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Ode an Q-de Lancie

20. November 2006

Diesen Blogeintrag möchte ich meinem geliebten Russisch-Blau Kater und Lebensgefährten Q-de Lancie, Rufname Qutie, widmen.
Q betrat unter dem Namen Avon vom Silberhügel am 05.04.1992 die tragische Weltenbühne und begleitet mich seit August 1992 auf meinem Lebensweg.

Geliebter Freund, geliebtes Tier
so lange weilst Du schon bei mir
Fast 15 lange Jahre lang
kuschelst Du Dich an mich an
Niemals könnt ich mir erdenken
dass Menschen so viel Liebe schenken
so weite Zeiten bei mir weilen
und mein Leben mit mir teilen
Du bist das Schätzlein meines Herzens
tröstende Pfote meines Schmerzes
Geliebter Freund, geliebter Kater
Begleiter im tragischen Theater
In so vielen Tränenstunden
lecktest Du mir meine Wunden
Kuschelst mich mit Deinem Fell
küßtest meine Seele hell
Schmiegst Dich unter meine Decke
wartest auf mich an der Hecke
Gefährte meiner Einsamkeit
folgst mir durch die Dunkelheit
So viel herzensgute Treue
für mich allein, die Menschenscheue
gibt mir so ein kleines Wesen
nie ein Mensch so treu gewesen
Q-de Lancie, Katertier
bitte bleib immer bei mir

[inspic=6,,,0]

Seit nunmehr 14 Jahren weilt dieses kleine, samtpfotige Wesen an meiner Seite. Besonders seit wir im April 2002 nach H. gezogen sind und nun alleine in einer Wohnung weilen, hat sich unsere Beziehung intensiviert. Wir sind ein eingespieltes Team, wir kennen die Marotten des anderen und fühlen uns gerade durch unsere Eigenarten so innig miteinander verbunden.
Qutie rollt sich nachts neben meinen Füßen im Bett zusammen, wenn morgens der Wecker piepst, beginnt das Aufsteh-Ritual: dann tapst Q zu meinem Kopf, schmiegt sich an mich und wartet dann, bis ich fertig bin, mit ihm das Haus zu verlassen. Wenn ich nachmittags nach Hause komme, rufe ich nach ihm an einer bestimmten Stelle des Gartens nach ihm und er kommt sofort angehoppelt. Dann gibt es Futterlie und Leckerlie, anschließend kuscheln wir zusammen auf dem Sofa.
Häufig, wenn ich abends am PC sitze, verlangt Q nach meiner Aufmerksamkeit. Dann stupst er mit seiner krallenbewaffneten Pfote so lange gegen mein Knie, bis ich ihn beachte und seine Wünsche erfülle. Ähnlich ist es, wenn Q auf den Balkon möchte. Das geht dann den ganzen Abend rein und raus und ich muss ihm jedesmal die Tür hinter ihm schließen und wieder öffnen, wenn ich ein Auskühlen der Wohnung vermeiden will. Katzen haben ihre Menschen nunmal fest im Griff und es besteht kein Zweifel, dass Q der Chef im Haus ist *g*.

Q ist das Lebewesen, welches die meiste Zeit mit mir verbringt. Es ist für mich im Laufe bitterer Lebenserfahrung unvorstellbar geworden, dass jemals ein Mensch über 14 Jahre lang an meiner Seite weilen könnte. 14 Jahre!!!
Im Vergleich dazu beträgt die Halbwertzeit meiner menschlichen Kontakte mittlerweile nur noch wenige Wochen.
Ich wüßte gar nicht, was ohne ich diesen treuen Gefährten machen würde. Wenigstens Qutie wartet auf mich, wenn ich nach Hause komme, freut sich auf mich und vermißt mich, wenn ich für ein paar Tage verreist bin. Seine Zuneigung ist nicht an Bedingungen und Erwartungen geknüpft und vor allem: sie ist konstant und nie doppeldeutig. Selbst wenn wir uns mal in der Wolle haben, muss ich nicht fürchten, dass Q mich deshalb nicht mehr lieb hat.
Q ist treu. Er verläßt mich nicht.

Um so mehr fürchte ich den Tag, an dem Q von meiner Seite gerissen werden wird. Er wird nächstes Jahr 15 Jahre alt. Ein stolzes Veteranen-Alter für einen Kater. Sicher, Q ist noch fit und Katzen können auch locker 20 Jahre alt werden, dennoch rückt der Tag seines Verlustes mit jeder Minute näher. Wie soll ich das überstehen, wie soll ich das überleben?
Ich habe keine Veranlassung davon auszugehen, dass ich bis dahin Geborgenheit bei einem Menschen gefunden habe. Natürlich kann ich mir nach Qs Übergang auf die andere Seite einen neuen felinen Lebensgefährten holen, aber auch Tiere sind nicht einfach austauschbar. Nach so vielen Jahren werde ich Q so schrecklich schmerzlich vermissen – und dann ist ja eben kein Wesen mehr da, welches mir Halt geben könnte.
Soll ich mir jetzt schon eine junge Katze in die Lebensgemeinschaft holen, um das völlige Alleinsein zu vermeiden? Ich glaube nicht, dass Q das gefallen würde. Er ist es gewohnt 100% meiner Aufmerksamkeit zu bekommen und der Alleinherrscher zu sein. Ich möchte ihm das auf seine alten Tage nicht mehr zumuten. Und selbst wenn da noch eine jüngere Katze wäre, so würde mich Qs Verlust doch nicht weniger schmerzen.

