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Persephones Welt

Blog

Patientenverfügung

16. Februar 2009

In einer Zeit, in der seelenlose Körper gnadenlos mit der Apparatemedizin vor sich hin vegetieren müssen, ist eine Patientenverfügung unerlässlich. Trotzdem würde ich mich wahrscheinlich im Moment nicht darum kümmern, hätte der Krebs mich nicht in die Nähe von Siechtum und Tod katapultiert.
Man denke nur an die Frau in Italien, die ihm Wachkoma vor sich hin dämmerte. Ihr Vater musste siebzehn Jahre dafür kämpfen, dass ihre Seele endlich aus ihrem Körper befreit werden durfte. Ein Skandal, dass dieser Möchtegern-Duce S.B. sich über das Gerichtsurteil hinweg setzen wollte. Wachkoma ist für mich eine Art von Folter. So möchte ich nicht enden.

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Familienzuwachs

14. Januar 2009

Nach den traurigen Todesfällen von Aslan und Lucy :heul zeigte sich das Schicksal endlich gnädig:
Am 01.Januar 2009 hieß ich den kleinen Albus Dumbledore in meiner Katzen-Mensch-Familie willkommen.
Albus ist der Halbbruder von Aslan, der aus einem früheren Wurf der Katzenkaiserin Phoebe von Tilan-Dru stammte, und ein Wurfgeschwister von Lucy de Savery.
Eigentlich sieht Albus aus, als hieße er Severus Snape, dennoch habe ich ihn, der Tradition Aslans folgend, nach dem weisen, alten Zauberer im Harry-Potter-Universum benannt. :pst

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Schwarzes Blut

14. Januar 2009

Gestern, am 13.Januar 2009 um 8:00 hatte ich Termin für meinen dritten Chemo-Zyklus.
Ich musste um 6:30 aufstehen und torkelte schlaftrunken zur S-Bahn. Nur der luminiszierende Anblick des Mondes kurz nach Vollmond entschädigte mich für den frühen Fall aus meinem weichen, katzengewärmten Bettchen.

In Frankfurt hatte die U4 auf unbestimmte Zeit Verspätung. Weil ich keine Lust in das schwarze Loch des Tunnels zu starren, bis endlich die Lichter einer U-Bahn aufblitzten, setzte ich mich in die Straßenbahnlinie 12. Die braucht zwar doppelt so lang wie die U-Bahn, aber ich brauche das Gefühl voran zu kommen.

08:15 trudelte ich in der Onkologischen Praxis ein und brauchte erstmal eine Weile, mich meiner Vielschicht-Winterkleidung zu entledigen und die Straßenschuhe gegen eine Art Gymnastikschläppchen zu tauschen.
Ein Mann war gerade dabei, Zytostatika-Reste in Giftmüllbehältern mit großem Totenkopf drauf abzuholen. Na toll, was hier als Giftmüll entsorgt wird, wird uns Krebspatienten als Medikament in den Körper gepumpt. Da kann einfach etwas nicht stimmen.

Dann begann das übliche Prozedere: Eine Kanüle wurde in eine Vene meines linken Armes geschoben und Blut abgezapft. Während die Blutwerte im praxiseigenen Labor bestimmt werden, läßt man Kochsalz-Lösung in meinen Körper tröpfeln. Wozu das gut sein soll, weiß ich nicht. Hat vielleicht eher einen psychologischen Wert, damit die Patienten das Gefühl haben, es wird etwas gemacht, sonst würden sie vielleicht ungeduldig werden.

Wieso dauerte es diesmal so lange, bis die nächste Flasche, Aloxi, ein Medikament gegen Übelkeit, angeschlossen wurde. Alle anderen wurden bedient, nur ich wurde ignoriert. Ich wurde sauer und fühlte Anspannung in mir aufsteigen.

