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Wochenendgesellschaften

27. Dezember 2006

Während der trüben Tage Ende November/Anfang Dezember rieselte ein kleiner Glücksblumen-Segen auf mich herab, und ich durfte mich zwei Wochenenden hintereinander tatsächlich an menschlicher Gesellschaft erfreuen.

  • 24. bis 26. November 2006: Familybesuch in Hannover
  • 02. bis 03. Dezmeber 2006: mein Besuch bei Raven in Neuss


Familien-Besuch in Hannover

Freitag, 24.11.2006

Wie üblich musste ich von 08:00-14:00 im Callcenter arbeiten und war ca. 14:45 zu Hause. Da die Gäste erst am Spätnachmittag eintreffen würden, hatte ich noch genug Zeit, um die Wohnung in einen empfangsbereiten Zustand zu versetzen: Geschirr spülen, Saugen, Katzenklo reinigen.
Um 17:30 trudelten meine Mama, meine Schwägerin Petra und meine jüngste Nichte Susanna in meinem Sanktuarium ein. Dem Ritus für Familienbesuch folgend machten wir uns sogleich auf den Weg nach Laatzen ins Kaufland, wo ich den Einkaufswagen mit Vorräten voll häufte. Manche Dinge gibt es nur hier, und da ich ohne automobiles Vehikel schwerlich zu Kaufland komme, haben diese Einkäufe Kultcharakter, nicht zu letzt auch deshalb, weil Mama an der Kasse ihre EC-Karte zückt und mir somit einen Wocheneinkauf spendiert.
Nachdem wir die Beute in meiner Wohnung verstaut hatten, ließen wir uns von der Stadtbahn in die Innenstadt kutschieren und suchten in der Altstadt nach einer Lokalität zum Dinieren. Ein schmucker Italiener fand schließlich mein Wohlgefallen. Ohne die italienische Küche wäre die Welt um einen bedeutenden Sinnesgenuß ärmer.
Ich wählte einen Insalata mista und Penne quatro fromagi aus der Speisekarte aus. Das Ristorante hatte offenbar den Anspruch einen gehobenen Eindruck zu erwecken. Der Salat war klein aber fein. Bei den Nudeln hatte ich meine Zweifel, ob ich davon satt werden würde. Der Teller war zwar groß, aber die Pasta war nicht gehäuft sondern verlor sich in einfacher Schicht auf der Ebene. Glücklicherweise hatte ich ja den Salat und Mum spendierte ein Häufchen ihrer Nudeln in Broccoli-Sahnesoße.
Wir rundeten den Abend in meiner Lieblingscocktailbar ab, dem Fire, welches mit plüschigen Sofas und einer feurig-orange-warmen Wanddekoration eingerichtet ist. Da die Nudeln am Ende doch gereicht hatten, verzichtete ich auf einen sahnigen Cocktail und schlüfte stattdessen einen Capuccino und zum Schluss noch einen Averna.
Zurück in meinem Sanktuarium verzogen sich Petra und Tochter in das Hexenzimmer, wo sie sich ein mitgebrachtes Luftpolsterbett aufpumpten. Mum stelle ich wie immer mein Bett zur Verfügung, während ich selbst auf dem Sofa mein Schlaflager errichtete. Um besser einschlafen zu können stöpselte ich Kopfhörer in den Fernseher und schaute den Film “American History” über den Werdegang eines jungen Neo-Nazis, der im Gefängnis geläutert wird, weil ihn ein schwarzer Mitgefangener vor Prügel durch die anderen (political incorrect) Neger, (political correct) Afroamerikaner bewahrt, während er von seinen Faschokumpels vergewaltigt wird. Ich hatte den Film schon einmal gesehen und er hatte mir sehr gut gefallen.
Kater Q kuschelte sich zu mir aufs Sofa, das ist so lieb.

