiner ewigen Selbstbezogenheit beide Charaktere nicht wichtige Positionen in meinem Parakosmos bekleiden würden. Wie oft lauschte ich den Streitgesprächen zwischen meinem Animus Severus Snape, dem wachsamen Mahner, dem Misanthrop, der wohlwissend über ihre Bosheiten aller Welt misstraut und der gütigen, allwissenden, weisen Vaterfigur Albus Dumbledore, der zugunsten des Guten in der Welt eine “open the gates” Politik betreiben wollte. Nun die Quintessenz aus der Geschichte dieses Jahres lautet schlicht und einfach: “Severus was right, I should have listen to him”.
Und nun bringt Animus Severus die sich irrende Vaterfigur Dumbledore um, wie passend !!!

In der Harry Potter Gemeinde werden nun folgende beiden Fragen diskutiert:

  • Ist Dumbledore wirklich tot oder täuscht er seinen Tod nur vor, um Lord Voldemort in die Irre zu führen?
  • Hat Snape Dumbledore mit dessen Einverständnis als Teil eines großen Plans gegen Voldemort oder tatsächlich aus Treue zu Voldemort getötet?

Was wir wissen ist, das Severus als Doppelspion agiert. Er spioniert für “Order of the Phoenix” bei Lord Voldemort und vice versa. Die Frage ist nur, wem gilt am Ende tatsächlich seine Loyalität?
Dass sich Severus damals den Deatheatern um Voldermort anschloss, ist psychologisch verständlich: ein prügelnder Vater in der Kindheit, in der Schule der gehänselte Außenseiter und wahrscheinlich ein durch verschmähte Liebe gebrochenes Herz. Das erzeugt WUT und Hass. Da schließt man sich gerne einem Despoten an, der einem anders als die Gutmenschen-Magier einen Freibrief für Terror, Folter und Mord erteilt, einmal so richtig die angestaute Wut zur Explosion bringen und einfach nur ZERSTÖREN, TÖTEN, VERNICHTEN, AUSROTTEN, ja das tut sehr gut. Die bekloppten Mugglegesichter mal so richtig zu Brei hexen, welche Wohltat. Und als Krönung geht am Ende auch noch dieser arrogante, aufgeblasene Pottersack nebst Gattin hobs, eine Genugtuung sondergleichen.
Das Dumme ist nur, dass die Herrschaft der Despoten oft von kurzer Dauer ist. Severus ist nicht der Typ, der sich für einen Herrn und Meister in Azkaban opfert, denn letztlich steht Severus nur auf einer Seite: seiner eigenen!
Geschickt verstand er es, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen und den an das Gute im Menschen glaubenden Dumbledore von seiner Läuterung zu überzeugen. Das Dasein als Deatheater hatte das eruptive Feuer der Wut gemildert, zahm genug, um ein ordentliches Leben als Lehrer zu führen, würde nicht ständig das Teenage-Produkt dieses Pottersacks wie ein schmerzender Dorn im gebrochenen Herzen durch die Hogwartschen Gänge schleichen.
Denoch ist Severus für Dumbledores Anti-Voldermort Einheit in geheimer Mission unterwegs. Wer für “Order of the Phoenix” spioniert muss gleichzeitig für Voldemort spionieren, alles andere wäre unglaubwürdig.
Animus Severus ist wie ich der geborende Außenseiter. Menschen wie wir, werden sich niemals voll und ganz einer Gruppe anschließen, werden sich niemals als vollwertigen Teil der menschlichen Gesellschaft sehen, werden in ihrer Misanthropie immer in einer distanzieren Beobachterposition verharren. Die Frage ist nun, wer hat Severus mehr zu bieten, Dumbledore oder Voldemort? Sicher, bei Dumbledore muss Sevi immer brav und zahm sein während er bei Voldemort so richtig auf die Pauke hauen kann. Doch was vernichtend gegen Voldemort spricht: er verlangt von seinen Anhängern Kadavergehorsam bis zur Speichelleckerei – und das ist überhaupt nicht Snapes Stil.
Wir kennen es aus der Geschichte: Menschen bejubeln ihre Diktatoren, weil sie als Folterknechte eines Terror-Regimes mal so richtig die Sau rauslassen können, weil Looser plötzlich ohne eigene Leistung zu Herrenmenschen werden, weil sie sich Macht und Reichtum versprechen und der Despot seine Anhänger mit narzisstischen Schmeicheleien zu umgarnen weiß. Aber wir wissen auch, wie schnell man in Ungnade kommen und der nächsten Säuberungsaktion zum Opfer fallen kann. Als Gefolgsmann eines Diktators wird man also in der Zwickmühle zermahlen zwischen dem Risiko auf der Roten Liste zu landen und dem Risiko von den Feinden des Diktators zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Einen auf narzisstischer Ebene gestörten Lucius Malfoy mag Voldemort leicht mit Schmeicheleien um den Finger wickeln. Severus Snape hingegen ist viel zu intelligent, durchschauend und Resistent gegen Manipulation (sonst wäre er ja nicht mein Animus), um sich von Voldemort umgarnen zu lassen.
Was immer J.K. Rowling am Ende für Voldemort, Dumbledore und Severus vorgesehen hat – Der Charakterzug: “bedingsloser Gehorsam dem Herrn und Meister” ist mit Severus Snape unvereinbar, denn Sevi ist genau wie Thyra Lokisdottir aka Persephone ein “I do it my way-Geschöpf”
Gerade diese Unabhängigkeit im Verein mit seiner aus Schmerz geborenen Wut ist es, die Severus so unglaublich anziehend für die Damenwelt macht. Dabei sind sich die meisten schmachtenden Ladies nicht bewusst, dass Snape eine Verkörperung ihres verborgenen Animus ist.