Dann kam endlich eine Schwester mit des Rätsels Lösung. Meine Blutwerte seien zu schlecht. Sie habe mit einem Arzt Rücksprache gehalten und würden die Chemotherapie lieber um eine Woche verschieben, bis dahin habe sich mein Blut wahrscheinlich erholt.
Betroffen sind die Leukozyten, die weißen Blutkörperchen, die für die Immunabwehr verantwortlich sind. Merken tue ich davon nichts, zumindest wurde ich nicht mit Infektionen überrannt.
Der untere Normwert für die Leukozyten liegt bei 4000/µl Blut. Mein Wert liegt bei 2500µl.

Ich war erleichtert, als ich wieder gehen konnte. Nächster Termin ist nun der 20.Januar, 09:00.
Schon seltsam, während der ersten Chemotherapie mit zwei Zytostatika war mein Blut nie zu schlecht für die Chemo. Obwohl, damals sackte mein Hämoglobin-Wert stark ab und ich bekam Blutinfusionen zwischendurch, um für die nächste Giftattacke bereit zu sein.

Na ja, ohne die Weißkörperchen stellte ich mir mein Blut jetzt schwarz vor, wie es sich für eine Gothic-Lady gehört.

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Zweite Chemo – second try

22. Dezember 2008

Seit Anfang November weiß ich von meinem Krebsrezidiv, welches nach schulmedizinischen Maßstäben als unheilbar gilt, wobei mein Onkologe auch vorher schon meine Termine als Palliativbehandlung Z51.5 nach ICD-10 abgerechnet hat.
Nachdem meine erster Versuch im Rezidivfall mit dem von mir ausgesuchten Zytostatikum Caelyx zu einer allergischen Reaktion führte und ich mich noch tagelang regelrecht vergiftet fühlte, folgte nun der zweite Versuch meiner zweiten Chemotherapie.
Als Alternative zu Caelyx hatte ich Carboplatin gewählt, das ich bereits bei der ersten Chemotherapie neben Paclitaxel erhalten hatte. Carboplatin ist bekannt dafür, Übelkeit zu erzeugen, keine gute Aussicht, denn Übelkeit finde ich die schlimmste aller Wirkungen – und nach der Vergiftung mit Caelyx brodelte sowieso schon Groll gegen die phantasielose Chemotherapie in mir.

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Das Fiepsie-Sterben

18. November 2008

lucy_nele.gif

Es ist schon wieder geschehen. Das Kätzchensterben schreitet fort.
Nachdem Katerchen Aslan aus dem Frühlingswurf von Katzenkaiserin Phoebe von Tilan-Dru mit nur drei Wochen verstarb und ihm sein Bruder Balu kurze Zeit später folgte, hatte ich meine Hoffnung auf ein neues Familienmitglied in Phoebes Herbstwurf gesetzt.

An einem glücklichen Tag auf der Ring-Con erhielt ich von Frank die Nachricht über die Niederkunft der Kaiserin, die vier Kindern das Leben geschenkt hatte.

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Märtyrer der Gedankenfreiheit *** Hypatia von Alexandrien

10. November 2008

Hypatia begegnete mir schon früh in meinem Leben. Ich weiß nicht mehr wann genau und in welchem Zusammenhang, aber es war bereits zu meiner Teenager-Zeit. Seither gilt ihr, der mutigen, sich in der patriarchalischen Welt der Spätantike durchsetzenden, intellektuellen Frau, mein Respekt und meine Bewunderung.
Ihre Ermordung gehört zu einem der dunkelsten Kapitel der Kirchengeschichte – und wie bei der Mehrzahl ihrer finsteren Geschichte kommt kein Wort der Reue oder des Bedauerns über die Lippen der Kirchenvertreter. Die Kirche sollte mal zur Beichte gehen, öffentlich und schonungslos.

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Mein Idol und Ich *** Persephone trifft Orhan Pamuk

22. Oktober 2008

Letztes Jahr weilte ich am Buchmesse-Sonntag zum Fest des hundertjährigen Jubiläums im Senckenberg-Museum und schaute sehnsüchtig hinüber zum nahe gelegenen Messegelände. Damals musste die Buchmesse für mich ausfallen, weil mir die Chemotherapie in den Knochen steckte, doch ich nahm mir fest vor, im kommenden Jahr auf die Buchmesse zu gehen.
The year passed by – und schon war es Messezeit.