Samstag, 25.11.2006

IKEA ist Kult. Hannover kann mit einer neuen Riesenfiliale des schwedischen Möbelhauses glänzen, diese befindet sich auf dem Expo-Gelände unweit des ehemaligen Standortes meiner Arbeitsstelle. Seit der Eröffnung im Oktober sind schon viele IKEA-Pilger an mir vorbeigezogen, fragten nach dem Weg oder bevölkerten mit ihren Beutestücken die U-Bahn.
Wer glaubt, man gehe nur zu IKEA, um Möbel zu kaufen, der irrt. Samstagmorgen trifft man sich dort zum Frühstück. Die laut klappernde Kantinenatmosphäre wird durch extrem günstige Preise wett gemacht. Während Petra und Mum Speis und Trank besorgten, belegte ich mit meiner Nicht einen Tisch.
Susanna malte die ganze Zeit, nun ja, kritzelte wäre der passendere Ausdruck. Auch ich hatte die Ehre gemeinsam mit Kater Q als Modell zu dienen, natürlich inklusive Hexenhut.
Nach der Magenfüllung schlenderten wir durch die Kleinwaren-Abteilung. Ich nahm drei Päckchen Teelichter mit, die gibt es nirgendwo so günstig wie bei IKEA, und erstand eine Bratpfanne, da meine alte Zweitpfanne bereits am Rosten war.
Anschließend dirigierte mich Mum zu einem großen Schuhcenter, denn sie weiß wohl, wie sehr ich Schuhekaufen hasse und dass ich meine alten Schuhe so lange trage, sie bis sie in Fetzen von meinen Füßen hängen oder sich Schusternägel in meine nackten Sohlen bohren. Viel Auswahl, wenig Gefallen. Am Ende nahm ich ein paar Schuhe mit, das meinem jetztigen Paar fast gleichte.

Ein Ausflug gehört ebenfalls zum Ritual des Familienbesuchs. Im zugigen November haben sich viele Ausflugsziele bereits zur Winterruhe gebettet, so fiel meine Wahl auf Schloss Bückeburg westlich von Hannover. Schade, dass wir eine Woche zu früh dran waren, die Vorbereitungen für einen Weihnachtsmarkt am folgenden Wochenende im Schloss liefen auf Hochtouren.
Die Besichtigung erfolgte in Form einer einstündigen Führung. Die Führerin hatte den Charme einer sibirischen Gulagaufseherin und kommandierte uns mit harter, im krassen Kontrast zur Lieblichkeit des Interieurs stehender Stimme durch die Säle. Susanna fürchtete sich vor der dunklen Kapelle, so dass Petra und die Kleine auf die Führung verzichteten. Das Gotteshaus als Gruselkabinett, diese Wirkung auf eine Klein-Mädchen-Seele kann ich nachvollziehen und sollte den Kirchenmännern zu denken geben, von wegen Frohe Botschaft.
Denkt man sich die Gulagaufseherin weg, ist Schloss Bückeburg wirklich sehenswert.

Für den Abend stand ein Kinobesuch auf dem Programm, doch bis dahin hatten wir noch viel Zeit, die wir mit einem Besuch in der Eisdiele am Hbf füllten. Danach ging es zum Shoppen auf die gegenüber liegende Konsummeile. Shoppen: das machte nur in einer Art von Laden Spaß, einem Buchladen. Ich nahm meine Nichte an der Hand und geleitete sie in die Kinderbuchabteilung von Schmorl und Seefeld. Doch das von mir für sie erwählte Buch fand nicht ihr Gefallen. Sie entschied sich für irgendetwas Rosanes. Also kaufte ich mir das Buch selbst: Die kleine Hexe von Otfried Preussler.

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In einer Zeit, als ich noch nicht wußte, dass ich aus der Welt gefallen bin, in einer Zeit, als die Welt noch in Ordnung und meine Seele in Frieden war, da hatte ich eine Hörspielplatte, die mir von der kleinen Hexe und ihrem Raben Abraxas erzählte. Natürlich identifizierte ich mich mit der kleinen Hexe, zog einen alten Schlumpelrock an und hüpfte auf einem Reisigbesen aus Omas Schuppen über den Hof. Die Gewandung mag etwas gediegener geworden sein, aber die kleine Hexe bin ich geblieben und die Lektüre des Buches entführt mich in eine heimelige Welt, die gute alte Zeit, als man noch Holz im Wald sammelte und dadurch der Natur nahe war, als es heiße Maronen nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt gab und die Walpurgisnacht auf dem Blocksberg noch keine Veranstaltung des Harzer Touristikvereins war.

Es folgte das Abendmahl bei “Mr. Q” inklusive Cherry Kiss Cocktail und der Kinobesuch: “James Bond – Casino Royal”
Daniel Craig, der neue Bonddarsteller ist im Vorfeld arg gescholten worden, es gab Hetzkampagnen und Boykottaufrufe, das VORURTEIL rollte dick und fett durch die Medien. Vielleicht war das alles nur eine durchtriebene Werbekampagne, denn Daniel Craig und sein Film waren nicht mal halb so schlecht wie die vorschnellen Unkenrufe uns weismachen wollten. Thematisch gesehen spielt Casino Royal vor allen anderen Bondfilmen. James ist gerade erst zum Doppelnull-Agenten ernannt worden und hat seine Gefühle noch nicht gänzlich unter dem Panzer der ewigen Coolness begraben, gerade das macht den Film sehenswert und es ist der erste Bondfilm, der mich emotional berührte, besonders die Szene, in der sich James zur traumatisierten Heldin in vollen Klamotten unter die Dusche setzt und seine Schulter zum Anlehnen anbietet.
Fazit: empfehlens- und sehenswert!

