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Krebs – Vom Alleinsein zur Alleinheit

3. September 2007

Folgende Ausführungen beziehen sich auf das Buch: Dr.med.Walter Weber: Hoffnung bei Krebs – Der Geist hilft dem Körper,
Herbig, München 1994

Als Dr. Weber das Buch schrieb, behandelte er seit 20 Jahren Krebspatienten, zunächst mit den schulmedizinischen Methoden Operation, Chemotherapie und Bestrahlung. Seit 1983 forscht er, welche Rolle die Psyche bei der Entstehung und dem Verlauf der Krebskrankheit spielt.
Zu Beginn seines Buches fordert er die Leser auf, seine Aussagen nicht ungeprüft zu übernehmen. Jeder solle sich die Frage stellen, ob seine Aussagen mit der eigenen, inneren Empfindung übereinstimmt. Diese Prüfung habe ich vorgenommen, und ich muss sagen, dass ich mit seinen Aussagen in starker Resonanz schwinge.


Im Gegensatz zur Schulmedizin, die die Krebserkrankung als rein körperliches Geschehen begreift, bei der auf genetischer Ebene, aus welchen Gründen auch immer, normale Körperzellen zu ungehemmt wachsenden Tumorzellen mutieren, bezieht Dr. Weber Seele und Geist in das Bedingungsgefüge für das Entstehen der Krebserkrankung mit ein. Die Gedanken-, Vorstellungs- und Empfindungswelt bestimmen, welche Erscheinungsform ein Körper annimmt, ob er krank oder gesund ist. Eine Krankheit manifestiert sich zuerst in der Seele und sinkt erst allmählich in den Körper herab. Man kann Krankheit auch als Selbsheilungsversuch der Seele ansehen.
Der Zusammenhang zwischen Geist und Materie läßt sich an alltäglichen Beispielen erklären. Nehmen wir zum Beispiel das Malen eines Bildes. Ein Ich hat zunächst die Idee, ein Bild zu malen und entschließt sich, es zu tun. Das Ich gebraucht seinen Verstand und überlegt sich, was es alles zum Malen braucht: Farben, Pinsel, Leinwand. Das Ich setzt seinen Körper in Bewegung, um die Materialien zu besorgen und schließlich das Bild zu Malen. Am Ende ist aus der inneren Vision des Geistes ein für alle Augen sichtbares Bild geworden. Die Idee (Energie) ist zu Materie geworden.
Dr. Weber erinnert daran, dass nach der berühmten Einstein-Gleichung E = mc², Energie und Materie in einander umwandelbar sind.

Wenn ein Mensch unter einer Krankheit leiden, können wir dahinter ein disharmonisches, verwirrtes, unklares Gedankengefüge vermuten. Eine Klärung und Harmonisierung der bewussten und unbewussten Gedanken könnte demnach zur Gesundung beitragen.
Gedanken wirken wie Energie auf den Körper ein, diese Energie kann sich im negativsten Fall in Form von Krankheiten materialisieren.

Oft sind es ganze Komplexe aus Vorstellungen, Überzeugungen und Glaubenssätzen, die sich seit der Geburt (oder seit mehreren Inkarnationen) in einem Menschen zu festgefahrenen Programmen geformt haben. Ein weit verbreitetes Programm ist zum Beispiel: “Ich bin nur liebenswert, wenn ich Leistung erbringe”.
Wirken zwei entgegen gesetzte Programme auf den Menschen ein, entsteht eine Spannung. Wir alle kennen solche Spannungen aus dem Alltag als Stress. Beispielsweise muss eine berufstätige Mutter dringend einen Geschäftstermin wahrnehmen, doch zu Hause bedarf das kranke Kind ihrer liebevollen Pflege. Sind solche gegensätzlichen Situationen bewusst, können konstruktive Lösungen herbeigeführt werden. Die Mutter könnte den Geschäftstermin verschieben oder die Oma vorübergehend um Pflege des Kindes bitten.
Menschen unter solchen Spannungen zeigen Stress-Symptome wie Kopfschmerzen, Magenschmerzen, sind unkonzentriert oder reizbar.
Problematisch wird es, wenn nicht alle Komponenten des Spannungsaufbaus bewusst sind und die Spannung so nicht abgebaut werden kann. Es kommt zu einem Energiestau, der sich im Laufe der Zeit auf den Körper projiziert und ernste Krankheiten verursachen kann.

