Mit der im Herbst 2005 getätigten Erweiterung meiner website unter dem Titel Persephones Unterwelten war ich nie recht zufrieden.
Da ich von der veralteten Frame-Struktur wegkommen wollte,(Himmel wie die Zeit vergeht! Ich kann mich an die Zeit erinnern, da waren Frames der letzte Schrei und wurden so grauenvoll übertrieben benutzt, dass man sich auf manchen Homepages im Irrgarten der Scrollbalken verlor, so dass ich eine überzeugte Framegegnerin war – Raven weißt Du noch? :grin:) ohne mich mit lästiger Programmierarbeit abzumühen, besorgte ich mir fertige Templates, teilweise mit moderner CSS -div- Struktur, teilweise mit der ebenfalls veralteten Tabellenkonstruktion. Da ich keine Lust hatte, den Initiationsweg in die Mysterien der Cascaden zu beschreiten, doktorte ich mit der trial-and-error-Methode an den Templates herum, um sie einigermaßen meinem Geschmack anzupassen. Wirklich glücklich war ich mit dem Ergebnis nicht, denn es sah irgendwie nicht nach Persephone aus. :neutral:
Vor einigen Wochen überfiel mich dann der kreative Webdesign-flow in Eintracht mit dem Ehrgeiz, doch zu einer Adeptin der heiligen Cascade zu werden.
Mit dem berühmten selfHTML und einem zusätzlichen CSS-Tutorial waren die meinem Ehrgeiz angemessenen Kenntnisse schnell erworben. Das pixelgenaue definieren von Kästchen, die dann mit Inhalten gefüllt werden ist von genialer Schlichtheit.
Aber wie das immer so ist mit dem Programmieren: man sieht vor lauter Klammern und Semikolons den Fehler nicht. So verzweifelte ich einen Tag lang daran, dass ich die im
Parallel zur Veränderung hinter den Kulissen habe ich auch eine Veränderung am Bühnenbild vorgenommen und mit Hilfe von Paint shop pro Tutorials meine ersten Interfaces erschaffen. Es ist als würde das Ensemble meiner website neue Kleider anziehen. Die Umkostümierung ist noch lange nicht abegschlossen. Bisher kommen der Tempel der Lipophilie und der wichtigste Teil der Psycho-Seite (Borderline und SVV) im neuen Gewand daher. Die Lyrikseite ist hübsch genug angezogen und bedarf keines neuen Kleides. Nur der alte Kern der Homepage, die Esoterik-Sektion, muss nach wie vor seinen alten Lumpen tragen, obwohl gerade dieser Teil dringend einer neuen Robe bedarf. Doch mit einem neuen sternenglitzernden Mäntelchen ist es bei der Hexenseite nicht getan. Sie benötigt auch eine inhaltliche Generalüberholung, die noch viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Ich habe in den letzten Wochen einige Unterwelttexte geschrieben, die noch in Tharamirs Schatzkammer auf ihre Enthüllung warten. Ich weiß nur noch nicht, in wie weit ich die Esoterik-Sektion bei wotanstochter.de belasse oder auf die neue Domain weltenwandler.info umschichte. Von dem Weltenwandler-Projekt mit Cassandra wird noch zu berichten sein. Ein Teil ihrer Arbeit als Photographin ist auf Cassandras Eyes zu bewundern.
Inhaltlich gibt es es bei wotanstochter.de daher nicht allzuviel Neues: der yin-yang-Text bereichert den Tempel der Lipophilie und meine Arbeit über Asperger-Syndrom ruht im Seelenkosmos. Mit gänzlich neuem content gefüllt ist die SVV-Seite.
Wenn ich jetzt alles durchklicke, sieht das gar nicht nach vielen Neuerungen aus. Dabei habe ich so viele Tage und Nächte daran gesessen und mich gewundert, wie schnell die Zeit vergeht:Wie die CD ist schon wieder durchgelaufen? Huch der grauenvolle Morgen graut und die Vögel beginnen schon wieder zu flöten”
Wegen des webdesign-flows ruhte die schriftstellerische Romanarbeit, aber früher oder später werden mir meine Protagonisten wieder auf der Nase herumtanzen und mich als Schöpferin benutzen. Es ist doch seltsam: wer erschafft eigentlich wen? Ist es nicht so, dass unsere Schöpfungen uns benutzen, uns gebieten, sie zu erschaffen? Von meinen geistigen Abkömmlingen lasse ich mich gerne benutzen.
Gib mir den FLOW
Der Beitrag wurde am Dienstag 6. Juni 2006 um 22:32 veröffentlicht und wurde unter Persephones Perspektive abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare sind derzeit geschlossen, aber Du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
Du sagtest zwar, dass Dir die Validierung egal ist, aber falls Du keine Lust hast, nach einem fehlenden Semikolon zu suchen, oder verzweifelst, warum etwas scheinbar verkehrt angezeigt wird, helfen diese Tools trotzdem:
W3C CSS Validator
W3C HTML Validator
Und was man mit CSS so alles anstellen kann, sieht man im CSS Zengarden – oder eben in meinem Blog, das ebenfalls über einen CSS-Styleswitcher verfügt.
Vielen Dank für die links. Vielleicht werde ich sie eines Tages in Anspruch nehmen müssen, wenn ich verzweifelt vor einem unwilligen Stylesheet sitze. Ein seltsames Erlebnis hatte ich bereits: ich veränderte etwas bei der link-Definition und schon geriet meine ganze Kästchenanordnung aus den Fugen. Ich musste die Veränderung wieder rausnehmen, um meine Ordnung zu retten. Seltsam, seltsam.