Sonntag, 26.11.2006

Zum Ausklang des Wochenendes besuchte ich mit meinen Gästen ein üppiges und delikates Frühstücksbuffet in der Griechischen Botschaft, einem neuen, großen und angenehm ausgestatteten Restaurant in meiner Nähe. Hjammi es gab lecker Schafskäse und ich ließ es mir gut gehen.
Anschließend fuhren die Drei wieder gen Süden und ich spazierte zurück in mein Sanktuarium.

Besuch bei Raven in Neuss

Raven vollendete am 28. November ihr 30. Lebensjahr. Um sie über die Schwelle ins post-juvenile Alter zu begleiten, besuchte ich sie am folgenden Wochenende.

Samstag, 02.12.2006

Schweren Herzens ließ ich mein Kätzchen allein im Hexenhäuschen zurück, wohlwissend, dass Q es gar nicht leiden mag, wenn ich verreise und er über 24h auf seine menschliche Gefährtin verzichten muss.
Paradoxerweise ist es manchmal billiger 1.Klasse zu reisen als 2.Klasse, weil es in der 1.Klasse noch einen Sparpreis gibt, der in der 2.Klasse schon ausgebucht ist. Gerne genoß ich den firstclass Komfort, der vor allem aus mehr Raum besteht, denn wie sagte schon Thomas Mann in seiner Erzählung “Tonio Kröger” (auf die ich ein andermal ausührlich zu sprechen kommen werde):

“Er fuhr mit Komfort, denn er pflegte zu sagen, daß jemand, der es innerlich so viel schwerer hat, als andere Leute, gerechten Anspruch auf ein wenig äußeres Behagen habe.”

Der Zug fuhr pünktlich los, vollbrachte aber das Kunststück 30 Minuten Verspätung einzufahren. Ich glaube, ich bin noch nie pünktlich in Düsseldorf angekommen. Glücklicherweise ist es im Handy-Zeitalter kein Problem die Abholerin von der Verspätung in Kenntnis zu setzen und es fahren fast alle 5 Minuten Bahnen von Düsseldorf nach Neuss, so dass es einerlei war, dass ich den ursprünglich geplanten Zug verpaßte.

Wie schön die beste Freundin, die Seelenschwester, die das Schicksal mir an die Hand gegeben hat, damit mein Leben nicht ganz unerträglich würde, wieder in die Arme zu schließen. Zu ihrer schnuckeligen 65qm Wohnung sind es nur wenige Gehminuten und ich reiste mit leichtem Gepäck.
Wie bei uns beiden üblich begann der Besuch mit dem Zubereiten eines köstlichen Salates bestehend aus Eisberg-Salat, Tomaten, Champigons, Zwiebeln, Sonnenblumenkernen und Mozarella, geschwenkt in Balsamico-Olivenöl-Dressing. Wir sind beide süchtig nach Salat!
Während das Grünfutter selig in unseren Mägen vor sich hingärte traf Micha aka MohMoh ein, um das kleine Geburtstagkränzchen zu komplementieren. MohMoh ist eine Freundin von Raven aus Fankreisen und Doktorandin der Chemie. Wir hatten im Vorfeld einige e-mails ausgetauscht und so war ich auf sie vorbereitet.
Micha wirkte im Umgang unkompliziert und ich fühlte mich in ihrer Gesellschaft wohl. Sie hatte leckere mit Oliven und Tomaten gefüllte Brötchen mitgebracht. Als Ausgleich zum Deftigen gab es von Raven gebackene Muffins mit Kokosfüllung, schleck.
Ich überreichte Raven ihre Geburtstagsgeschenke: ein Tageskalender mit Weisheiten des Dalai Lama und zwei Hängeleuchten für Teelichter zum Verschönern ihrer neuen Wohnung, die sie im Januar beziehen wird.