Wenn man davon ausgeht, dass Gedanken- und Empfindungsprogramme Energiekomplexe aus elektromagnetischer Energie unterschiedlicher Frequenzen sind, dann können sie auch die DNA verändern und zur Aktivierung von Onkogenen führen.
Das seelische Programm, welches zu Krebs führt, ist das des Sinnverlustes des Lebens, der Sturz in große Einsamkeit, in völlige Isolation, des Gefühls, dem Leben, den Mitmenschen und sich selbst völlig entfremdet zu sein. Die Menschen winden sich in Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit, niemals etwas an dem traurigen Zustand ändern zu können.

Dieses Gefühl des Alleinseins, der Isolation und Unfähigkeit zur Kommunikation spiegelt sich im Verhalten der Krebszelle wieder. Die Krebszelle schert aus dem Zellverband aus, sie verweigert die interzelluläre Kommunikation, die dem Wohl des Ganzen dient. Sie kennt nur noch sich selbst fällt in der Evolution auf das Niveau eines potentiell unsterblichen, sich unbegrenzt teilenden Einzellers zurück.
Eine Krebszelle ist die verkörperlichte Einsamkeit. Sie hat keine sozialen Bezüge mehr und verhält sich wie die Ur-Zellen, die sich vor ca. drei Milliarden Jahren als erste Erscheinungsformen des Lebens auf der Erde bildeten. Die Ur-Zelle war allein auf sich gestellt und kämpfte allein um das Überleben. So empfinden sich auch viele Krebskranke als Einzelkämpfer in ihrem Leben.
Erst vor ca. 800 Millionen Jahren schlossen sich die Einzelzellen zu Zellverbänden zusammen, die für das friedliche Zusammenleben ihre Omnipotenz und Unsterblichkeit aufgaben. Das Einzellerprogramm wurde im Laufe der Evolution nicht aus der DNA entfernt sondern lediglich deaktiviert. Die Kontrolle über die archaischen Eigenschaften haben Repressorgene. Fallen
diese durch Mutationen aus, kommt es zu schweren Störungen und der gutartige Mehrzeller verwandelt sich in eine bösartigen Einzelzelle.
Krebs ist demnach die Regression archaischer Programme, ein Rückgriff auf Eigenschaften, die die Zelle bereits zu Ur-Zeiten hatte. Die Entwicklung von der Normalzelle zur Krebszelle spiegelt den Rückweg vom Gemeinschaftswesen zum Einzelwesen wieder. Die Krebszelle verhält sich so, als ob sie alleine wäre und scheint sich dabei ihrer zerstörerischen Wirkung auf den Gesamtorganismus gar nicht bewusst zu sein, da sie vergessen hat, dass sie eigentlich einem sozialen Zellverband
angehört. Sie hat das Gefühl der Gemeinsamkeit verloren.

Auch für Dr. Webers Krebspatienten war das Wort allein von zentraler Bedeutung und zog sich wie ein roter Faden durch ihr Leben. 30% der Krebspatienten, so Dr. Weber seien alleinstehend. Dabei kann man sich natürlich auch in einer Partnerschaft oder Familie allein gelassen fühlen. Aussschlaggebend ist nicht das allein leben sondern das sich einsam und verlassen fühlen. Dieses Gefühl kann sich auch nur auf einen Teilbereich des Lebens, z.B. Kinderbetreuung, beziehen.