Severus, the Animus

Kehre ich nun von meinen Ausflug in meinen intrapsychischen Parakosmos zurück, so schiebt Animus Severus eine mächtige Wut auf den Inneren Vater Dumbledore, der mit seiner Appeasement-Politik allerlei Unheil angerichtet hat. Sevi hat zwar den Triumph, dass er alles vorausgesehen und Recht behalten hat, aber genauso den Ärger, weil wir nicht auf ihn gehört haben und er sich mit den Folgen herumplagen muss. Da ich nicht an Zufälle glaube, ist es äußerst passend, wenn der wütende Animus nun die zu vertrauensselige Vaterfigur zu Tode flucht. Am Ende müssen wir jedoch alle in einer Seele zusammen auskommen und ich bin sehr gespannt, ob die Ereignisse von Band 7 ebenfalls eine Parallele in meinem Seelenkosmos finden werden.

http://www.dumbledoreisnotdead.com/

Der Beitrag wurde am Donnerstag 15. Dezember 2005 um 19:37 veröffentlicht und wurde unter Aus der Unterwelt abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare sind derzeit geschlossen, aber Du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

4 Kommentare

  • cowmilkcowmilk sagt:

    Vielleicht könnte es nützlich sein, ein paar Hinweise zu berücksichtigen.

    1. Snape ist kein Spion.
    2. Snape ist ein ausgesprochen mächtiger Zauberer -sehr, sehr mächtig!
    3. Snape beansprucht keine Macht für sich.
    4. Es gibt drei Gründe aus denen Dumbledore ihm vertraut.
    5. Dumbledore ist Tod.
    6. Snape ist in allergrößter Gefahr.
    7. Snape schützt Harry.
    8. Snape schützt Lucius Melfoy.
    9. Snape hat einmal jemanden geliebt.

    Braucht ihr noch mehr?

  • AmaltheaAmalthea sagt:

    Es ist zwar nicht so leicht, fiktive Personen ins Enneagramm einzuordnen, aber meistens gelingt es mir doch; ich nehme an, das liegt daran, dass die meisten Autoren ihre Darsteller nach dem Muster von tatsächlichen Personen ihrer Bekanntschaft erschaffen.
    Ich bin zwar kein ausgesprochener HP-Fan (…Asche auf mein Haupt…), aber schon ziemlich bald stellte ich fest, dass mir Severus Snape von allen Gestalten am sympathischsten war, und es dauerte nicht lange, da kam mir der Verdacht, es könne sich um eine verwandte Seele handeln ;)
    Ich will es natürlich nicht beschwören, wer weiß, wie und wo und warum J.K. Rowling ihn geschaffen hat, aber hier ein paar Anhaltspunkte darüber, warum er wahrscheinlich zum Enneagramm-Typ Vier gehört:
    - Der Vierer IST der Archetyp des Magiers.
    - Er hat einen üblen Ruf, hat aber meines Wissens nichts schlimmes verbrochen. (Er hasste Harrys Vater zwar, wollte aber nie seinen Tod, das sagte Dumbledore schon in Buch 1 ganz deutlich zu Harry.)
    - Er kann Harry zwar nicht leiden und wird auch mit keinem anderen warm, aber wenn er kann, beschützt er jeden, der in Gefahr gerät.
    - Er ist eine Art „Doppelagent“: hat keinen Ort, an den er wirklich gehört, kann sich aber auf jeder Seite relativ frei bewegen.
    - Er ist kein Angeber, aber wenn es darauf ankommt, merkt man, dass er sogar sehr mächtig ist.
    - Er liebte eine Frau, die er nicht haben konnte – ein typisches Vierer-Dilemma. :roll:
    - Er hasste Harrys Vater, weil dieser der Star von Hogwarts war – die klassische Sünde des Vierers, der Neid.
    Seine Düsterkeit und Verschlossenheit können auf einen starken Fünfer-Flügel hinweisen; man weiß aber auch, dass er kein leichtes Leben hatte. Andererseits lässt ihm das auch gewisse Freiheiten, die andere nicht haben, und Vierer lieben bekanntlich ihre Freiheit.
    Vierer sind grundsätzlich introvertiert, sie leben mehr nach innen als nach außen. Jeder Enneagramm-Typ beschützt etwas Bestimmtes, der Vierer u.a. die Vergangenheit, den Tod, die Freiheit und die Wahrheit. Auch das trifft alles zu. So, und jetzt könnt ihr mich lynchen… nein, bitte nicht!!!

  • christinechristine sagt:

    hallo?

    1.Snape hat immer Harry beschützt und Albus vertraute ihm
    2.Hilft er ungemein viel dem ORDEN
    3. Wen hat er geliebt????
    ist mir wohl oder übel entgangen

  • Neues Schattendings » “Harry Potter and the Deathly Hallows”Neues Schattendings » “Harry Potter and the Deathly Hallows” sagt:

    [...] Fans hat – bis zum 7.Band. Tja, die “I-trust-Snape”-Kampagne hatte wohl doch recht. Und Tharanis [...]

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