Ja, ja Raven, das mit dem gemeinsamen Opernbesuch nächstes Jahr nehme ich beim Wort! Am liebsten wäre Micha eine Wagner-Oper. Superb Madame, wir verstehen uns ;-)
Die quierlige Micha verließ uns bald wieder und zog weiter ihres Weges.

Raven und ich fuhren am Abend mit der S-Bahn nach Düsseldorf, um im Programm-Kino Metropol den Film Marie Antoinette anzusehen. Beide interessieren wir uns für Geschichte und lassen unsere Augen über den Rokokoprunk und die herrlichen Kleider des 18. Jahrhunderts schweifen.
Eines ist sicher: die Tochter von Kaiserin Maria Theresia zu sein, ist schweres Schicksal, noch schwerer ist es die Königin von Frankreich zu sein. Da wird die erst 14jährige Marie Antoinette aus ihrer Heimat ins ferne, fremde Frankreich fortgeschickt, muss gar ihr geliebtes Schoßhündchen zurücklassen und muss sich am Hofe von Versaille in einen ebenso wahnwitzigen wie langweiligen Tagesablauf zwingen lassen.
Louis XIV., der Absolutist, hatte den Adel Frankreichs aus ihren Ländereien nach Versailles gelockt, damit er sie im Blick hatte und sie ihn nicht beim zentralistischen Regieren dazwischenfunken konnten. Um die untätig gelangweilten Adeligen zu beschäftigen, hatte er das Lever erfunden, sein allmorgendlichen Aufsteh-Ritual, bei dem sich die Adeligen darum stritten, wer dem Monarchen das Unterhemd reichen durfte.
Auch die Gemahlin seines Ur-Ur-Ur-Enkels musste sich dieser Etikette beugen und durfte sich jeden Morgen nackt vor ihrem Hofstaat präsentieren. Als gut erzogene Kaiserintochter versucht Marie Antoinette eine gute Ehefrau zu sein, doch dem Gemahl Louis XVI. mangelt es, ganz männer-untypisch, an Sexualhormonen und braucht mehrere Jahre, um den Eingang in die weibliche Lustgrotte zu finden.
Um der Langeweile zu entfliehen, stürzt sich Marie-Antoinette ins oberflächliche Vergnügen, kauft Unmengen an Schuhe, läßt sich ein Prunkkleid nach dem anderen nähen, riesige Frisuren auf den Kopf türmen und tanzt von Ball zu Ball. Später, nachdem sie mehrfache Mutter geworden ist, zieht sie sich in ihr Sanktuarium Le petit Trianon zurück und pflegt einen einfacheren, naturzugewandteren Lebensstil.
Der Film überrascht durch moderne New Wave Romantic Musik, u.a. von Siouxiis and the Banshees, einer Gothic-Ikone, die einen harmonischen Kontrast zum Rokoko-Interieur bildet. Wahre Kunstwerke sind auch die Speisen, die im Film aufgetischt wurden, hauptsächlich Fleisch und Torten. Da wundert man sich wie Marie-Antoinette ein so zierliches Persönchen bleiben konnte.
Nun jedenfalls fanden Raven und ich den Film sehenswert, auch wenn die Schnellschnitt und Actionkrach gewöhnten Zuschauer dieses cinastische Werk einschläfernd finden mochten.

Zurück in Ravens Wohnung knabberten wir Chips und legten mal wieder die Tarotkarten, die uns wie immer kryptische Antworten gaben und die Zukunft im Finsternebel beließen.

Sonntag, 03.12.2006

Nach dem Frühstück mit Brötchen und allerlei delikaten Brotaufstrichen zeigte mir Raven ihre Bildersammlung venezianischer Kostüme. Unser Traum ist es, eines Tages in selbstgefertigten Kostümen dem Karneval in Venedig beizuwohnen. Im Gegensatz zur erzwungenen Albernheit des deutschen Karnevals, dem das Spießertum aus der Bütt schallt, glänzt der venezianische Karneval mit einem unnachahmlichen morbiden Charme – Melancholia rules.

Minx, Ravens schwarzpelzige Mitbewohnerin, lief diesmal nicht meinen wallenden Gewändern hinterher, um mich hinterrücks anzufallen. Ganz geheuer bin ich ihr, obwohl selbst Katzenmama, allerdings nicht, wobei Minx Fremden gegenüber generell scheu ist. Sie hielt Abstand, was sie aber nicht daran hinderte, den Inhalt meiner Tasche von innen zu begutachten.