Das Leben ist eine unendliche Kette aus Verlusten. Von Geburt an dreht sich die Abwärtsspirale immer tiefer in den Abgrund. In allem ist der Keim des Verfalls bereits enthalten. Wenn Q stirbt, so weiß ich wenigstens, dass er ein langes, schönes Leben hatte und ich freue mich über jeden Tag, der mir mit ihm noch bleibt.
Bei Kontakten zu Menschen ist offenbar eine Zeitraffer-Funktion in meiner Aura eingebaut. So bald ich nach den Menschen greife, zerbröseln sie zu Nichts. Ich fühle mich wie König Midas, der verflucht war, alles was er berührte in Gold zu verwandeln. Nur dass meine Hände nicht zu Gold transformieren sondern Tod und Verfall bringen. Nur Tiere scheinen dagegen immun zu sein – und Raven ;-), ob das an ihrem Rabennamen liegt?

Der Beitrag wurde am Montag 20. November 2006 um 18:47 veröffentlicht und wurde unter Seelenleben abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Kommentare sind derzeit geschlossen, aber Du kannst einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

2 Kommentare

  • RavenRaven sagt:

    Mal wieder ein schönes Gedicht an jemanden, der es verdient hat! Und ein schönes Bild dazu. ;)
    Ja, was wären wir Singles ohne unsere Katzen?

    Ich möchte auch nicht mehr ohne meine Minx leben. Auch nach 4 Jahren überrascht sie mich immer wieder, ist so verspielt wie am ersten Tag und bringt mich oft zum Lachen. Es ist schon witzig, wie man anscheinend immer genau die perfekt zu einem passende Katze findet oder sich so aufeinander einstimmt, bei den ganzen Marotten, die man selbst hat – und auch die Miez. Wie Dein Q die Türen öffnet und mit den Pfoten anstupst oder meine auf Wattestäbchen abfährt und auf Türkanten balanciert. Und natürlich ist die eigene Katze immer die schönste. ;)

    Minx ist zwar 10 Jahre jünger als Dein Q, aber ich mache mir auch nicht selten diese Gedanken… Das ist das einzig Schlechte am Leben mit Haustieren: In der Regel überlebt man sie. Und an den anderen Fall mag ich auch nicht wirklich denken, wenn uns etwas zustößt… Ich hatte schon so viele Haustiere, aber Minx ist mir am nächsten, wahrscheinlich weil sie bisher das einzige Tier ist, das kein Wellensittich ist und mir ganz allein gehört. Die anderen Katzen und Hunde waren alle Familienhaustiere und starben, als ich nicht mehr zu hause mit ihnen wohnte. Natürlich war ich auch traurig und denke heute noch an sie, aber bei Minx wäre es eine Katastrophe für mich. :cry:

    Ich würde Q jetzt auch keine junge Katze zumuten. Das wäre Stress für ihn und Dich und ich hätte auch schon kein gutes Gefühl dabei, schon jetzt für das Ableben meines Tieres zu planen.
    Andererseits frage ich mich auch häufig, was ich mache, wenn es soweit wäre… Ob es in der Nähe einen Tierfriedhof gibt oder ob ich mir danach wieder eine Katze hole. Und bis zu welchem Menschenalter man das verantworten kann, damit die Katze nicht eines Tages uns überlebt…

    Warum nur können wir solche Gedanken nicht einfach wie die meisten Menschen verdrängen und uns am Jetzt mit Katze erfreuen? :sad:

    Aber so deprimierend will ich nicht abschließen, darum noch ein paar gute Katzen-Zitate, vor allem die ersten drei passen sehr gut: :smile:

    Eine Katze kann das Heimkommen in ein leeres Haus in ein “nach hause kommen” verwandeln.

    [Pam Brown]

    Es gibt zwei Möglichkeiten, vor dem Elend des Lebens zu flüchten: Musik und Katzen.

    [Albert Schweitzer]

    Dass mir das Tier das Liebste ist, sagst du oh Mensch, sei Sünde?
    Das Tier bleibt dir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde!

    [unbekannt]

    Keine Katze ist Falsch. Es gibt wenige Tiere, in deren Gesicht der Kundige so eindeutig die augenblickliche Stimmung lesen zu könnte wie in dem der Katze.

    [Konrad Lorenz]

    Wenn sie Dich dessen erachtet, wird eine Katze Dein Freund sein, niemals Dein Sklave.