Ich besorgte mir die Eintrittskarte vorab in einer Servicezentrale des RMV (Rhein-Main-Verkehrsverbund), weil das Messeticket zugleich als Fahrkarte galt. Dort steckte ich ein dickes Veranstaltungsprogramm für die Messe mit ein.

Da ich den Newsletter der Buchmesse beziehe, wusste ich schon lange, dass diesmal die Türkei das Gastland sein würde und hoffte vor mich hin, dass mein großes Vorbild als Schriftsteller, Orhan Pamuk, auch kommen würde. Die Suchfunktion auf der Homepage der Buchmesse spukte tatsächlich einige Veranstaltungen mit Orhan Pamuk aus, aber sie waren alle an den Fachbesucher-Tagen, zu denen ich armes Geschöpf keinen Zutritt hatte, was mir als ungebührliche Härte erschien. Ich lebe schließlich für, von, in, aus Büchern.

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Con-Revival: Ring-Con 04. bis 05. Oktober 2008

17. Oktober 2008

Meine letzte Con 2001

Zu Beginn der 2000er Jahre hatte ich meinen Abschied von den Science Fiction-Conventions genommen, die ich seit Anfang der 90er Jahre besucht hatte. All good things have to come to an end, dachte ich damals. Meine Nerven ertrugen die Streitereien innerhalb des Fandoms nicht mehr und mit dem Beginn meiner Partnerschaft mit Oliver L. hatte ein neuer Lebensabschnitt für mich begonnen.
Meine letzte Federation-Con besuchte ich vom 19.bis 21. Mai 2000 und über ein Jahr später, als mein Con-Fieber schon erloschen war, wollte ich Oliver zeigen, wie es auf einer Con zugeht und nahm ihn am 20.Oktober 2001 mit auf die Trekdays, die in dem kleinen Ort Burgdorf in der Nähe von Hannover statt fanden. Ein letztesmal klebte ich mir meine Cardassianer-Maske ins Gesicht, sog den übelkeitserregenden Duft des Mastixklebers ein und trug dazu ein Kleid, welches ich mir für das Wave-Gothic-Treffen in Leipzig ein Jahr zuvor genäht hatte.

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Aufgeblähte Drohgebärde

22. September 2008

Aus aktuellem Anlass gibt es hier einen Meta-Eintrag über einen meiner Blogeinträge:

Mein Blogeintrag vom 14.März 2006 Dubiositäten in Rethen über die infame, mittlerweile abgewirtschaftete Taurus GmbH, die mit Nepper-Methoden sowohl ihrem Personal als auch ihren Kunden geschadet hat, ist der erfolgreichste aller meiner Eintrage. Er wurde bis zum 20.09.2008 Zweitausendzwanzigmal (2020) gelesen und Einhundertsiebenundvierzigmal (147) kommentiert.
Bei der Taurus GmbH in Laatzen-Rethen handelte es sich um eine unseriös arbeitende und Wucher betreibende Schuldnerberatung.

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Die 132 € Propaganda

12. September 2008

Seit einigen Tagen geistert das 132 € Gespenst durch die Medien.

132 €, so die Wirtschaftswissenschaftler Friedrich Thießen und Christian Fischer
von der Universität Chemnitz, reichten für HartzIV-Empfänger zum Leben aus. Der derzeitige Regelsatz von 351 € sei zu hoch bemessen, da er sich am Lebensstandard der arbeitenden Bevölkerung orientiere. Mit ihrer Studie wollen die beiden Herren der kapitalistischen Propaganda belegen, dass das Existenzminimum bei 132 € läge.
Diesen Betrag ermitteln sie an Hand eines fiktiven Warenkorbes, der für eine gesunde, männliche, rational handelnde, 70 kg schwere Person gelten solle. Ja, ist klar, der Durchschnittsmensch ist natürlich ein gesunder, normalgewichtiger Mann, wie ihn die Kapitalisten lieben. Wie wäre es dagegen mit einer dicken, kranken Frau?

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