Zum Mittagessen futterten wir erneut Salat und langsam rückte die Stunde vor, an der ich wieder scheiden musste. Es war mein letzter Besuch in Ravens außerordentlich schönen Wohnung in Neuss. Im Januar zieht sie in eine günstigere Wohnung nach Düsseldorf, damit sie ihre Arbeitszeit auf eine 4-Tage-Woche reduzieren kann, da sie die 5-Tage Woche aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr schafft.

Mit 1.Klasse komfort ging es zurück nach Hannover. Wie ich erwartet hatte, denn ich kenne ja meinen Pappenheimer, hatte Q-de Lancie auf die Bettdecke gepinkelt, so dass ich selbige sofort in die Waschmaschine stopfen musste und mich nachts mit meiner Vliesdecke behalf.

Kurz aufgeblüht und dann verwelkt
Glücksblumenschicksal
Dunkelheit wie Blitz erhellt
Pechjammertal

Der Beitrag wurde am Mittwoch 27. Dezember 2006 um 23:23 veröffentlicht und wurde unter Oberwelt-Abenteuer abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare sind derzeit geschlossen, aber Du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

3 Kommentare

  • AmaltheaAmalthea sagt:

    Erst mal vielen Dank für das Kompliment über die italienische Küche, ich stamme nämlich aus diesem Land :cool:
    Ich bin seit zehn Jahren zu Karneval in Venedig, aber solltest du mal hinfahren, lass dich nicht enttäuschen – so melancholisch geht es da gar nicht zu. Im Gegenteil, ich konnte manchmal nicht einschlafen, weil bis spät in die Nacht auf den Straßen lautstark gefeiert wurde. Auch die übrige Stimmung ist eher stilvoll und poetisch als morbid, aber das kann auch nur mein eigener Eindruck sein.
    Leider ist Venedig wirklich so teuer wie ihr Ruf; ich frage mich jedes Mal, warum ich so irre bin, diese Preise zu bezahlen, aber was soll’s, wenigstens ist es nur einmal im Jahr. :lol:
    Am letzten Wochenende vor Rosenmontag sollte man übrigens keinesfalls hinfahren! Da ist es so voll, dass sich in den Gassen regelrechte Staus bilden und ich mich schon manchmal gefragt habe, warum der Markusplatz nicht allein schon wegen des Gewichts der vielen Leute ins Meer versunken ist. Vielleicht ist es am Wochenende davor genauso schlimm, aber das weiß ich nicht, ich war bisher immer nur zu den letzten Tagen da.
    Vielleicht sieht man sich da ja mal, nächstes Jahr oder so. ;)

  • PersephonePersephone sagt:

    @Amalthea:

    Ich wüßte gar nicht, was ich essen sollte, wenn es die italienische Küche nichte gebe ;)

    Ich kann es natürlich nicht aus eigener Anschauung beurteilen, weil ich noch nie in Venedig war, aber ich finde, die Stadt an sich hat etwas Morbides. Wobei das daran liegen mag, dass ich bei Venedig immer an den Film “Wenn die Gondel Trauer tragen” denken muss, und der ist extrem morbide.
    Aber ob nun morbide oder nicht, Karneval in Venedig ist bestimmt eine Reise wert, denn die Kostüme sind eine Augenweide und das Gestalten des eigenen Kostüms eine kreative Herausforderung.
    Danke für die Überbevölkerungs-Warnung, denn Menschenhorden sind mir ein Greul und eingequetscht in Menschenmassen kriege ich schnell den Koller.
    Schneiderst Du Dir auch immer ein Kostüm?

  • AmaltheaAmalthea sagt:

    Ich habe “Wenn die Gondeln Trauer tragen” nie gesehen und bin mir auch nicht sicher, ob das was für mich ist… Die Stadt ist wirklich sehr stimmungsvoll, aber jeder sieht natürlich etwas anderes darin. Manche finden sie einfach sehr romantisch, andere vielleicht eher traurig.
    Nein, ich schneidere mir nicht jedes Mal ein Kostüm, das wäre entschieden zu aufwendig! Ich habe mir in einem Anfall von Verrücktheit mal eines geliehen und es war sehr schön, aber zu dem Preis mache ich das garantiert nicht wieder. Mein Vater hat mir vor Jahren eines geschenkt, und das wird jetzt jedes Jahr überarbeitet, ergänzt, ausgeschmückt etc., bevor ich fahre ;) Es ist aber mittelalterlich vom Stil her, und in Venedig laufen die meisten Leute im Rokoko-Stil herum oder mit Fantasiekostümen. Aber wie gesagt, man sollte sich nicht abhalten lassen.

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