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Umzug

21. Dezember 2006

Nein, ich bin nicht aus meinen kuscheligen Gemächern verjagt worden und muss nicht in eine zugige Barracke umziehen. Es geht nicht um meinen persönlichen Umzug sondern um den Umzug meines Arbeitsgebers!

Bisher war das Callcenter, dem ich meine liebliche Stimme, meinen scharfen Verstand und meine flinken Hände (ich bin gerade deprimiert genug, um meinem Narzissmus unverholen zu frönen) leihe, in einem Bürogebäude am Expo Plaza angesiedelt. Wir hatten uns dort über die zweite Etage ausgebreitet, ein steriles, funktionales Großraum-Büro, schnörkellos und unpersönlich, dennoch habe ich mich dort wohl gefühlt, denn wo viele Menschen zusammenkommen, sollte es steril zugehen, zudem mag ich weite, große Räume und da ich die Fähigkeit besitze, so sehr in mich selbst zu versinken, dass ich meine Umgebung kaum noch wahrnehme, vorausgesetzt die Außenreize sind nicht zu grell oder laut, konnte ich mir auf meinem Platz für die Dauer meiner Schicht mein temporäres Territorium schaffen.
Der große Nachteil der Lokation am Expo Plaza ist die weit auswärts liegende Lage, besonders für jene Mitarbeiter, die aus dem Norden Hannovers kommen oder mit dem Zug von auswärts nach Hannover reinfahren. Vom Hbf aus muss man erste eine Station zum Aegi fahren, dort umsteigen und schließlich nochmal 20 Minuten bis Expo Plaza gondeln.

Ich persönlich hatte mir meiner Verkehrsanbindung noch Glück: ich fuhr mit dem Bus in 15 Minuten nach Bemerode Mitte, von dort aus brauchte die U-Bahn nur noch 7 Minuten bis zum Expo-Gelände.
Nichtsdestotrotz habe ich diesen Weg gehaßt, denn meistens fange ich um 8:00 an zu arbeiten und musste daher den Bus nehmen, der regelmäßig mit Horden von zappelnden Schülern überfüllt war, die ihre kleinen, mageren Leiblein durch dicke Ranzen zu einem Dreifachen des natürlichen Volumens aufblähten. Nur unter Einsatz meiner dreistelligen Körpermasse gelang es mir, meinen Weg zur Tür frei zu boxen. An der U-Bahn Haltestelle in Bemerode traff ich dann auf den nächste Schülerschwemme. Meistens war ich die einzige Erwachsene, die inmitten von gackernden und krachenden Teenagern, auf die hoffnungslos überfüllte Bahn wartete.
Oh wie sehr habe ich diesen Weg gehaßt!
Eine Anekdote am Rande: am Tag als ich mich zum letztenmal durch diesen Arbeitsweg quälen musste, ging ich an einem Jungen vorbei, der im selben Haus wie ich wohnt. Er tippte seinen Freund an und sagte: “Guck mal die Frau da, die wohnt im selben Gebäude wie ich”. Was er weiter erzählte habe ich nicht mehr mitbekommen, weil ich weiter gegangen bin, aber offenbar bin ich dem Kind nicht ganz geheuer. Die Gothic-Lady als Kinderschreck Hui Buh !

Geplant war der Umzug bereits für das Wochenende 16./17. Dezember, so dass ich nach meiner Urlaubswoche am Montag, 18. Dezember, brav zum neuen Standort pilgerte und vor verschlossenen Türen stand. Wie ich vom per Handy herbei zitierten Hausmeister erfuhr, hatte sich der Umzug verzögert, so blieb mir nichts anderes übrig als nochmal zum Expo-Gelände zu fahren.

Aber seit heute, 21.Dezember, ist es wirklich so weit: wir haben die neuen Räumlichkeiten am Aegie bezogen, nur wenige Schritte von der Haltestelle entfernt und darüber hinaus im Erdgeschoss gelegen.
Es handelt sich wieder um eine sterile, schmucklose Arbeitsstätte. Der Raum ist sehr groß und die Plätze wirken darin fast verloren. Keine Frage, da war das alte Büro doch etwas kuscheliger, auch die alten Tische waren besser geformt, da sie konkav abgerundet waren, zwischen den Tischen gab es Freiraum, dafür waren die einzelnen Reihen dichter beisammen. Nun stehen jeweils zwei gerade Tische direkt nebeneinander ohne Lücke und auf der gegenüberliegenden Seite nochmal zwei Tische durch eine Trennwand abgeteilt.
Natürlich bedarf eine neue Lokation immer der Gewöhnung. Noch ist nicht alles ausgepackt, vielleicht wachsen die Energien des Teams im Laufe der Zeit ja zu einer den Saal durchdringenden Kuschelaura zusammen.
Natürlich herrschte heute Morgen noch Chaos. Ich musste drei PCs ausprobieren, bevor ich ein fully funktional Exemplar fand. Besorgt war ich, als bei dem ersten PC das Internet nicht ging. Sollten sie uns etwa von der großen weiten Welt ausgesperrt haben? Nein, Mercurius sei dank nicht, das Nichtfließen des Datenstroms galt als Fehler und ich sollte mir einen anderen Platz suchen.
Der Gang zur Toilette erfordert eine Durchquerung des ganzen Raumes, so kann ich mich wenigstens mit ein paar Schritten vom dauernden Sitzen ausruhen. Weniger gefällt mir, dass man zwangsläufig am Chefplatz vorbei kommt, der wird zwar besseres zu tun haben, als zu studieren, wer wie oft aufs WC rennt, aber blöd ist das trotzdem.

Ob die neuen Räume ein Gewinn sind? Vermutlich nicht. Größter Nachteil ist das grelle Licht. Im alten Büro hatten wir Stehlampen neben den Tischen stehen, die wir individuell an- oder ausschalten konnten, wobei ich natürlich meine immer ausgelassen habe. Nun gibt es nur noch kollektive Deckenbeleuchtung, ein schwerer Minuspunkt.
Ich denke, wir werden uns schon eingewöhnen.
Das Riesenplus und deshalb bin ich so froh über den Umzug: Ich spare pro Strecke 20 Minuten, ich muss mich nicht mehr von hibbelnden Schüler-Plagen anrempeln lassen und muss nicht mehr umsteigen. Auch für Besorgungen in der Innenstadt ist der Weg nicht mehr weit. Juhu.

Ansonsten darf ich mich weiterhin mit Reisebüros und deren fremde Welt auseinandersetzen. Es ist erschreckend wie viele Reisebüros es auf der Welt gibt. Wozu braucht jemand in Zeiten des Internets noch ein Reisebüro? Meinetwegen können alle Reisebüro abgeschaft werden.

Der Beitrag wurde am Donnerstag 21. Dezember 2006 um 22:06 veröffentlicht und wurde unter Oberwelt-Abenteuer abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare sind derzeit geschlossen, aber Du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

2 Kommentare

  • HansHans sagt:

    Hallo, liebe Persephone,

    es freut mich, dass Du nun einen kürzeren Weg hast.
    Ein besinnliches Fest für Dich und
    liebe Güße
    Hans

  • PersephonePersephone sagt:

    Dankeschön Hans. Ich wünsche Dir auch ein besinnliches Fest und neue Erkenntnisse während der Raunächte.

    Liebe Grüße
    Persephone

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