Dr. Weber schreibt:

“Die Krebspatienten erleben, dass sie entweder sie selbst sein können – und damit allein und ungeliebt – oder aber sich selbst aufgeben müssen, um ein anderer zu sein und als solcher geliebt zu werden”.

Im Umkehrschluss hofft Dr. Weber, wenn Krebs durch das seelische Programm des verzweifelten Alleinseins ausgelöst wird, die Krankheit durch Umprogrammierung der Seelen- und Empfindungskräfte heilen zu können. Der Gedanke ist zwar logisch und wahrscheinlich hat er theoretisch sogar recht. Doch nichts ist schwieriger zu verändern als eingefahrene Seelenprogramme.
Wenn wir noch zusätzlich von karmischen Verstrickungen ausgehen, erhalten wir ein so eng verfilztes Seelengeflecht, dass einer Klärung, Lösung und Veränderung nut extrem schwer oder gar nicht zugänglich ist. Oder der Änderungsprozess würde zu viele Jahre in Anspruch nehmen, Jahre, die dem schwerkranken Patienten gar nicht mehr zur Verfügung stehen.
Ich kann mir vorstellen, dass die seltenen Spontanremissionen eine seelische Läuterung als Ursache haben. Die Betroffenen haben einen enormen Transformationsprozess durchlebt, der die Krankheit überflüssig machte. Aber das gelingt leider zu selten, um daraus eine bereit angelegte Heilstrategie machen zu können.
Vielleicht gelingt es dem ein oder anderen ja tatsächlich, das Gefühl des Alleinseins in das Gefühl des All-Ein-Seins zu wandeln und dadurch die ausgescherten Krebszellen in Liebe zu umarmen und in den Körperverband zu reintegrieren. Das wäre eine echte Heilung. Gelingt dies nicht, so nimmt die Seele den Weg in die All-Einheit über den Umweg Tod.

Ich kann auf jeden Fall für mich persönlich Dr.Webers Ausführungen nur unterschreiben und bin ein Paradebeispiel wie einsames Einzelkämpfertum in die Krebskrankheit führt. Auch ich hatte nur die Wahl, mich zu verstellen, um etwas Zuneigung zu erhaschen oder mir selbst treu und allein zu bleiben. Ich habe mich für Letzteres entschieden – mit allen Konsequenzen. Aber ich bin der Meinung, es gibt keine wichtigere Aufgabe im Leben, als authentisch zu sein und durch
dieses Sein zu wirken. Sein ist wichtiger, mächtiger als Taten.

Der Beitrag wurde am Montag 3. September 2007 um 16:14 veröffentlicht und wurde unter Persephones Perspektive abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare sind derzeit geschlossen, aber Du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

4 Kommentare

  • ToulexisToulexis sagt:

    Eine sehr gut geschriebene Zusammenfassung! Vermutlich sind die Abschnitte, in denen Du auf karmische Aspekte eingehst, nicht aus dem Buch von Dr. Weber sondern Ergänzungen von Dir. Jedenfalls erscheint aus dieser Perspektive Deine Erkrankung wie eine logische Konsequenz aus Deinem bisherigen Leben. Vielleicht ist es ja auch so, dass Du die Belohnung dafür, dass Du Dir selbst treu geblieben bist, erhalten wirst, wenn Du die Schwelle des Todes eines Tages, wann auch immer das sein wird, überschritten haben wirst (oder aber im nächsten Leben, falls es dieses mal noch nicht gereicht hat für die endgültige Erlösung).

  • RavenRaven sagt:

    Ich frage mich nur, worin die Hilfe besteht, von der im Subtitel die Rede ist.
    Wenn Du Du selbst bleibst und deswegen vielleicht als Einzelkämpfer durchs Leben gehst, versucht Deine Seele, sich über den Krebs zu heilen.
    Die andere Option ist, sich zu verstellen um Anerkennung zu bekommen.
    Keine davon gefällt mir.
    Oder habe ich eine Möglichkeit übersehen? Wie soll denn die Umprogrammierung aussehen? Allein und authentisch sein ohne das Gefühl der Einsamkeit?