    [Theophile Gautier]

    Hunde kommen, wenn sie gerufen werden. Katzen nehmen die Mtteilung zur Kenntniss und kommen gelegentlich darauf zurück.

    [Mary Bly]

    Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, eine Katze zu streicheln, einem Affen zuzunicken oder vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.

    [Maxim Gorki]

    Würde man Menschen mit Katzen kreuzen, würde dies die Menschen veredeln, aber die Katzen herabsetzen.

    [Mark Twain]

    Niemand guckt so vorwurfsvoll wie eine Katze, die darauf wartet, gefüttert zu werden.

    [Henry James]

    Manchmal sitzt er zu deinen Füssen und schaut dich an, mit einem Blick so schmeichelnd und zart, das man überrascht ist über die Tiefe seines Ausdrucks. Wer kann nur glauben, dass hinter solchen strahlenden Augen keine Seele wohnt!

    [Théophile Gautier]

    Katzen wurden in die Welt gesetzt um das Dogma zu widerlegen, alle Dinge seien geschaffen um den Menschen zu dienen.

    [Paul Gray]

    Die Katze ist das einzige vierbeinige Tier, das dem Menschen eingeredet hat, er müsse es erhalten, es brauche aber dafür nichts zu tun.

    [Kurt Tucholsky]

    Ich habe die Philosophen und die Katzen studiert, doch die Weisheit der Katzen ist letzlich um ein weites größer.

    [Hyppolyte Taine]

    Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen.

    [Ernest Hemingway]

    Auch sehr schön, vor allem, wenn man die Melodie dazu kennt:

    Bei Katzen, sagt man, gilt der Rat:
    Sprich erst wenn sie gesprochen hat.
    Ich selbst jedoch halt nichts davon.
    Die Katze grüßen darf man schon.
    Nur denk daran zu jeder Zeit:
    Sie hält nichts von Vertraulichkeit:
    Verbeug dich tief, geh auf sie zu
    Und sag zu ihr:
    ‘Oh, Katze, du’.

    [Alt-Deuteronimus in "Cats"]

    Und natürlich der Klassiker aller Katzengedichte, die Ode an Spot:

    Felis Catus ist Deine taxonomische Nomenklatur,
    Ein endothermischer Vierfüßler, fleischfressend von Natur.
    Deine Seh-, Geruchs- und Gehörsinne sind umfassend
    Und zu Deinem Jagdgeschick und zu Deiner Verteidigung passend.

    Ich bin fasziniert von Deinem vielfältigen, schnurrenden Ton,
    Eine einzigartige Entwicklung von Katzenkommunikation
    Durch die Du Deine prinzipiell hedonistische Vorliebe unterstreichst,
    Wodurch Du ein rhythmisches Streicheln Deines Felles aus Zuneigung erreichst.

    Ein Schwanz ist ganz wesentlich für Dein akrobatisches Talent.
    Du wärst nicht so geschmeidig, fehlte Dir sein Gewicht am anderen End.
    Und nutzt Du ihn nicht zur Fortbewegung unter gewissen Konditionen,
    So dient er Dir häufig zum Ausdruck Deiner Emotionen.

    Oh Spot, die komplexen Verhaltensweisen, die man an Dir sieht,
    Suggerieren eine kognitive Vielfalt auf großem Gebiet.
    Und auch wenn Du nicht fühlen kannst, Spot, und Du ein Streuner bist,
    Sehe ich Dich als meinen Gefährten an, der ein wahrer und hochgeschätzter Freund ist.

    [Data in "Star Trek TNG", Episode 131]

  • PersephonePersephone sagt:

    Diese Zitate sind ja allerliebst. KAtzen sind so wundervolle Tiere, ich kann nicht verstehen, wie man Katzen nicht mögen kann. Katzenhasser sind mir suspekt, das können keine guten Menschen sein, andererseits, wer gut zu Katzen ist, muss einen guten Teil im Herzen haben.
    Ich könnte heulen, wenn ich daran denke, dass Q mich eines Tages verlassen muss, umgekehrt ist es eine Horrorvorstellung, alleine tot in der Wohnung zu verwesen, während das Kätzchen verhungern muss. Oder meine Leiche wird schnell genug gefunden, aber die Katze muss ins Tierheim und niemand hat sie mehr lieb.
    Schon allein diese Vorstellung kann mich den ganzen Tag deprimieren :sad:
    Wer von den Menschen enttäuscht ist, wendet sich den Tieren zu. Tiere sind so treu, nie falsch oder böse. Tiere sind besser als die allermeisten Menschen.
    Ich genieße jeden Tag, der mir mit Q vergönnt ist. Eine junge Katze werde ich dem alten Herrn nicht mehr zumuten, er hat es verdient all meine Aufmerksamkeit und Liebe allein zu bekommen.
    Ich freue mich schon auf nachher, wenn ich TV schaue und mit Q auf dem Sofa kuschele, das ist ein winziges Stückchen Geborgenheit in der kalten Welt. :oops:

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