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Taurrus zum letzten

10. Juli 2006

Aus gegebenen Anlass noch einmal eine kleine Notiz über die Taurrus GmbH, um das Bild abzurunden, dann höre ich aber wirklich auf, über diese unsägliche Firma zu berichten.

Als ich Mittwoch (05.07.) auf dem Weg zur Meditationsgruppe in die Stadtbahn stieg, traff ich dort Jörg S., einen ehemaligen Mitstreiter aus der Weiterbildungsgruppe bei der DAA 2003. Jörg ist ein großer, dicker Knuddelbär, schwul, keine Unze Logik im Kopf aber herzenslieb. Ich hatte mich damals sehr gut mit ihm verstanden und gerne mit ihm geknuddelt. Aber wie das immer so ist, wenn Gruppen sich auflösen, die Kontakte verblassen, man verliert sich aus den Augen.

Als ich Jörg sah, war es mir, als lägen gar keine Jahre zwischen uns, als hätten wir uns gestern erst gesehen. Wir berichteten und gegenseitig von unseren Karrieren seit der DAA. Jörg hat Alg II und diverse Jobs hinter sich, arbeitet aktuell auch in einem Callcenter und nimmt Aufträge für Waschmaschinen-Reparaturen an. Da habe ich es mit HLX-Flügen ja noch gut getroffen.
Nun, wie dem auch sein.
Vor seinem jetztigen Job habe er in Sarstedt und davor bei Taurrus gearbeitet.:!: Klingelin, da läuteten alle Glocken der Neugier bei mir.

Jörg hatte sich im März 2006 auf die gleiche Anzeige wie ich beworben, nur hatte er leider nicht im Internet nach Taurrus recherchiert und wußte nicht, worauf er sich einließ. Schriftliche und telefonische Kundenbetreuung, 38,5h Woche klingt ja ganz nett. 1200€ brutto sind zwar ein mageres Salär, aber als Langzeitarbeitsloser stellt man keine hohen Ansprüche mehr.
Natürlich wurde alles ganz anders: die Kundenbetreuung hatte die Qualität einer Drückerkolonne. Jörg musste eine Liste mit Schuldner abtelefonieren und Termine für den Außendienst machen. Da der schlechte Ruf der Taurrus schon durch die Welt geeilt war, waren die Reaktionen der Angesprochenen entsprechend heftig bis zum wortlosen Aufknallen des Hörers.
Die Firmenleitung verbreitete indess schlechte Laune, machte Druck und schreckte auch nicht vor Beschimpfungen der Angestellten zurück. Die vorgeschobene Geschäftführerin hätte tatsächlich nichts zu melden gehabt. Natürlich wusselte der wegen Wucher verurteilte Thomas S. trotz gerichtlichem Verbotes in der Firma herum und eines Tages stand ein TV-Team der Sendung BIZ vor der Tür, um über die dubiosen Machenschaften zu berichten.
Nach zwei Wochen Tätigkeit bekam Jörg eine Änderungskündigung, vorbei war es mit der 38,5h Woche, 45h waren angesagt, selbstverständlich ohne Lohnausgleich. Nach einem Monat hielt er es nicht mehr aus und bat Taurrus ihn zu kündigen. Diesem Wunsch kamen die netten Herrschaften sogar nach. Einen kleinen Schönheitsfehler hat die Sache allerdings: auf sein Gehalt wartet er heute noch.
Im August wird Jörg zumindest den Firmenanwalt wiedersehen – vor dem Arbeitsgericht!

Der Beitrag wurde am Montag 10. Juli 2006 um 18:16 veröffentlicht und wurde unter Oberwelt-Abenteuer abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare sind derzeit geschlossen, aber Du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

3 Kommentare

  • ZusannaZusanna sagt:

    Ist ja alles sehr interessant, was da über die Taurrus GmbH geschrieben wird. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass Jörg S. eine Liste mit tausenden Schuldnern abtelefonierte. Für die Verwaltung tausender Schuldner braucht man doch demnach eine gute Software, um die Schuldner am Computer zu bearbeiten, oder wie soll das sonst gehen? Ich glaube kaum, dass die Taurrus GmbH mit der Schreibmaschine die Schuldner erfasst. Es wäre mal interessant, wenn Jörg S. dazu mehr sagen könnte, da ich mir vorstellen kann, dass nämlich die Adressen der Schuldner aus einer verbotenen Quelle kommen. Immer wieder hört man doch in verschiedenen Foren, dass die Leute genauso wie ich einen Brief erhielten, obwohl die gar nichts vorher von Taurrus wussten bzw. die kannten. Vielleicht kann Jörg S. ja mal mehr dazu sagen, dann kann man sich vorstellen, wie die Taurrus an die “Kunden” kommt…

    Liebe Grüße aus Magdeburg, Zusanna

  • PersephonePersephone sagt:

    Hallo Zusanna,

    so ganz schlau werde ich aus Deinem comment nicht, denn ganz gleich ob Taurrus eine moderne Software oder eine antiquierte Methodes zur Verwaltung ihrer potentiellen “Kunden” benutzt, so bedarf es doch der Telefonisten, um Termine für die Außendienstmitarbeiter zu vereinbaren.
    Während meiner Internet-Recherche bin ich auf Quellen bei Verbraucherschutz-Zentralen gestoßen, in denen darauf hingwiesen wird, dass die Informationen über Schuldner tatsächlich auf illegale oder zumindest semi-legale Weise besorgt worden sind.
    Glücklicherweise sind Betrügereien durch Erfahrungsberichte im Internet nicht mehr so einfach möglich.

    Viele Grüße
    Persephone

  • DanielDaniel sagt:

    Also wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe, werde ich mich in diese Nebelwelt der Taurus GmbH begeben. Wünsch mir Glück, das ich dort heil und auch amüsiert wieder raus komme!!! Übrigens das mit dem Aqualaatzium sollte kein plumper Anmachversuch sein….Naja willkommen in meiner Parallelwelt:mrgreen:

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