    Wenn all dem so ist, tja, dann bin ich auch ein sicherer Krebs-Kandidat. :sad:

  • PersephonePersephone sagt:

    @Toulexis:
    Herzlichen Dank für Dein Lob. Du hast Recht, die Verweise auf das Karma stammen von mir und finden sich nicht bei Dr. Weber. Seine Beschreibung von den seelischen Ursachen der Krebskrankheit findet sich auch bei anderen Autoren und in der anthroposophischen Medizin, deshalb bin ich von der Wahrhaftigkeit überzeugt. So gesehen hatte ich gar keine andere Wahl als Krebs zu entwickeln.
    Ich denke schon, dass ich mich tapfer in diesem Leben geschlagen haben. Ein bischen Zeit brauche ich noch, um der Welt Lipofilia als mein Vermächtnis zu hinterlassen und vielleicht noch weitere Werke, aber dann denke ich, dass ich mich in Frieden exkarnieren kann.
    Ja es wäre schön, wenn ich zur Belohnung noch ein weiteres, schönes Leben bekäme.

    @Raven
    Es ist ja nur die Vorstellung der Betroffenen, zu glauben, sie würden nur geliebt werden, wenn sie sich selbst verleugnen. Nach dem Gesetz der selbsterfüllenden Prophezeiung bestätigt das Leben sie in dieser Annahme. Natürlich kann man authentisch sein und dennoch geliebt werden, alles andere wäre sowieso keine Liebe. Es geht also darum diesen und viele andere Glaubenssätze zu ändern. Da das bekanntlich sehr schwer ist, wird das nur wenigen gelingen, sonst wäre Dr. Webers Methode ja längst das Allheilmittel für Krebs geworden – na ja mal abgesehen davon, dass die Pharmaindustrie alles tun würde, um den Erfolg der Weber-Methode zu verhindern.
    Andererseits ist Krebs ein mächtiger Katalysator, der die seelischen Transformationsprozesse erheblich beschleunigen kann. Man muss nur eben um die Zusammenhänge wissen und sich auf die Transformation einlassen, das setzt eine gewisse Seelenreife und Reflektionsfähigkeit voraus, die der Durchschnittsbürger nicht unbedingt hat – wir allerdings schon. Deshalb bin ich sehr dankbar für meine Krankheit, denn sie hilft mir, mich weiter zu entwickeln und hat mich aus der Sackgasse heraus geholt, in dem mein Leben sich befunden hat, hat mir einen radikalen Perspektivenwechsel ermöglicht.
    Ich habe mir auch schon gedacht, dass Du ein Krebskandidat bist. Das klingt sehr hart, aber zumindest hat man bei dieser Krankheit einen sehr großen Krankheitsgewinn, den Du mit Deiner Schmerzerkrankung ja leider nicht hast. :sad:

  • AmaltheaAmalthea sagt:

    Ich hoffe, dieser Kommentar kommt an und ich bin nicht auf deine Liste der “persone non grate” gekommen…
    Ich lese weiterhin recht regelmäßig deine Einträge und besonders dieser trifft mich ziemlich, da ich so etwas schon bei anderen erkrankten Bekannten von mir beobachtet habe. Auch hatte ich mir diesen Zusammenhang gedacht, als ich deinen Eintrag “Rote Tränen” las, d.h. ich dachte mir, die Selbstverletzung scheint sich nach innen gerichtet zu haben.
    Was soll ich dazu noch sagen… Am liebsten würde ich dir raten, zu versuchen, deinen Frieden mit Gott zu schließen, aber da ich bisher keine Hinweise darauf gelesen habe, dass du religiös bist, wäre das natürlich ein schwacher Trost. Auf jeden Fall denke ich oft an dich.
    Meinem Freund hat es übrigens auch sehr leid getan, von deiner Erkrankung zu hören, obwohl er deine Blogeinträge nur sporadisch gelesen hat.

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